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» Schwäbisch Gmünd | Donnerstag, 02. September 2010

Stadt– und Forstverwaltung wollen sich am beliebten Aussichtspunkt verstärkt um freie Sicht auf die Stadt bemühen

Gemeinsam bemühen sich derzeit Stadt– und Forstverwaltung um eine Verbesserung der vielbeklagten Situation am beliebten Aussichtspunkt Lindenfirst. Diesem wird auch für die Landesgartenschau eine ganz zentrale Bedeutung zugesprochen.

SCHWÄBISCH GMÜND (hs). Spaziergänger und Wanderer kommen schon seit vielen Generationen ins Schwärmen, wenn sie nach steilem Aufstieg vom Taubental oder vom Kaffeeberg dort oben unter schattigen Laubbäumen und über den Dächern von Schwäbisch Gmünd verweilen. Es öffnet sich nicht nur der Blick auf die Altstadt mit allen ihren Kirchen und Türmen, sondern links und rechts weit ins Remstal hinein, dazu hinüber zur Schwäbischen Alb und zu den Dreikaiserbergen Stuifen, Rechberg und Hohenstaufen. Doch in den letzten Jahren wich diese Begeisterung Verärgerung und Enttäuschung. Die Schutzhütte mit ihren Sitzgelegenheiten darin und davor befand sich zusehends in einem erbärmlichen Zustand. Mehrfach wurde an ihr schon gezündelt. Dazu kam der Umstand, dass der mächtige Baumbewuchs auf beiden Seiten und direkt unterhalb der Aussichtsplattform mehr und mehr den Panoramablick beeinträchtigte. Während noch bis vor einigen Jahren der Blick auf den Marktplatz möglich war, kann der Betrachter jetzt nur noch erahnen und hören, wenn dort unten Feste und Umzüge stattfinden.
Nicht zu vergessen: Der Lindenfirst ist bei den Jahrgangsfeiern im Juni und Juli ja „Stationierungsort der städtischen Artillerie“, um – der Choreografie der AGV–Umzüge folgend – die Festteilnehmer punktgenau mit Salutschüssen zu ehren. Dies wickelte der Kanonier in früheren Zeiten in Sichtverbindung zum Festgeschehen ab. Heute ist dies nur noch via Funkgerät und Handykontakt möglich.
Doch es tut sich Erfreuliches: In den letzten Tagen und Wochen bekam die Schutzhütte einen neuen Anstrich. Auch die Sitzgelegenheiten werden renoviert. Manches Bauteil der hölzernen Konstruktionen musste ersetzt werden. Die Hoffnung der vielen Spaziergänger und Wanderer: Hoffentlich wissen das alle und vor allem auch die nächtlichen Besucher am Lindenfirst zu schätzen, so dass fortan blinde Zerstörungswut und Verschmutzungen unterbleiben. Vor einigen Jahren hatte sich auch schon die Friedensschule im Rahmen einer Patenschaftsaktion um den Lindenfirst bemüht. Rathaus-​Pressesprecher Markus Herrmann unterstreicht: Grundsätzlich freue man sich ja über alle Besucher auf dem Lindenfirst, die dort gerne auch ein Festle feiern. Doch alle mögen diesem idyllischen Ort entsprechende Wertschätzung zuteil werden lassen. Wie Herrmann weiter berichtet, finden derzeit Abstimmungen zwischen Stadt– und Forstverwaltung statt mit dem Ziel, den Baumbestand zugunsten einer besseren Aussicht auszulichten. Die Stadt sei auch auf das Mittun von privaten Grundstückseigentümern angewiesen. Denn hauptsächlich seien es Bäume auf deren Flächen, welche die Sicht auf die Altstadt versperren.
Der Lindenfirst sei ja jetzt schon die erste Adresse, wenn man Besuchern der Stadt eine tolle Aussicht auf die Stadt gewähren möchte. Folglich werde der Aussichtspunkt Lindenfirst auch im Rahmen der Landesgartenschauplanung noch ganz gewiss viel Beachtung und Gestaltungsideen finden.
 

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