Cornelius Römer: Starke Leistung eines jungen Physik-Talents
Cornelius Römer war auf der dritten Auswahlrunde für die Internatonale Physik-Olympiade (IPhO) im Göttinger DLR-Institut und erreichte bei 51 Teilnehmern den insgesamt dritten Platz. Damit zählt er zu „Deutschlands besten Physik-Talenten“.
SCHWÄBISCH GMÜND
(pm). Deutschlands beste Nachwuchsphysiker traten dieser Tage am Deutschen Zentrum für Luft– und Raumfahrt (DLR) in Göttingen im Auswahlverfahren für die Internationale Physik-Olympiade
2012 gegeneinander an. Die
51 Schülerinnen und Schüler im Alter von
15 bis
19 Jahren hatten sich unter bundesweit mehr als
500 Kandidaten qualifiziert. Im DLR mussten die Schüler ihre Fähigkeiten in theoretischen und experimentellen Klausuren unter Beweis stellen. Die fünf Besten reisen im Juli nach Tallin, Estland, um auf der
43. Internationalen Physik-Olympiade gegen Schüler aus über
80 anderen Ländern für Deutschland anzutreten.
Neben den Klausuren erwarteten die Kandidaten Seminare, Exkursionen und Einblicke in die Forschungsarbeit am DLR Göttingen. So lernten die Schüler beispielsweise, wie ein Hubschrauber funktioniert, wie man den Auftrieb eines Flugzeuges messen kann, oder sie bauten selbst einen Windkanal. „Es gibt keinen passenderen Ort für eine Physik-Olympiade als Göttingen“, sagte
Prof. Joachim Block, Leiter der DLR-Standorte Göttingen und Braunschweig, bei der Siegerehrung. Die Internationale Physik-Olympiade fördert die Interessen und Kenntnisse in Physik besonders begabter Schülerinnen und Schüler und bietet ihnen frühzeitig die Möglichkeit, auf nationaler und internationaler Ebene fachliche Kontakte zu knüpfen. Jedes Teilnehmerland entsendet ein Team aus bis zu fünf Olympioniken, die einzeln in Klausuren antreten. Cornelius Römer ist
17 Jahre alt, besucht seit zwei Jahren das Landesgymnasium für Hochbegabte in Schwäbisch Gmünd (
LGH) und wohnt im zugehörigen Internat. Davor war er am Johannes-Kepler-Gymnasium in Weil der Stadt, an dem sein Interesse für Naturwissenschaft und Technik geweckt wurde. Sein Lehrer Jürgen Gerisch begeisterte ihn damals für Roboter. Infolge dessen nahm der junge Mann erfolgreich am RoboCup Junior, einem Wettbewerb für Roboterfußball teil.
2011 wurde er mit seinem Team Deutscher Meister und nahm zweimal an den Weltmeisterschaften teil, in Suzhou, China sowie im türkischen Istanbul.
Am
LGH begeisterte sein Lehrer
Dr. Albert Oganian ihn dann für die theoretischen Disziplinen Physik und Mathematik. Neben der Physik-Olympiade, bei der er bereits im Vorjahr – wie jetzt wieder – Landessieger Baden-Württembergs wurde, nimmt er auch am Bundeswettbewerb Mathematik teil: Am
13. und
14. Februar stellt er sich der Bundesrunde in Höchst im Kolloquium jeweils einem Mathematik-Professor und –Lehrer. Damit ist es freilich nicht getan. Der begabte Schüler ist auch an Philosophie, Politik und Wirtschaft interessiert und Redakteur der Schülerzeitung. Er ist nunmehr in der
12. Klasse und schreibt im März Abitur.
Von der Physik-Olympiade berichtet Cornelius Römer: „
515 Schüler haben Lösungen für die erste Runde eingereicht. Von diesen qualifizierten sich
309 für die zweite Runde, die wie die erste Runde aus Fragen bestand, die zu Hause bearbeitet werden mussten. Die
51 Besten qualifizierten sich schließlich für die dritte Runde in Göttingen. Dort wurden insgesamt vier dreistündige Klausuren zu experimentellen und theoretischen Fragestellungen geschrieben.“
Bei diesen Klausuren belegte Cornelius nun den dritten Platz. Die vierte Runde wird vom
10. bis zum
15. April am Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY) in Hamburg mit den besten
15 der dritten Runde stattfinden. Dort gilt es dann erneut, vier diesmal noch schwierigere Klausuren zu absolvieren. Die besten Fünf qualifizieren sich dann schlussendlich für die Internationale Physik-Olympiade in Estland, die im Sommer stattfindet. Cornelius will dabei sein.
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