Heubacher Kinderfasching im Evangelischen Gemeindehaus
Wenn die Heubacher Schlosshexen ohne ihre Maske das Haus verlassen, dann weiß ein jeder, dass eine ganz besondere Veranstaltung stattfindet: der Heubacher Kinderfasching. Denn nur den Kleinsten ist es vorbehalten, die Hexen ganz „ungeschminkt“ zu sehen. Auch, weil man den Kindern keine Angst einjagen möchte.
Schon seit Jahren hat es in Heubach Tradition, dass immer am Rosenmontag in der Stadthalle der Kinderfasching stattfindet. Dass man dieses Mal ins Evangelische Gemeindehaus ausweichen musste, trübte die Laune kein bisschen. Beim Tanzen und Singen standen die Prinzessinnen, Cowboys, Clowns und die übrige Fasnetsgesellschaft den Großen in nichts nach. Der Auftritt der Kindergarde aus Göggingen und der Stöpselgarde aus Böbingen trugen zur guten Laune bei und einzig der Auftritt der Heubacher Mondstupfler war es, der ein klein wenig traurig stimmte. Traurig, weil dieser Auftritt den Abschluss des gestrigen Kinderfaschings bildete und die Kleinen wissen, dass sie nun wieder ein Jahr warten müssen. Die Eindrücke jedenfalls könnten nicht besser sein. Vor allem die Hexen, die alles andere als garstig und hässlich sind, werden den Kindern in guter Erinnerung bleiben.
Dafür nahmen Oberhexe Heidi Deininger und die anderen Schlosshexen gerne in Kauf, dass sie im Anschluss an den Kinderfasching alle Hände voll zu tun hatten – so blieben ihnen nur zweieinhalb Stunden Zeit, um das Gemeindehaus für das Fest am Abend herzurichten. Eine Aufgabe, die sie – ganz ohne Zauberspruch – bestens meisterten.
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