Außergewöhnlicher Lehrgang der Arbeitsagentur wurde gestern an der Weiterbildungseinrichtung Quacon abgeschlossen
Ein außergewöhnlicher Lehrgang wurde gestern an der Weiterbildungseinrichtung Quacon im Gmünder Westen abgeschlossen. Nur sehr gute Facharbeiter, Techniker und Ingenieure erfüllten die Zugangsvoraussetzungen der von der Arbeitsagentur bezahlten Maßnahme. Von Manfred Laduch
OSTALBKREIS. „Dieser Kurs überstrahlt unser vielfältiges Qualifizierungs-Programm“, erklärte Clemens Reitzig, Chef der Arbeitsagentur in Gmünd. Der Ansatz war, Menschen mit guter Qualifikation, die nur durch die Wirtschaftslage arbeitslos geworden waren, zu Fachkräften in der Qualitätssicherung weiterzubilden.
Er glaube, dass der Lehrgang im kommenden Jahr nicht mehr stattfinden werde. Jedenfalls nicht im Auftrag der Arbeitsagentur, weil es dann kaum noch Arbeitslose dieses Zuschnitts gebe, erklärte Reitzig. Der Arbeitsmarktmonitor sieht auch für den Raum Schwäbisch Gmünd recht gute Perspektiven.
Dennoch müssten sich die Firmen intensiv mit dem Thema Weiterbildung beschäftigen, weil sie es sonst schwer hätten, in den nächsten zehn bis
15 Jahren Fachkräfte zu finden. Investitionen in das Humankapital sei das Gebot der Stunde – zumal in Deutschland.
Es gelte zum Beispiel auch Bindungskonzepte zu entwickeln, um Beschäftigte vom Abwandern abzuhalten. Dazu gehöre unabdingbar Qualifizierung mit der Aussicht auf eine bessere Position im Unternehmen.
Quacon-Geschäftsführerin Kirsten Bareiß erklärte ebenfalls, dass dieser Lehrgang völlig aus dem üblichen Programm des Unternehmens abgehoben sei. Die Messlatte zum Einstieg sei hoch gewesen, die Teilnehmer, die Bareiß als „Creme de la Creme“ bezeichnete, unheimlich motiviert gewesen. Und in Gesprächen mit den Betrieben, in denen die Lehrgangsteilnehmer ihre Praktika machten, und mit denen Quacon engen Kontakt halte, habe sie immer ausgezeichnete Rückmeldungen bekommen.
Deshalb sei es auch nicht verwunderlich, dass schon zum Ende des Kurses
60 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Arbeitsplatz-Angebot in der Tasche hatten. Sie sei fest überzeugt, so Bareiß, dass auch die anderen in kürzester Zeit wieder im ersten Arbeitsmarkt ankommen würden.
Diesen positiven Aussagen vermochten auch die Teilnehmer zuzustimmen. Da wurde die weit gefächerte Themenvielfalt des Kurses gelobt, die neben den Fachvorträgen über Qualitätssicherung auch Bereiche wie Recht oder Persönlichkeitsbildung enthielt. In den Praktikumsbetrieben habe man dann schnell gemerkt, dass das im Lehrgang gesammelte Wissen zielgenau angewendet werden könne. Die zuvor Arbeitslosen empfanden ein weiteres Gefühl als ungemein positiv: „Man merkte, dass man wirklich gefragt ist.“
Kirsten Bareiß wies noch darauf hin, dass der Lehrgang mit einer zweitägigen, intensiven Abschlussprüfung endete, die von einem externen Prüfer abgenommen wurde – und die alle
14 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bestanden haben.
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