Studienfahrt des Rosenstein-Gymnasiums nach Berchtesgaden
Am Rosenstein-Gymnasium Heubach fand eine Studienfahrt mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt statt. 49 Schülerinnen und Schüler der Stufe 10 erkundeten an fünf Tagen in München, Berchtesgaden und Salzburg Museen, technische Einrichtungen und sehenswerte Naturlandschaften.
HEUBACH (rogy). Gleich am ersten Tag machte die Gruppe – begleitet von den Lehrer(inne)n Kessler, Proske und Rößling – Station im Deutschen Museum München. Neben den vielen Dauerausstellungen und Sammlungen zu den verschiedensten Themen aus Naturwissenschaft und Technik war die Sonderausstellung „Mensch-Mikrobe“ besonders interessant. Hier konnte man sich über Viren, Bakterien und Pilze, deren Ausbreitung und Bekämpfung informieren.
Am darauffolgenden Dienstag stand am Vormittag die Besichtigung des Salzbergwerks Berchtesgaden auf dem Programm. Zu den Höhepunkten der dortigen Führung gehörten sicherlich die Fahrt mit der Grubenbahn, eine Rutschpartie auf der Bergmannsrutsche und die Bootsfahrt über einen unterirdischen Salzsolesee. Tief unter der Erde konnte man Interessantes über die Bedeutung und Verwendung von Salzen sowie über das Verfahren des „Nassabbaus“ mit Hilfe von Bohrspülwerken erfahren.
Den Nachmittag verbrachten die Schüler im nahen Salzburg. Ob Aquarien, Reptilienzoo, Eiszeit oder experimentieren im Science Center, im „Haus der Natur“ wurde es niemandem langweilig. Im Anschluss an den Museumsbesuch blieb sogar noch Zeit für einen Bummel durch die Mozartstadt.
Zu den größten Eishöhlen weltweit gehört die
42 Kilometer lange Eisriesenwelt bei Werfen im Tennengebirge, deren Besuch am dritten Exkursionstag im Mittelpunkt stand. Nach einer Stunde Fußmarsch und drei Minuten Seilbahnfahrt war der in zirka
1600 Meter Höhe gelegene Höhleneingang erreicht. Zumindest kurz konnte man von dort oben das atemberaubende Alpenpanorama an einem ansonsten regnerischen und trüben Tag genießen. Danach waren beim Schein von Karbidlampen und glühenden Magnesiumstäben
1400 Stufen zu überwinden, um die gigantischen, in Jahrhunderten gewachsenen Eisskulpturen betrachten zu können.
Auf dem Rückweg zur Jugendherberge Berchtesgaden wurde noch an der Bob– und Rodelbahn am Königssee Station gemacht, der ältesten und somit auch ersten Kunsteisbahn auf der Welt, die erst
2010 mit Blick auf die Olympiabewerbung Münchens instandgesetzt wurde. Nach einem kurzen Aufstieg bis zum Damenstart, hatten die Schüler Gelegenheit beim Training der Rennrodler zuzusehen.
Auf großes Interesse stieß die Führung im Dokumentationszentrum Obersalzberg am vorletzten Tag der Studienfahrt. Über den Wolken hatte man hier eine tolle Aussicht auf die Berchtesgadener Alpen mit Untersberg, Hochkalter und Watzmann.
Kaum vorstellbar, dass Adolf Hitler und seine Handlanger an diesem Ort den verheerendsten Krieg der Menschheitsgeschichte und die Vernichtung anderer Völker geplant haben. Bedrückend war die Stimmung im Videoraum des Bunkers als unkommentierte Filmaufnahmen die Schrecken von Krieg und Verfolgung zeigten. Körperlich und geistig gefordert wurden die Schüler bei der anschließenden zweistündigen Wanderung durch die malerische Almbachklamm. An verschiedenen Wegpunkten, die man mit Hilfe eines GPS-Geräts ablaufen musste (Geocaching), erhielt man Informationen über den Zielort, der auch von allen erreicht wurde.
Nach anstrengender Wanderung konnte sich die Gruppe in den Solebecken der nahegelegenen Watzmanntherme erholen. Den abschließenden Höhepunkt bildete auf der Rückfahrt die Besichtigung des Münchener Flughafens, dem zweitgrößten in Deutschland, der nicht nur Verkehrsknotenpunkt ist sondern auch eine eigene Stadt und Arbeitgeber für über
30 000 Beschäftigte.
Während der gesamten Studienfahrt wurden jeden Abend Kurzreferate gehalten, deren Vorbereitung bereits in der Schule erfolgte. Die Themenpalette reichte von der Watzmannlegende über den Salzabbau bis hin zum Dopplereffekt.
Kommentare
Neuen Kommentar hinzufügen