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» Schwäbisch Gmünd | Dienstag, 03. August 2010

Staatssekretär Stefan Scheffold: „Herausragendes ehrenamtliches Engagement für die Musiklandschaft Ostalb“

Man mag ihn. Sehr sogar. Das wurde in allen Redebeiträgen deutlich. Paul Abele hat das Bundesverdienstkreuz, das ihm gestern verliehen wurde, tatsächlich verdient, vor allem aber hat er sich mit seiner lebensfrohen Natur und mit seiner Verlässlichkeit viele Freunde geschaffen.

SCHWÄBISCH GMÜND (bt). Oberbürgermeister Richard Arnold betonte vor allem, wie tief verwurzelt Paul Abele in Bargau ist, und er nannte ihn einen „Mann der Taten“, einen „frohen, tatkräftigen Menschen mit Ausstrahlung“, der sich mit Herzblut einbringe und seine Liebe zur Musik lebe — die beiden kennen sich unter anderem durch das gemeinsame Engagement im Stadtverband Musik und Gesang.
Finanzstaatssekretär Dr. Stefan Scheffold hat Paul Abele die ihm vom Bundespräsidenten verliehene Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht. „Das herausragende ehrenamtliche Engagement für die Weiterentwicklung der Musiklandschaft in der Region verdient Anerkennung,“ so Scheffold. Immerhin 23 Jahre war Paul Abele Vorsitzender des Musikvereins Bargau. Während dieser Zeit hat er wichtige Veranstaltungen ins Leben gerufen und internationale Konzertreisen organisiert — dazu zählen beispielsweise das Kreisverbandmusikfest Ostalb, das Kirchweihfest oder das Frühlingsfest. Scheffold weiter: „Paul Abele war und ist ein wichtiger Impulsgeber für die Musiklandschaft Ostalb. Mit großem Engagement hat er die Blasmusik in der Region geprägt und weiterentwickelt. Die von ihm initiierten Konzertreisen unter anderem nach Frankreich und Ungarn haben den Musikverein Bargau überregional bekannt gemacht.“ Seit mehr als zwanzig Jahren gehört Abele außerdem dem Blasmusikverband Ostalbkreis in der Funktion als stellvertretender Vorsitzender an. Hier hat er die Gründungen des Kreisjugendblasorchesters und der Kreisseniorenblasorchesters in die Wege geleitet und die Grundlagen für die Blasmusiklehrgänge überarbeitet. „Gemeinsames Musizieren im Verein bringt die Menschen zusammen. Dass sich Paul Abele vor allem auch für den musikalischen Nachwuchs eingesetzt hat, verdient besondere Anerkennung“. Daneben hat er sich lange Jahre in der Kommunalpolitik engagiert. Fast dreißig Jahre hat er die Interessen der Bürger im Ortschaftsrat von Bargau vertreten, davon war er rund zehn Jahre als stellvertretender Ortsvorsteher tätig. Danach hat er sich für weitere fünf Jahre im Gmünder Gemeinderat eingesetzt — ebenfalls im Bargauer Interesse. „Menschen wie Paul Abele, die sich ehrenamtlich einbringen, sind für unsere Gesellschaft unverzichtbar“, betonte Scheffold abschließend.
Ortsvorsteher Franz Rieg versicherte: „Bargau gratuliert.“ In Anlehnung an das bekannte Kennedy-​Wort schätzte er Paul Abele als einen jener wertvollen Menschen, „die nicht fragen, was ihre Gemeinschaft für sie tun kann“, die sich statt dessen engagierten, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Rieg würdigte insbesondere, dass Paul Abele den hochdekorierten Bargauer Musikverein mit geprägt habe, ging aber auch auf seine Verdienste um die Kommunalpolitik ein — seine großen Anstrengungen, „das Beste für Bargau“ zu erreichen: „Er hat Hervorragendes geleistet.“
Achim Falkenberg, Vorsitzender des MV, sprach Paul Abele im Namen der Vereine seinen Dank aus. Die ihm im 60. Jahr seiner Mitgliedschaft im Musikverein verliehene Auszeichnung sei hoch verdient. Er ließ den musikalischen Werdegang des Geehrten Revue passieren, sowie wichtige Entscheidungen – etwa den Kauf und den Umbau des alten Molkereigebäudes. Bernhard Winter, Vorsitzender des Blasmusikverbandes Ostalbkreis, ging auf die Bedeutung des „reichen Erfahrungsschatzes“ ein, den Abele den 79 Musikvereinen und über 7000 Musikern zu Gute kommen lasse. Paul Abele wiederum dankte ganz besonders seiner Frau, nicht zuletzt für ihr „Zurückstecken eigener Wünsche“.
 

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