Auf dem Waldstetter Schlatthof fand das Togo-Fest statt /Seit 15 Jahren kommt unmittelbare Hilfe aus Waldstetten
Vor fünfzehn Jahren rief die Familie Weber vom Waldstetter Schlatthof den Verein „Hilfe für Togo e.V.“ ins Leben, der sich seit dieser Zeit zu einer großen Hilfsorganisation in unserem Raum für Togo, die ehemalige deutsche Kolonie, entwickelt hat.
WALDSTETTEN (kos). Seit der Gründung wird auch jedes Jahr auf dem Schlatthof ein Fest gefeiert, dessen Erlös Hilfsprojekten in Togo zugute kommt. Inzwischen zählt der seit
1994 bestehende Verein weit über hundert Mitglieder und viele Helfer und Freunde. Auch dieses Jahr hat der Verein schon Container mit Hilfsgütern nach Togo geschickt, und ein Besuch in diesem afrikanischen Land steht in diesem Herbst noch an. Dann geht es auch um ein Schulprojekt und eine Krankenstation. Verbunden mit dem Togo-Fest am Wochenende war auf dem nahen Wiesengelände am Samstag das Drachenfliegerfest der Gmünder Drachenflieger. Am Samstagabend ging es dann im Festzelt bei der Party mit Musik der „Madows“ und einem Showprogramm so richtig rund. Dabei konnten auch die Gewinner des Maibaumfestes ihre Preise in Empfang nehmen. Um die Trophäe entgegen zu nehmen, war Heuchlingens Bürgermeister Peter Lang eigens mit seiner Freiwilligen Feuerwehr angereist. Danach führten gekonnt mit Witz und Charme Anja Weber und Verena Beck durch den Wettbewerb zum Mister Maibaum. Der Titel des Mister Maibaum bleibt in Wißgoldingen. Sieger ist Thomas Schäfer, der alle gestellten Fragen beantworten und Fertigkeiten vom Maßkrugstemmen, Wissenstest in Bezug auf die Region, Feuerwehr, Maibaum und Togo, Texten eines Vierzeilers sowie Sägen eines Stammes für sich entscheiden konnte.
Der Sonntag begann mit einem ökumenischen Gottesdienst im großen Festzelt, zu dem auch in diesem Jahr die „All Voices“ aus Waldstetten die Musik machten. Pastoralreferent Hans-Josef Miller von der katholischen Kirche und Pfarrer Krieg von der evangelischen Gemeinde hielten ihn. Dabei wurde auf die Wichtigkeit dieser Hilfe für Togo hingewiesen und auf das erfreuliche bürgerschaftliches Engagement hingewiesen.
Unterhaltung war danach angesagt. Dazu trug auch das Seniorenorchester des Ostalbkreises bei. Jung und Alt konnten sich auf dem Schlatthof dabei an vielen Attraktionen auf dem Schlatthof erfreuen, zu dem auch dieses Jahr wieder etliche Schlepper-Oldtimer-Treffen herausgeputzt angetuckert waren. Der Togo-Basar fand gleichfalls großen Anklang, wie auch die wieder gute Bewirtung. Natürlich konnte man auch den Schlatthof besichtigen und sich über das bäuerliche Leben schlau machen. Zuschauen konnte man beim Korbflechten und auch dabei, wie Seile gemacht werden. Die Kinder hatten ebenfalls bei vielen Dingen ihren Spaß. Die Veranstalter durften sich freuen, dass viele Besucher kamen. Denn der Verein ist nach wie vor neben dem Einsatz der Mitglieder und Förderer auch auf Spenden angewiesen, damit er sein Engagement in der ehemaligen deutschen Kolonie weiter führen kann. Das ist vielleicht auch deshalb wichtig, weil sich vor rund hundert Jahren die deutschen Kolonialherren nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben.
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