Nach dem Brand mit Millionenschaden im Schulgebäude soll für die Kinder das Notwendigste wieder angeschafft werden
Ein Großfeuer hat in der Klösterle-Schule nicht nur hohen Schaden angerichtet, sondern auch viele Materialien der Kinder vernichtet, für die es keinen finanziellen Ersatz oder zumindest nicht den vollen Ersatz geben wird. In welcher Dimension sich dieser Schaden bewegt, ist noch nicht absehbar. Die Rems-Zeitung will deshalb in Zusammenarbeit mit der Stadt und der Schule zu einer Spendenaktion für die Schülerinnen und Schüler aufrufen. Von Heinz Strohmaier
SCHWÄBISCH GMÜND. Vier Tage nach dem verheerenden Großbrand im Gebäude in der einstigen Maria-Kahle-Schule, in der bisher rund
400 Schülerinnen und Schüler der Klösterleschule in insgesamt
16 Klassen untergebracht waren, kann man den materiellen Schaden immer noch nicht genau beziffern.
Fest steht zwar, dass der Schaden am Gebäude und am Inventar in erster Linie von der Versicherung ersetzt werden muss. Aber es gibt viele andere Dinge, die die Versicherung nicht bezahlen wird. Von den Lehrerinnen und Lehrern zum Teil aus eigener Tasche finanzierte Lernhilfen, Bastelarbeiten der Kinder, Malutensilien, eigens angeschaffte Bücher, die den Lehrplan ergänzen, oder auch T-Shirts für alle und, und und — viel mehr.
Von vielen Sachen wird zum Beispiel auch nur der Zeitwert von der Versicherung ersetzt. Davon betroffen ist die komplette Ausrüstung mit Computern für die Schüler. Das geht nicht nur in die Tausende, sondern in die Zehn– oder Hunderttausende. Wenn die Schülerinnen und Schüler nach den Ferien in den Unterricht kommen (egal, in welchen Räumen), stehen sie zunächst einmal mit nichts da.
Da ist schnelle Hilfe nötig! Das hat den Elternbeirat der Schule auf den Plan gerufen und ist im Verlag der Rems-Zeitung sofort auf offene Ohren gestoßen. Deshalb wollen wir alle Leserinnen und Leser, die ein „Herz fürs Klösterle“ haben, bitten, helfen Sie den Kindern und Lehrern und öffnen Sie nicht nur Ihr Herz, sondern auch den Geldbeutel. Unter dem Motto „Ein Herz fürs Klösterle“ ist ab sofort bei der Volksbank Schwäbisch Gmünd ein Konto eingerichtet, auf das man seine Spende überweisen kann.
Konto-Nummer
114 254 001, BLZ
613 901 40 Kennwort: Ein Herz fürs Klösterle
Die Rems-Zeitung hat vorab schon einmal einen Grundstock gelegt und eintausend Euro zur Verfügung gestellt. Wir wollen auch die Namen aller Spender veröffentlichen, sofern sie nicht ausdrücklich dagegen sind.
Es gibt Tausende von Gmündern, die in den vergangenen Jahrzehnten diese Schule besucht und nach wie vor ein „Herz fürs Klösterle“ haben. Sie alle sind aufgerufen, die Nachfolgegenerationen finanziell zu unterstützen.
In der Zwischenzeit zeichnet sich sogar die Gründung eines Vereins der Ehemaligen und Förderer der Schule ab. Dieser soll aber in erster Linie die Nachhaltigkeit der jetzigen Aktion fördern, wie Elternbeirat Rainer Koczwara in einem Gespräch mit der Rems-Zeitung sagte.
Koczwara und seine Mitstreiter/innen im Elternbeirat bereiten derzeit ein Schulfest vor, das am
26. September im Stadtgarten stattfinden soll und für das Oberbürgermeister Richard Arnold die Schirmherrschaft übernehmen wird. Während tagsüber die Klassenstufen zu Kaffee und Kuchen einladen und die AG Theater, Musical oder Flöten im kleinen Saal ihr Können zeigen werden, ist die Konzertdirektion IMK gerade dabei, für den Abend einen bunten Kulturstrauß zusammenzustellen, an dem sich Gmünder Künstler wie Werner Koczwara, Ernst Mantel, Mick Baumeister, das Vereinigte Lachwerk Süd, die Philharmonie oder der Kolpingchor, Swabian Brass, Swany Feetwarmers oder Harald Immig beteiligen werden. Rainer Koczwara ist bereits mit allen im Gespräch und die Chancen, dass die meisten dabei sind, stehen gut.
Schulleiterin Edda Hogh befindet sich derzeit in Urlaub, ihr Stellvertreter, Hartmut Weller, ist noch bis Mitte der Woche dabei, eine Auflistung zu machen, was durch den Brand alles vernichtet worden ist. Dann geht auch er in den Urlaub. In einem Gespräch zwischen Verlag der Rems-Zeitung, Stadtverwaltung, Schulleitung und Elternbeirat ist man überein– gekommen, dass über die Verwendung der gesammelten Spenden die Schulkonferenz entscheiden soll. Und da sollen auch Kinder ein Mitspracherecht haben.
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