Der 25-jährige Danilo Plessow ist ein weltweit gefragter DJ und House-Produzent und derzeit mit seinem Projekt MCDE erfolgreich
Die Musik hat schon immer eine große Rolle im Leben von Danilo Plessow gespielt. Sechs Jahre alt war er, als er angefangen hat, Schlagzeug zu spielen. Von der siebten bis zur zehnten Klasse gehörte Plessow der Jazz-Big-Band des Parler-Gymnasiums an. Heute arbeitet er als DJ – und das weltweit.
SCHWÄBISCH GMÜND
(nb). Liest oder hört man von ihm, dann ist oftmals von einem Stuttgarter die Rede. Schon in jungen Jahren sei er oft in der Landeshauptstadt gewesen und habe dort Platten aufgelegt, erklärt der
25-Jährige im Gespräch mit der Rems-Zeitung.
Nach dem Abitur am Wirtschaftsgymnasium nahm er endgültig Abschied von der Stauferstadt und wohnte fortan in Stuttgart. Er wollte seinen Traum vom DJ-Dasein leben. Ein Traum, der für viele schnell ausgeträumt ist. Nicht für Danilo Plessow. Er hat es geschafft. Er lebt von der Musik und gilt als Riesentalent.
Der Gmünder ist längst kein Unbekannter mehr im Musikgeschäft und als DJ weltweit gefragt. Allein in diesem Monat stehen Auftritte in San Francisco, Los Angeles, London, Paris und Dublin an. So richtig in die Gänge kam das ganze mit Plessows Projekt „Motor City Drum Ensemble“ (MCDE). Dahinter verbergen sich nicht etwa einige Musiker, die sich zusammengetan haben, um ihrer Leidenschaft nachzugehen, sondern einfach nur der Produzent Danilo Plessow und seine „Geräte“, wie er sagt. Geräte, mit denen er sich schon in jungen Jahren vertraut gemacht hat. So hat er bereits mit elf Jahren angefangen, Musik am Computer zu produzieren. Einflüsse aus Jazz, Soul, Funk, Hip Hop und House waren zu hören. Mit
16 Jahren schickte er ein Demo an das Label Pulver Records Stuttgart. Ein Plattenvertrag und unzählige Auftritte folgten. Als Inverse Cinematics, Hipster Wonkaz und Aphro Pzyko veröffentlichte er Platten und war innerhalb kürzester Zeit sehr gefragt.
Als er im vergangenen Jahr für eine renommierte Internet-Seite den passenden Sound beisteuerte, nahmen auch die Anfragen aus dem Ausland zu. England, Amerika, Japan und Australien – Plessov hat in seinen jungen Jahren schon viel von der Welt gesehen. Zwischenzeitlich habe er sich ein globales Netzwerk aufgebaut, erzählt er. Einen anderen Beruf auszuüben, kann er sich nicht vorstellen. Der
25-Jährige spricht von Berufung. „Wenn man einmal gesehen hat, wie spannend die Arbeit als DJ sein kann, dann möchte man das nicht mehr missen.“ Zudem mache es Spaß, kreativ zu sein. Mit MCDE hat sich Danilo Plessow dem Genre „House“ (Deep House/Disco House/Funky House) verschrieben und ist sehr erfolgreich damit. Längst hat der Gmünder einen Agenten, der die zahlreichen Anfragen entgegennimmt und die Auftritte koordiniert. Fünf– bis sechsmal im Monat legt der junge Mann auf. Und es sind nicht wenige Label– und Promoter-Anfragen, die sein Agent ablehnen muss. Aus Zeitmangel. Doch auch wenn die vielen Reisen extrem stressig seien, sammle man doch gleichzeitig viele positive Eindrücke, so Plessow, der es in nächster Zeit „etwas ruhiger“ angehen lassen möchte. Ins Auge gefasst hat er Auftritte innerhalb Europas und ein neues Album. Ganz so ruhig wird es dann also doch nicht.
Bei all dem Eifer ist er sich dessen bewusst, „dass man nicht bis ins hohe Alter als DJ arbeiten kann“. Der
25-Jährige, der in diesen Tagen von Stuttgart nach Köln zieht, kann sich aber gut vorstellen, später Musik für Werbespots zu produzieren. Ein Hirngespinst? Eher nicht, schließlich durfte Plessow schon die Werbespot-Musik für Hugo Boss produzieren. Man wird sicherlich noch viel hören und lesen von ihm – dem Gmünder.
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