20 Jahre HGV Böbingen und Beteiligung am ELISA-Projekt
Hans Schaile, der Vorsitzende des Handels– und Gewerbevereins Böbingen, konnte am Samstagabend mehr als drei Viertel der insgesamt 49 Mitglieder zur Hauptversammlung des Vereins im Restaurant „Schweizerhof“ begrüßen. Sie waren nicht nur gekommen um die Berichte der Vorstandschaft zu hören, sondern auch um im Rahmen eines unterhaltsamen Festabends das 20-jährige Bestehen des HGV Böbingen zu feiern.
BÖBINGEN (dw).
Mit
16 Mitgliedern wurde der
HGV unter dem Vorsitzenden Walter Kaltenbach im Dezember
1992 gegründet – mit dem Ziel, der Leistungsfähigkeit der Böbinger Gewerbetreibenden eine bessere Außenwirkung zu verschaffen und um sich beim Wettbewerb mit anderen gegenseitig zu unterstützen. Der breiten Bevölkerung bekannt ist der Böbinger Maimarkt, der eine Plattform für viele Mitglieder des
HGV bietet und inzwischen zum festen Jahresprogramm in Böbingen gehört.
Hans Schaile blickte in seinem Jahresbericht zurück auf das Jahr
2011 und konnte bekanntgeben, dass mit der Fahrschule Armin Jäkel und mit der Firma Getränke Barthle-Blum
GmbH zwei neue Mitglieder aufgenommen werden konnten. Als sehr gelungen bezeichnete er die
50-seitige bebilderte Broschüre „Böbingen im Team“, die in einer Auflage von
3000 Stück herausgegeben und an alle Böbinger Haushaltungen verteilt wurde.
Für den Maimarkt am
20. Mai
2012 kündigte er an, dass es dabei zwei Schwerpunkte geben wird: zum einen das
100-jährige Jubiläum der Metzgerei Widmann und zum anderen die Präsentation des innovativen Projekts „ELISA“ , für das die Kooperation beschlossen wurde und zu dem der Böbinger Arzt
Dr. Peter Högerle nähere Auskünfte gab.
Zunächst aber ergriff Bürgermeister Jürgen Stempfle das Wort und bedankte sich bei allen Anwesenden für die Mitarbeit beim
HGV, die gute Gemeinschaft sei ein Impulsgeber und eine Bereicherung für die Gemeinde. Gerne wolle die Gemeinde diesen aktiven Verein mit seinen Gewerbetreibenden unterstützen bei dem Bestreben die Kaufkraft am Ort zu halten und die Versorgung sowie den Erhalt und die Schaffung von Arbeitsplätzen zu sichern. So freue er sich, betonte Stempfle, dass sich im Verlauf des Jahres
2012 mit einem
REWE–Lebensmittelmarkt wieder ein Vollsortimenter am Ort ansiedeln wolle. Der Böbinger
HGV habe dafür den Anstoß gegeben. Weiter führte er aus, dass bestehende und neue Betriebe im laufenden Jahr insgesamt acht Millionen Euro zu investieren bereit sind. Der Anteil an der Gewerbesteuer von
700 000 Euro für die Gemeinde sei ein Betrag der Böbingen weiterhilft die Infrastruktur zu entwickeln.
Als neue Ziele sieht der Böbinger Bürgermeister die Erweiterung des Gewerbegebietes und die Schaffung von Arbeitsplätzen, vor allem für Frauen. Hier sei es der Gemeinde gelungen vorbereitende Maßnahmen zu treffen, damit in Kürze eine schnellere Internetverbindung angeboten werden kann, zur Unterstützung von Heimarbeitsplätzen, die auf diese Art der Kommunikation angewiesen sind. Außerdem zeigte sich Jürgen Stempfle sehr erfreut darüber, dass der Böbinger
HGV künftig nach Gemeinsamkeiten mit Heubacher Betrieben suchen will.
Gerhard Friedrich von der Raiffeisenbank Rosenstein ist Kassier des
HGV und konnte von einem ausgeglichenen Kassenstand berichten. Der langjährige frühere Vorsitzende Rudi Kaufmann, der eigens aus Gundelfingen gekommen war, nahm die Entlastung der Vorstandschaft und des Kassierers vor und leitete die Wahlen. Zügig wurden Vorsitzender Hans Schaile, seine Stellvertreterin Gaby Boigner, Kassierer Gerhard Friedrich und die Ausschussmitglieder Joschi Apprich, Gaby Thimm, Helmut Scharfenecker und Tobias Widmann wiedergewählt.
500 Euro überreichte Hans Schaile im Auftrag des
HGV an
Dr. Peter Högerle für das Projekt ELISA. Der Böbinger Arzt hat gemeinsam mit Uwe Winkow dieses Projekt entwickelt, mit dem ein verbindliches Netzwerk geschaffen werden soll damit Menschen, die so lange wie möglich zu Hause leben möchten, versorgt werden können. „Dazu brauchen wir Sie als
HGV“, so
Dr. Högerle, denn es geht um ein Zusammenspiel von Fachpflege, Handel, Handwerk, Dienstleistung und Telekommunikation. Auf diese Weise soll ein Betreutes Wohnen zuhause gesichert werden, das Wohnen ohne Barrieren gehört ebenso dazu wie die Versorgung mit Lebensmitteln oder die Kommunikation via Internet mit Pflegekräften, Ärzten oder der Familie. So soll ein Notruf möglich sein oder auch ganz einfach eine Bedarfsanmeldung.
Dr. Högerle sieht die Vernetzung als ein Gebot der Zeit und als einen Gewinn für die Gemeinde. Mit diesem ehrgeizigen Projekt wird Böbingen eine Vorreiterrolle spielen, die auch für andere Gemeinden interessant sein könnte, ist sich der Arzt sicher. Mit professionellen, aber auch ehrenamtlichen Kräften soll am Böbinger Seniorenzentrum eine Geschäftsstelle eingerichtet werden.
Dr. Högerle bedankte sich beim
HGV für die Unterstützung von ELISA von Beginn an und ist sich sicher, „der Bedarf ist groß“ und meint weiter „mit diesem Projekt planen wir unsere eigene Zukunft“.
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