Sommerkonferenz der IHK-Hauptgeschäftsführer tagte in Heidenheim /DIHK-Chef Wansleben Gast in Ostwürttemberg
Dieser Tage trafen sich die Hauptgeschäftsführer der baden-württembergischen Industrie– und Handelskammern in Heidenheim.
OSTWÜRTTEMBERG (
IHK). Im Mittelpunkt der Konferenz stand ein Erfahrungsaustausch mit Guy Selbherr, Vorstand der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg sowie eine Diskussion mit
Dr. Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie– und Handelskammertages DIHK.
Die
IHK Ostwürttemberg war Gastgeber der Sommerkonferenz der baden-württembergischen Industrie– und Handelskammern und Hauptgeschäftsführer Klaus Moser begrüßte beinahe alle
IHK–Chefs aus dem Land.
Zentrales Thema der Sitzung war die Kreditversorgung der baden-württembergischen Unternehmen. Guy Selbherr, Vorstand der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg zeigte aktuelle Entwicklungen am Kreditmarkt für Unternehmen auf und stellte die Angebote von Bürgschaftsbank und Mittelständischer Beteiligungsgesellschaft vor.
Die baden-württembergischen Hauptgeschäftsführer lobten die gute Zusammenarbeit mit den Förderbanken
Nach enormen Antragsvolumen im Jahr der Finanz– und Wirtschaftkrise sinken die Fallzahlen seit diesem Frühjahr. Für Guy Selbherr ist dies ein Zeichen für die wirtschaftliche Erholung bei den Unternehmen im Land. Die baden-württembergischen IHKs machten deutlich, dass aktuell zwar keine allgemeine Kreditklemme besteht, dass aber die Vorfinanzierung von Aufträgen und die Liquiditätsversorgung eine der zentralen Herausforderungen der Unternehmen im Land darstellt.
Die baden-württembergischen Hauptgeschäftsführer lobten die gute Zusammenarbeit mit den Förderbanken des Landes und machen sich dafür stark, dass die in der Finanzkrise eingeführten Verbesserungen bei der Vergabe öffentlicher Programme, auch künftig beibehalten werden. Kritisch bewerten die Chefs der baden-württembergischen IHKs den vom Bundeswirtschaftsministerium ins Leben gerufenen Kreditmediator, der zwischen Unternehmen und Banken vermitteln soll. Die Nachfrage im Land tendiert gegen Null. Stattdessen, so die Forderung der
IHK–Chefs, sollen bewährte Instrumente wie die Betriebsberatungen bei den Kammern, die Runden Tische sowie Turn-Around-Beratungen der KfW und landeseigene Beratungsangebote genutzt werden.
Im Mittelpunkt des Gedankenaustausches mit
Dr. Martin Wansleben, Chef des Deutschen Industrie– und Handelskammertages, stand das Thema Verkehrsinfrastruktur. Hier sehen die baden-württembergischen IHKs besondere Herausforderungen im Bereich der Finanzierung von künftigen Infrastrukturvorhaben. Vor dem Hintergrund notwendiger Spar-anstrengungen dürfen die Unternehmen nicht von ihren lebenswichtigen logistischen Lebensadern abgeschnitten werden.
Die IHKs fordern die Politik auf, auch künftig dem Bereich Infrastruktur in seinen gesamten Facetten von den digitalen Datenleitungen, über die Schieneninfrastruktur bis hin zu Verkehrsprojekten eine hohe Priorität einzuräumen.
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