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» Sport | Montag, 06. September 2010

Normannia muss in Villingen auf Bergheim und Molinari verzichten und gewinnt mit 2:0 (0:0)

Wieder einmal kein Spiel für schwache Nerven, doch eine bärenstarke Normannia-​Elf setzte sich gegen ein kämpferisch und läuferisches Klasseteam aus Villingen im Stil einer Spitzenmannschaft durch und entführte mit dem 2:0-Erfolg aus dem Villinger Friedengrund drei Punkte, die die Normannia auf Grund des besseren Torverhältnisses auf Platz zwei katapultieren. Von Claus-​Jörg Krischke

FUSSBALL. Bislang hatte Normannia Chefanweiser Helmut Dietterle die Qual der Wahl in der Offensive und Personalprobleme in der Defensive. Am Freitag beim Abschlusstraining zeichnete sich eine Trendwende ab: Beni Molinari fehlte wegen eines eingeklemmten Nervs, während sich in der Abwehr neben Cassio da Silva auch noch Kersten Göhl und Alex Kasunic wieder zurückmeldeten. Dass alle personellen und taktischen Vorgaben Makulatur werden sollte, zeigte sich am Samstagvormittag, als sich auch Bergheim für das Villinger-​Spiel kurzfristig abmelden musste.
Auf der Fahrt nach Villingen tüftelte Helmut Dietterle eine Strategie ohne seinen Paradesturm aus. Manuel Grampes als einzige echte Sturmspitze sollte es im Benehmen mit den Außenbahnspielern des Mittelfelds und der Abwehrreihe richten. Ein Unterfangen, dass anfangs noch gewisse Probleme aufzeigte, aber mit zunehmender Spieldauer den Normannen eine gewisse Dominanz im Mittelfeld erbrachte, aus der immer wieder gute Kombinationen gegen den das Villinger Tor generiert wurden, die zweimal auch erfolgreich umgesetzt wurden.
Da aber die bis dato unbesiegten Villinger ebenfalls mit breiter Brust und einem immensen Tempo das Spiel angingen, entwickelte sich ein abwechslungsreiches und spannendes Spiel, bei dem beide Mannschaften mit offenem Visier kämpften. Die Villinger mit Kraft und Tempo anrennend, die Gmünder mit guter Organisation und spielerisch dagegenhaltend.
Auf Villinger Seite war es vornehmlich Mario Ketterer, der auf seiner linken Außenbahn unermüdlich marschierte und Flanken in den Strafraum schlug, die als Adressaten meist Benedikt Haibt fanden. Doch da die Normannia insgesamt gut stand und die FCN–Abwehr hochkonzentriert zu Werke ging und sich keine Fehler erlaubte, hatten es die Villinger Angreifer bei aller Wucht, die in die Angriffe gelegt wurden, schwer, einen Abschluss zu finden. Fanden sie die Lücke, war Matze Gruca wie gewohnt zur Stelle und hielt die „Null“ für seine Mannschaft fest.
In diese geballten Angriffe der Gastgeber setzten die Normannen immer wieder technisch versiert und spielerisch gekonnte Nadelstiche. Da zudem die Mittelfeldspieler keinen Ball verloren gaben, konnten die Gäste auch immer wieder die Angriffsbemühungen der 08er in deren Hälfte abfangen und ihrerseits sehenswerte Angriffe starten.
Mit einer optischen Überlegenheit und einem Chancenplus für Villingen ging es torlos in die Kabinen. Helmut Dietterle ließ Faruk Civelek in der Kabine und brachte Ralph Molner im Mittelfeld, der dem Offensivspiel der Normannia positive Impulse bescherte und die Villinger Defensive ordentlich beschäftigte. So konnte z.B. Ketterer keine gefährlichen Sturmläufe vor das gegnerische Tor riskieren. In der zweiten Hälfte war es dagegen Mansuroglu, der auf seiner rechten Seite gehörig wirbelte, aber lediglich in der 56. Minute wurde es gefährlich, als er sich durchsetzte und abzog, doch Matthias Gruca im Gmünder Tor war auf dem Posten. Auf der Gegenseite häuften sich nun die Gmünder Möglichkeiten. Schon in der 48. Minute hatte Giuseppe Catizone einen Abspielfehler der 08er ausgenutzt, Ertac Seskir auf die Reise geschickt, Tormann Miletic hatte große Probleme mit dem knallharten Schuss des Gmünder Mittelfeldspielers.
Zehn Minuten später spielte Ertac Seskir Ralph Molner herrlich frei, der aber seine Riesenchance aus halbrechter Position nicht nutzen konnte. Doch nur zwei Zeigerumdrehungen später wurden die Gmünder belohnt. Manuel Grampes und Giuseppe Catizone kombinierten sich auf der linken Seite durch die Villinger Abwehr, der Ball kam zu Ertac Seskir, der wartete, schaute und dann überlegt das 1:0 erzielte. Villingen rannte nun mit dem Mute der Verzweiflung an, konnte aber bis auf die 81. Minute, als eine Art Dauerbeschuss des Gmünder Tors stattfand, keine echte Torchance mehr verzeichnen, während auf Gmünder Seiten Ralph Molner und Manuel Grampes zwei Konterchancen nicht verwandeln konnten.
In der Nachspielzeit mussten die Gmünder nochmals kräftig durchatmen, denn Haibt donnerte gefährlich scharf den Ball aufs Gmünder Tor, aber auch nur ganz knapp vorbei. Für die endgültige Entscheidung sorgte Robin Tolbert in der dritten Nachspielminute mit seinem ersten Oberligator. Giuseppe Catizone hatte von links vorbereitet und Robin Tolbert verwandelte mit seinem zweiten Versuch zum 2:0-Endstand für die Gmünder
Schiedsrichter: Martin Petersen (Leinfelden)
Zuschauer: 650
FC Normannia: Gruca, da Silva Civelek (46. Molner), Fröhlich, Glück, Mangold, Greco, Catizone, Faber( 86.Tolbert),Seskir (78. Kasunic) Grampes,
FC 08 Villingen: Miletic, Maus, Bea, D‘Ìncau, Mansuroglu, Weißhaar, Rudy, Knackmuß, Plavci 73. Yahyaijan), Ketterer, Haibt
 

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