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» Schwäbisch Gmünd | Samstag, 07. August 2010

Verantwortliche haben Pläne unter Dach und Fach /​Südflügel des Maria-​Kahle-​Gebäudes doch nicht so einfach nutzbar

SCHWÄBISCH GMÜND (ml). „Ich möchte, dass zum Wochenende alle Kinder und Eltern wissen, wie es weitergeht“, erklärte Erster Bürgermeister Joachim Bläse gestern bei einer kurzfristig angesetzten Pressekonferenz zu den weiteren Auswirkungen des Großbrandes im Maria-​Kahle-​Gebäude der Klösterleschule.

In der Ruine mussten auch gestern noch Brandnester gelöscht werden. Gleichzeitig fand ein erstes Treffen mit der Versicherung statt. Dabei sei klar geworden, dass die WGV für den Wiederaufbau einsteht und auch das Inventar zumindest zum Zeitwert ersetzt. Dennoch werde vieles fehlen – vor allem ideell.
Bläse bedankte sich für die vielen Raum-​Angebote. Zumal sich inzwischen herausgestellt hat, dass der erhalten gebliebene Südflügel des Gebäudes nicht so schnell wieder als Schule genutzt werden kann. Die Stromverteilung erfolgte über den Nordflügel und auch der vorgeschriebene zweite Fluchtweg existiert nach dem Brand nicht mehr.
Deshalb wird das Hans-​Baldung-​Gymnasium mit Zustimmung von Rektor Manfred Reichert sofort mit dem Auszug aus seinen Übergangs-​Klassenräumen im Klösterle-​Gebäude beginnen. Das Material wird während der Ferien in der HBG–Turnhalle gelagert. Bis zum Schulbeginn entsteht für die Klassen auf dem großen Schulhof eine Container-​Zwischenlösung.
Dadurch ist gewährleistet, dass alle 400 Klösterle-​Schüler im September in 16 Klassenräumen des Klösterle-​Gebäudes unterkommen. Das ist auch wegen der sich anbahnenden Großbaustelle zum Wiederaufbau des Maria-​Kahle-​Nordflügels besser. Experten gehen von einer Bauzeit von anderthalb Jahren aus. Ein Architekt wird gerade gesucht. Je nach Fortgang kann dann auch der Südflügel wieder genutzt werden.
Was mit den Parler-​Schülern passiert, die wegen der Sanierung ihres „Betonbaus“ kurz vor den Sommerferien 2011 ins Klösterle ausweichen sollten, wird vor den Osterferien festgelegt. „Wir halten den Fahrplan, auch wenn wir noch Herkules-​Wochen vor uns haben“, ist sich der Erste Bürgermeister angesichts seines kompetenten und konzentriert zu Werke gehenden Teams sicher.
 

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