Kreisstraße zwischen Leinzell und Utzstetten wird ausgebaut /Noch vor dem Winter soll der Verkehr dort wieder fließen
„Der Landkreis hat sein Versprechen gehalten!“. Diese Aussage war Landrat Klaus Pavel gestern beim offiziellen ersten Spatenstich für den Ausbau der Kreisstraße zwischen Leinzell und Utzstetten wichtig. Von Gerold Bauer
LEINZELL/TÄFERROT. Die kurvige Holperstrecke stand nun schon Jahrzehnte im Ruf, die schlechteste Kreisstraße auf der Ostalb zu sein. Neben Senkungen (der Unterbau war nicht frostsicher!) und einem Fahrbahnbelag-Flickwerk wurden die unübersichtlichen Engstellen als sehr gefährlich eingestuft. Schon im Begegnungsverkehr zwischen Pkw und Lkw kam man nur haarscharf aneinander vorbei; und wenn dort ein Linienbus oder landwirtschaftliche Gespanne unterwegs waren, blieb dem Gegenverkehr nur das Ausweichen aufs unbefestigte Bankett übrig. Entsprechend wurde immer wieder der Wunsch an den Landkreis herangetragen, durch einen Ausbau für eine Beseitigung dieser Gefahrenstellen zu sorgen. „Seit elf Jahren bin ich Schultes in Täferrot — und in all diesen Jahren war der Ausbau dieser Straße ein Thema“, sagte Bürgermeister Jochen Renner. Er hob hervor, dass der Landkreis redlich bemüht gewesen sei, eine Alternative zur aktuellen, seitens der Bevölkerung massiv kritisierten Umleitung zu finden. Leider habe man keine andere Lösung gefunden. „Aber nun mussten wir so lange auf diesen Straßenausbau warten und werden Jahrzehnte auf der ausgebauten Strecke fahren — da sind die Unannehmlichkeiten während der paar Monate Bauzeit sicher schnell vergessen“, zeigte sich Renner überzeugt. Zudem wird derzeit in Kooperation mit Bürgern aus Utzstetten an der Möglichkeit „gebastelt“, die Gemeindestraße stundenweise zu öffnen, wenn dort keine Busse fahren müssen.
Landrat Klaus Pavel erinnerte daran, dass der Ausbau immer wieder am nicht gewährten Zuschuss des Landes gescheitert sei. Nun habe das Land überraschend
626 000 Euro bereitgestellt, so dass der Ostalbkreis trotz extrem angespanntem Kreis-Etat seinen Kostenanteil von
674 000 Euro ebenfalls locker gemacht habe. Heiko Engelhard, Leiter des Geschäftsbereichs Straßenbau beim Landratsamt, erläuterte im Rahmen des Spatenstichs detailliert die Pläne.
Der Ausbau auf der rund
1,
7 Kilometer langen Strecke erfolgt weitestgehend auf der Bestandstrasse; allerdings werden die Kurvenradien entschärft und die Fahrbahnbreite auf durchgehend sechs Meter ausgebaut (bislang sind es stellenweise nur
4,
50 Meter). Darüber hinaus wird der rutschgefährdete Hang mit einer
160 Meter langen Stützmauer gesichert; durch eine Tiefensickerung wird der Staunässe sowie der Bodenerosion vorgebeugt.
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