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» Ostalbkreis | Donnerstag, 05. August 2010

Schüler der Kletter-​AG des Rosenstein-​Gymnasiums absolvierten im österreichischen Pitztal dreitägige intensive Übungen

Die Schüler der Kletter-​AG des Rosenstein-​Gymnasiums, Heubach, absolvierten im österreichischen Pitztal ein dreitägiges intensives Trainingslager in alpinistischen Disziplinen.

HEUBACH (pm). „Die Schinderei war es auf jeden Fall wert!“, waren sich die jungen Bergsteiger spätestens beim obligatorischen Abschlussessen auf der Heimfahrt einig. Das intensive Üben der theoretischen und praktischen Grundlagen und die teilweise konditionell und technisch anspruchsvollen Touren rund um das 2434 Meter hoch gelegene Taschach-​Haus boten für jeden Geschmack die passende Herausforderung. Die beiden AG-​Leiter, Feli Schürle und Robert Felch, konnten dabei auf Grund der idealen Lage des bekannten Ausbildungsstützpunktes des Deutschen Alpenvereins aus dem Vollen schöpfen und ein vielseitiges Programm zusammenstellen. Gleich in der näheren Umgebung der Hütte wurde, intensiv betreut und angeleitet, an kleinen Felsen gebouldert, also in Absprunghöhe bis an die Sturzgrenze geklettert. Auch im nahen Klettergarten konnten die Teilnehmer erste Erfahrungen im rauen Urgestein der Zentralalpen sammeln.
Abends war dann die hütteneigene Kletterhalle ein Ort intensivsten Bouldertrainings, bis die Fingerkraft der jungen Athleten gerade noch zum Zähneputzen reichte. Eine anspruchsvolle hochalpine Wanderung brachte eine Gruppe auf den 3228 Meter hohen Wurmtaler Kopf. Über eine malerische Hochebene führte die Route am Ende über einen ausgesetzten Blockgrat mit leichten Kletterstellen und stellte so die Schwindelfreiheit der Schüler auf eine harte Probe.
Die Begehung des bekannten „Pitztaler Gletschersteigs“ war für das Hochtouren-​Team mit einer Einweisung in den Einsatz von Pickel und Steigeisen verbunden, da auf dieser Route der noch immer imposante Taschachferner gequert werden musste. Über einen luftigen und anspruchsvollen Trümmergrat wurde hierbei der 3440 Meter hohe Brunnenkogel bestiegen. Auch die Heimfahrt wurde noch einmal für eine Trainingseinheit in den weitläufigen Klettergärten bei Nassereith im Inntal unterbrochen.
Insgesamt konnten sich die beiden Betreuer sowohl über das große alpinistische Engagement der außergewöhnlich begeisterungsfähigen Teilnehmer als auch über das vorbildliche soziale Klima freuen, das passend zum meist strahlenden Sonnenschein auch während der intensiven körperlichen und mentalen Belastungssituationen herrschte. Denn bei allem alpinistischen Ehrgeiz zeichneten sich die jungen Teilnehmer immer wieder durch gegenseitige Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft aus und erfüllten damit eine ganz zentrale charakterliche Anforderung des Bergsteigens.
 

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