Saisonaler Anstieg der Arbeitslosigkeit in Ostwürttemberg: Arbeitslosenquote wieder über 4,0 Prozent
In Ostwürttemberg waren insgesamt 9.457 Personen und damit 517 mehr als im Dezember arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,2 auf 4,1 Prozent. Vor einem Jahr lag sie noch bei 4,9 Prozent.
OSTWÜRTTEMBERG. In Baden-Württemberg fiel der Anstieg der Arbeitslosenquote deutlicher aus. Die Quote stieg um
0,
4 Prozentpunkte von
3,
7 Prozent auf
4,
1 Prozent. Die Arbeitslosenquote in Ostwürttemberg liegt damit im Landesdurchschnitt.
Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist im Januar nochmals zurückgegangen. Dem Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Aalen wurden
794 neue Stellen gemeldet, das sind
133 weniger als im Vormonat.
In Kürze: Im Januar ist die Zahl der Arbeitslosen um
517 auf
9457 gestiegen, das sind freilich
1930, sprich
16,
9 Prozent weniger als im Januar
2011.
Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) erhöhte sich die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen im Vergleich zum Dezember um
750 auf
4.
534 Personen. Im Bereich der Grundsicherung (SGB II, auch Alg II oder früher Hartz IV genannt) sank die Zahl der Personen um
233 auf
4923 Arbeitslose.
Damit liegt der Anteil der Arbeitslosen aus dem SGB III-Bereich bei
47,
9 Prozent, der des Alg II-Bereichs bei
52,
1 Prozent.
Auf die einzelnen Landkreise verteilen sich die Zahlen wie folgt:
Im Ostalbkreis sind
6139 Personen arbeitslos gemeldet, das entspricht einer Quote von
3,
8 Prozent (Vormonat
3,
6 Prozent). Hiervon werden
3034 Personen von der Arbeitsagentur (SGB III) und
3.
105 Personen vom Jobcenter Ostalbkreis (SGB II) betreut. Im Landkreis Heidenheim sind
3.
318 Personen arbeitslos, dies entspricht einer Quote von
4,
9 Prozent (Vormonat
4,
6 Prozent); bei der Arbeitsagentur sind
1500 Personen und beim Jobcenter Heidenheim
1818 Personen arbeitslos gemeldet.
Zunahme in den
schwierigeren Bereichen
Die Arbeitslosigkeit der unter
25-Jährigen ist um
122 Personen auf
729 Personen angestiegen. Der Anteil der jugendlichen Arbeitslosen an allen Arbeitslosen liegt diesen Monat bei
7,
7 Prozent.
1806 Ausländer sind arbeitslos;
51 mehr als im Dezember. Diese Personengruppe hat einen Anteil von
19,
1 Prozent an allen Arbeitslosen.
Die Zahl der
50-jährigen und älteren Arbeitslosen ist ebenfalls angestiegen und zwar um
81 auf
3.
597 Personen. Der Anteil der Älteren liegt bei
38 Prozent.
Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen sank um
38 Personen auf
558. Der Gesamtanteil liegt jetzt bei
5,
9 Prozent.
794 neue Stellen wurden dem Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit im Januar gemeldet; das sind
133 Stellen oder
14,
3 Prozent weniger als im Dezember. Zur Vermittlung stehen dem Arbeitgeberservice immer noch
3.
621 Stellen zur Verfügung;
778 Stellen oder
27,
4 Prozent mehr als im Januar letzten Jahres.
47,
9 Prozent der Stellenangebote werden von Zeitarbeitsfirmen angeboten.
Arbeitsmarkt nach Geschäftsstellen: In der Hauptagentur Aalen sind
2179 Arbeitslose gemeldet, das sind
168 mehr als im Dezember. Damit ergibt sich eine Arbeitslosenquote von
3,
8 Prozent (Vormonat
3,
5 Prozent). In Bopfingen sind
587 Personen arbeitslos, das sind
11 Personen mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote steigt auf
4,
3 Prozent (Vormonat
4,
2 Prozent). Im Geschäftsstellenbereich Ellwangen gibt es
520 Arbeitslose,
58 mehr als im Dezember. Hier erhöht sich die Arbeitslosenquote von
2,
1 Prozent auf
2,
3 Prozent. Insgesamt
89 Arbeitslose mehr und damit
2853 Arbeitslose sind in Schwäbisch Gmünd gemeldet. Hier stieg die Arbeitslosenquote um
0,
1 auf
4,
1 Prozent.
Heidenheim hat
3318 gemeldete Arbeitslose, das sind
191 arbeitslos gemeldete Personen mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote der Geschäftsstelle ging von
4,
6 Prozent auf
4,
9 Prozent.
Grundsätzlich wird im gesamten Wirkungsbereich der Agentur für Arbeit eine positive Bilanz gezogen. „Sowohl der Anstieg der Arbeitslosigkeit, wie auch der schwächere Stellenzugang sind normale saisonale Entwicklungen. Zum Jahresende laufen viele befristete Arbeitsverträge aus und es erfolgen quartalsmäßige Kündigungen. Während im Bereich der Arbeitslosenversicherung die Arbeitslosigkeit anstieg, nahm sie im Bereich der Grundsicherung ab. Dies ist ein Indiz dafür, dass der Arbeitsmarkt nach wie vor gut und stabil ist. Wir haben einen guten Stellenbestand. In den Monaten November bis Januar ist der Stellenzugang immer verhalten. Im Februar und März wird sich die Arbeitskräftenachfrage wieder verstärken und wir werden mehr Menschen in Arbeit bringen können. Die Arbeitslosigkeit in Ostwürttemberg wird wieder zurück gehen“, so Peter Baur, Leiter der Agentur für Arbeit Aale
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