Gschwender Seniorenrunde: Mit der Sauschwänzlebahn durch die Wutachschlucht
Der Sommerausflug der Gschwender Senioren führte in den Südschwarzwald nach Blumberg. Aus rein militärischen Zwecken wurde 1887 von dort eine Bahn durch die Wutachschlucht nach Weizen gebaut, um die Schweiz umfahren zu können.
GSCHWEND
(pm). Auf neun Kilometern Luftlinie mussten
25 Kilometer Bahnlinie gebaut werden, um die
230 Meter Höhenunterschied zu bewältigen. Fünf Tunnel, darunter ein Kreiskehrtunnel, mit einer Gesamtlänge von
1700 Metern, mehrere Kehrschleifen, grandiose Viadukte sowie Bergeinschnitte machen diese Bahn auch heute zu einer der interessantesten Museumsbahnen in Europa. Trotz Stau wurde Weizen rechtzeitig erreicht, doch dann begann das Regenwetter. Aber die Dampflok störte das nicht. Rauchend zog sie mit ihren
1000 PS die acht Wagen durch die dicht bewaldete Wutachschlucht bergan. Die Insassen waren ständig damit beschäftigt, die beschlagenen Scheiben sauber zu wischen, die Fenster wieder zu schließen wenn es in den nächsten Tunnel hineinging oder mal nach rechts und links zu schauen, um die landschaftlichen Eindrücke in sich aufzunehmen.
Die Fahrt dauerte gut eine Stunde und hatte die Fahrgäste richtig hungrig gemacht. In einem gepflegten Gasthaus stand aber bereits das Essen bereit.
Am Nachmittag ging die Fahrt weiter nach Schaffhausen, wo der Rhein ein imponierendes Naturschauspiel bietet. Als Rheinfall stürzt er auf
150 Metern Breite aus
23 Metern Höhe über die Felsen. Verschiedene Wege führen zum Rhein, über Treppen erreicht man verschiedene Aussichtsplattformen. Von der Schiffsanlegestelle aus kann der Felsen in der Mitte des Flusses angefahren und dann erklommen werden. Durch die starken Niederschläge der Vortage war die Wasserführung des Rheins sehr hoch, und der Wind trieb starke Gischtschwaden über die brodelnden Wassermassen.
Nach dem Erlebnis von zwei unterschiedlich beeindruckenden Schauspielen ließen sich die zufriedenen Gschwender Senioren vom Busfahrer sicher nach Hause fahren.
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