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» Sport | Samstag, 09. April 2011

Schießen: Der Schützenverein Göggingen nimmt seit Jahren eine führende Rolle ein

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In einer komfortablen Situation befinden sich die Verantwortlichen des Schützenvereins Göggingen. Beklagte Kreisoberschützenmeister Heinz Streit beim Schützentag noch Sorgen im Nachwuchsbereich, so müssen die Gögginger sich darüber kaum Gedanken machen. Zahlreiche Jugendliche finden sich zu den Trainingseinheiten ein und werden für ihre Mühen mit Erfolgen belohnt.

Von Patrick Tannhäuser
Seit vielen Jahren haben sich die Verantwortlichen um den 1. Vorsitzenden Norbert Meßner, der sich bei der gestrigen Generalversammlung des Vereins nach zwei Jahrzehnten nicht mehr zur Verfügung stellte, intensiv der Jugendarbeit verschrieben. Jahr für Jahr werden die Gögginger für diese Arbeit belohnt. Zum einen durch Erfolge im Jugendbereich, und zum anderen durch eine hohe Anzahl an Mitgliedern. Weit über 300 Mitglieder zählt der Gögginger Klub und ist damit nicht nur mit Abstand der größte im Schützenkreis, sondern auch auf Verbandsebene braucht sich der SVG nicht verstecken. Zehn Luftgewehr-​, drei Luftpistole– und fünf Kleinkaliber-​Mannschaften schicken die Gögginger im Ligaalltag ins Rennen. Die Teams rekrutieren sich fast nur aus Schützen, die den Sport schon in Kindesbeinen in Göggingen gelernt haben.
Kein Wunder, dass sich die Arbeit der Trainer und Nachwuchsbetreuer vor allen Dingen in der Jugendliga bezahlt macht. Die ersten beiden Mannschaften der Gögginger dominierten in der gerade beendeten Saison einmal mehr und distanzierten die Konkurrenz mehr als deutlich. Göggingen I kam auf 9092 und Göggingen II auf 8734 Ringe. Erst danach folgt der Nachwuchs des SV Waldstetten an dritter Position mit 8615 Ringen. Fest in Gögginger Hand war auch die Einzelwertung der Jugendliga. Unter den ersten Acht befinden sich gleich sechs SVG–Schützen. Nur Verena Kießling (SKam Oberböbingen) als Drittplatzierte und Julia Adamowitsch (SV Brainkofen) als Fünfte konnten in diese Phalanx einbrechen. Am zielsichersten war René Reupke, der fast auf 384 Ringe im Schnitt brachte – ein sehr guter Wert. Allerdings profitierte er auch davon, dass seine Teamkollegin Carina Schwenger einen Wettkampf in dieser Saison auslassen musste und deshalb nicht im Kampf um Platz eins mitmischen konnte. Die Vormachtstellung der Gögginger Jungschützen zeigt sich aber nicht nur bei den Mannschaftswettkämpfen, sondern auch bei den Einzelmeisterschaften. „Wir sind seit über einem Jahr im Jugendbereich auf Kreisebene dominant“, bestätigen Meßner und sein Stellvertreter Friedrich Reupke. Beide führen nicht nur den Verein, sondern engagieren sich auch als Trainer in der Jugendarbeit. Einige Talente gingen schon durch ihre Schule. So auch Robin Bleicher und Lukas Meßner, die beide im Landeskader stehen und regelmäßig in den Schwarzwald ins Trainingszentrum nach Dachtel fahren. Im Landesleistungszentrum in Pforzheim verbringt René Reupke jedes dritte oder vierte Wochenende. Vor ihm durften schon die Geschwister Carina und Manuel Schwenger dort trainieren.
Nachwuchssorgen müssen sich die Gögginger nicht machen. Seit vielen Jahren gibt es eine Kooperation mit der Realschule Leinzell, im Sommerferienprogramm der Gemeinde engagiert sich der Klub und darüber hinaus locken die Verantwortlichen über persönliche Ansprache die Jugendlichen ins Schützenhaus. „Wer nach einem Jahr noch dabei ist, der bleibt auch“, berichtet Meßner von seinen Erfahrungswerten. Gut umsorgt wird der Nachwuchs beim SVG. Dafür sorgen zwischen fünf und zehn Trainer, die mit Lizenzen ausgestattet sind. Auch hier sind Meßner und Reupke darauf bedacht junge Leute für die Ausbildung zu gewinnen. So sind Carina und Manuel Schwenger, Patrick Meßner sowie Michael Peischl schon im Besitz der Jugendbasislizenz. „Sie sind alle erst um die 20 Jahre“, ist Meßner stolz darauf, dass seine Jungschützen im Trainingsbetrieb bereit sind Verantwortung zu übernehmen. Positive Veränderung bemerkt Meßner bei seinen Nachwuchsschützen, die regelmäßig zu den Übungseinheiten erscheinen. „Zappelphilippe werden richtig ruhig“, so der scheidende Vorsitzende. Die Feinmotorik wird geschult und die Konzentrationsfähigkeit erhöht sich durch das stetige Üben. „Viele sind sogar in der Schule besser geworden“, erklärt Meßner. Die richtige Technik wird im Training geschult und vor allen Dingen auf den sorgfältigen sowie verantwortungsbewussten Umgang mit den Sportgeräten achten die Gögginger sehr. Der Charakter muss stimmen, sonst kann es durchaus auch einmal sein, dass jemand wieder nach Hause geschickt wird. „Wir sind nicht im Wilden Westen. Disziplin ist uns sehr wichtig. Die bei uns sind, sind besonnen“, so Meßner.
Nur noch zwei Talentzentren des Württembergischen Schützenverbandes gibt es im Bezirk Mittelschwaben. Eines davon in Göggingen. Jeden Montag ab 18 Uhr finden sich talentierte Nachwuchsschützen im Schützenhaus des SV Göggingen zum gemeinsamen Training ein. Unter der Obhut von Friedrich Reupke und Matthias Röger werden wöchentlich die größten Talente aus dem Bezirk zusätzlich gefördert. In Göggingen herrschen für diese Arbeit perfekte Bedingungen. Immer wieder investierten die SVGler in den Ausbau ihre Anlage Zeit und Geld. Seit anderthalb Jahren können sie auch 20 elektronische Anlagen ihr Eigen nennen. „Es braucht einfach Macher“, nennt Meßner den Grund, warum der Klub so vieles bewegt hat in den letzten Jahren und Jahrzehnten. Größenwahnsinnig werden die Gögginger allerdings nicht und bleiben stets ihrer Philosophie treu. Nur mit Eigengewächsen wird in den Mannschaften geschossen, deshalb sind die Verantwortlichen auch sehr stolz darauf mit der ersten Kleinkaliber-​Mannschaft in der Landesliga und dem ersten Luftgewehr-​Team in der Württembergliga vertreten zu sein. „Das ist das Äußerste, mehr geht nicht“, sagt Meßner. Sollte ein Talent, wie zum Beispiel Manuel Schwenger, dem Meßner gutes Regionalligaformat bescheinigt, mal in einer höheren Liga für einen anderen Verein schießen wollen, ist das für Meßner auch kein Problem. „Man muss ihn dann gehen lassen und darf nicht böse sein. Irgendwann kommt derjenige wieder zurück.“
Dass die Jugend im Gögginger Schützenverein einen hohen Stellenwert genießt, ist auch auf Verbands– und Bezirksebene nicht verborgen geblieben. So wurde den Göggingern schon mehrfach der Christian-​Ruoff-​Preis vom Bezirk Mittelschwaben übergeben. Zudem wurde dem Verein einige Male der Anerkennungspreis für gute Jugendarbeit beim Landesjugendtag überreicht.

Weitere Informationen über die Möglichkeit von Schnuppertrainingseinheiten erteilt der 1. Jugendleiter Dieter Veit unter der Telefonnummer (0 71 75) 89 76. Das Jugendtraining findet jeweils freitags von 18 bis 19 Uhr statt. Im Internet ist der Schützenverein Göggingen unter www​.schuet​zen​verein​-goeg​gin​gen​.de zu finden.

 

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