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» Schwäbisch Gmünd | Mittwoch, 04. August 2010

Brand des Nordflügels des Maria-​Kahle-​Gebäudes

SCHWÄBISCH GMÜND (ml). Beim Brand des Nordflügels des Maria-​Kahle-​Gebäudes, Sitz der Klösterleschule, entstand heute am frühen Morgen Schaden in Millionenhöhe. Die Stadtspitze verspricht, dennoch nach den Sommerferien für einen geregelten Schulbetrieb Sorge zu tragen. Es war 5.04 Uhr, als die Gmünder Feuerwehr zum größten Einsatz seit Monaten alarmiert wurde.

Fast zeitgleich meldeten die Besatzung eines Streifenfahrzeugs der Polizei und ein Feuerwehrmann auf dem Weg zur Arbeit den Brand. Als die ersten Einsatzfahrzeuge eintrafen, standen Obergeschoss und Dachstuhl des Nordflügels bereits voll in Flammen. Automatische Brandmeldeanlagen sind in Schulgebäuden nicht vorgeschrieben. Über das Haus verteilt gibt es Meldeanlagen, von denen aus die Feuerwehr sofort per Knopfdruck alarmiert werden kann.

Die Wehren aus Gmünd, Bettringen und Straßdorf waren mit 75 Kräften und 17 Fahrzeugen im Einsatz. Die Gmünder Drehleiter wurde von der Drehleiter aus Mutlangen unterstützt.
Der nördliche Teil des Gebäudes wurde vom zweiten Stock bis zum Dach durch das Feuer komplett zerstört, der südliche Teil — zur Straße hin — blieb dank der Brandschutzmaßnahmen und dem schnellen und unermüdlichen Einsatz der Gmünder Feuerwehr unter der Leitung von Kommandant Bernd Straile weitgehend verschont. Der Dachstuhl der betroffenen, nördlichen Seite ist einsturzgefährdet; der Sanierungsaufwand und die genaue Schadenshöhe sind im Moment noch nicht zu beziffern.
Die Brandursache ist derzeit noch unklar. Die Klösterlestraße war aufgrund des Feuerwehreinsatzes mehrere Stunden gesperrt. Oberbürgermeister Richard Arnold und der Erste Bürgermeister Dr. Joachim Bläse waren noch in der Nacht am Einsatzort.
Trotz des umfangreichen Schadens, so teilte die Stadtverwaltung mit, werden alle Schülerinnen und Schüler zum Schuljahresbeginn im September in einen geregelten Schulbetrieb starten können. Derzeit werden Ausweichräume an anderen Standorten in der Umgebung gesucht; heute wird sich eine größere Runde von Experten unter Federführung von Dr. Joachim Bläse im Rathaus treffen, um die Details und die weiteren Schritte abzustimmen.
 

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