Faschingsumzug in Mögglingen
Nach 2009 haben die Remsgöckel heuer wieder einen großen Faschingsumzug auf die Beine gestellt, der sich mit fast 40 Gruppen sehen lassen konnte – zumal mehrere große Umzugswagen zum Gaudiwurm gehörten und die Blicke der vielen Zuschauer auf sich zogen.
Von Gerold Bauer
MÖGGLINGEN. Während ein eisiger Wind um die Häuser pfiff, schlängelte sich eine Karawane gut gelaunter Närrinnen und Narren vom Bahnhof zur Mackilohalle. Tausende von Menschen säumten die Straßen, um den Faschingsgesellschaften, Karnevalsvereinen, Narrenzünften, Hexengruppen und Guggenmusikern zuzuwinken und ihre Narren-Rufe zu erwidern. Ob „Helau Mögglau“, „Wäschgölt Ahoi“, „Stuifa Hau“ oder „Bergochs Muh“ – das Volk ließ sich nicht zweimal bitten und wurde dafür mit dem klassischen Bonbon-Regen, Popcorn-Tüten oder einem „Schnäpsle“ belohnt.
Zur guten Stimmung trugen nicht zuletzt die vielen Musikgruppen bei, die trotz von der Kälte steif gewordener Finger einen langen Atem bewiesen, um mit Pauken und Trompeten gute Laune zu verbreiten. Immerhin boten die Guggen-Kostüme reichlich Gelegenheit, um unter der farbigen Außenhaut noch eine dicke Isolierschicht zu verstecken. Bei den Fußgruppen im dicken Bärenfell oder Federkleid war der Kälteschutz ohnehin kein Thema. Die Gardemädchen sorgten mit rhythmischen Schritten und hohen Knieaktionen dafür, dass ihre Beine trotz der dünnen Feinstrumpfhosen nicht zu Eiszapfen wurden. Selbst die ganz kleinen Funkenmariechen marschierten tapfer mit. Kindergarten-Kinder spielten mit ihren Kostümen aus Müll auf die Präsenz die
GOA auf dem „Ellert“ an.
Im Gegensatz zu den großen Umzügen in Köln oder Düsseldorf blieb die Politik gestern in Mögglingen außen vor. Abgesehen von kleinen Anspielungen standen gute Laune und die Lust am Feiern bei der Gestaltung der Umzugswagen im Vordergrund. Dazu hatten sich die Vereine einiges einfallen lassen. Ein
AGV zum Beispiel inszenierte sich selbst als menschliches Flugzeug, der „Club
72“ beleuchtete auf
40 Metern die
40-jährige Vereinsgeschichte und der Schultes bekam einen neuen „Dienstwagen“.
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