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» Schwäbisch Gmünd | Donnerstag, 02. Februar 2012

Biergarten im Gespräch

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Die geplante Einrichtung eines Biergartens auf dem Zeiselberg hat sich zu einem Stadtgespräch entwickelt. Bürgermeister Bläse dankte den Beteiligten der Idee. Es gibt aber auch Bedenken.

Stadtrat Alexander Schenk (Bündnis90/​Die Grünen) hat in der jüngsten Sitzung des Verwaltungsausschusses die geplante Einrichtung eines Biergartens auf dem Aussichtsplateau des Zeiselbergs kritisiert. Es müsse doch nicht sein, „dass wir nun jede Ecke unserer Stadt kommerzialisieren“. Schenk befürchtet Konflikte durch die Biergartenbesucher, besonders wenn die dort oben mit ihren Pkw parken.
Bürgermeister Dr. Joachim Bläse wehrte sich gegen diese Bedenken bereits im Vorfeld des zunächst ja nur als Versuch angelegten Projekts. „Wir wollen es in diesem Jahr des Stadtjubiläums einfach mal testen, wie Bürger und Besucher eine solchen Einrichtung annehmen.“ Er dankte den Beteiligten der Idee (Hirschrauerei Heubach, Wirt Johannes Barth und Landesgartenschau GmbH) und erklärte seine Erwartung, dass durch eine verstärkte soziale Kontrolle bei einem geselligen Biergartenmiteinander die Situation auf dem Zeiselberg sogar verbessert werde. Denn es gebe immer wieder Klagen und Beobachtungen zu wilden Saufgelagen, die auf dem Berg stattfinden.
Manfred Maile, Geschäftsführer der Landesgartenschau, fügte im Gespräch mit der Rems-​Zeitung die wichtige Information hinzu: Es werde keinesfalls einen Parkplatz auf dem Zeiselberg geben, weil man glaube, dass die Biergartenbesucher gerne den kleinen Spaziergang von der Innenstadt hinauf auf den Aussichtsberg unternehmen wollen.

 

Kommentare

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  1. Zu meiner Kritik....
    Meine Kritik bezog sich im Grundsatz gegen den allgemeinen Trend jede idyllische Ecke in u. an der Altstadt "der Allgemeinheit" zu entziehen. Darf man in Zukunft den Blick auf die Stadt nur noch genießen können, wenn man sich ein Bier kauft?
    Die Gemengelage in der "City", in der Bewohner mit Einzelhandel, Gastronomen, Touristen, Dienstleister, Shopping-Tourer, starkes Verkehrsaufkommen usw. eng verwoben sind, ist immer wieder angespannt u. beengend. Freiräume wie es die meisten Gmünder aus ihren Stadtteilen kennen, oder ihre dortige "selbstbestimmende" Kommunalpolitik durch den Ortschaftsrat haben insbesondere die Innenstadtbewohner nicht. - Ansonsten ermahnte ich die Verwaltung ein schlüssiges Zufahrt- u. Parkkonzept mit dem potenziellen Betreiber zu verhandeln, denn der Zeiselberg ist durch steile u. enge Straßen mit vielen Fußgänger und den Anwohnerbedürfnissen kaum anfahrbar. - Darüber hinaus ist der Lärmschutz für die von mehreren Hauptstraßen geplagte Wohnbebauung zu beachten!
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