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Lokalnachrichten

» Schwäbisch Gmünd | Mittwoch, 08. Februar 2012

Staatssekretär Dr. Frank Mentrup diskutiert an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd über aktuelle Projekte

Staatssekretär Dr. Frank Mentrup, MdL, vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-​Württemberg, besuchte auf Einladung der Rektorin Prof. Dr. Astrid Beckmann die Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von der PH präsentierten Mentrup und seiner persönlichen Referentin, der Sprachwissenschaftlerin Dr. Dorothee Schlegel, aktuelle Projekte und Projektideen zu wichtigen aktuellen Bildungsfragen in Bereichen wie Sprachförderung, Bildungs-​Netzwerke, Integration durch Bildung und Gemeinschaftsschule und diskutierten mit dem Staatssekretär sowie dem Gmünder Bürgermeister Dr. Joachim Bläse und dem Leiter des Amtes für Bildung und Sport, Klaus Arnholdt, Möglichkeiten zur kooperativen Lösung der anstehenden Herausforderungen.
Die Stadt und die PH arbeiten hier bereits eng zusammen, häufig in Kooperation mit anderen Einrichtungen und Kommunen Ostwürttembergs. In einem Modellvorhaben, dem Projekt „Ressourcenorientierte Bildungs-​Netzwerke für Familien mit jungen Kindern im sozialen Nahraum“, versuchen PH und Stadt ein Bildungs-​Netzwerk einzurichten, um vorhandene Angebote sinnvoll zu bündeln und die Erreichbarkeit von Familien, die bisher noch keine Förderangebote angenommen haben, zu verbessern. Prof. Dr. Dagmar Kasüschke erläuterte, dass sich durch das Netzwerk eine hohe Attraktivität des Ostalbkreises für Familien mit Kindern durch eine gute Infrastruktur in Bezug auf Familie und Arbeit ergeben würde. Sie legte ein Konzept zur wissenschaftlichen Begleitung von der Entwicklung über die Umsetzung bis zur Evaluation vor. Da koordinierte Bildungs-​Netzwerkarbeit bisher die Ausnahme ist, besitzt das Projekt wichtigen Modellcharakter für andere Regionen.
Anknüpfend an einen Besuch des Staatssekretärs im Kinderhaus Kunterbunt (dei RZ berichtete bereits), stellte die Akademische Mitarbeiterin Heidi Schertel-​Helf das von ihr entwickelte Sprachförderkonzept vor, nach dem im Regionalverbund Sprachförderung mit den Städten Schwäbisch Gmünd, Aalen und Heidenheim gearbeitet wird. Kernpunkte sind die Unterstützung des Erst– und Zweitspracherwerbs und Prävention von Spracherwerbsschwierigkeiten mit den langfristigen Zielen der Entfaltung der Person, Chancenvergleichbarkeit und Integration. Grundlage des Konzepts ist die alltagsintegrierte Sprachförderung, d.h. eine Sprachförderung, die im normalen Kindergartenalltag stattfindet.
Das Sprachfördermodell wird laufend anhand der neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse weiterentwickelt. Gertrud Kern, Mitarbeiterin im Regionalverbund, der als Vorreitermodell bezeichnet werden kann, leitet das auf dem Modell aufbauende Zertifikatsstudium für Erzieherinnen und gab einen Einblick in die Umsetzung. Neben den theoretischen Themen zu Spracherwerb, Sprachstandsbestimmung und Sprachförderung, Schriftspracherwerb, phonologische Bewusstheit usw. spielen die praktische Arbeit mit Kindern und regelmäßige Treffen des Lenkungskreises Sprachpädagogik eine wichtige Rolle in der Qualifizierung der Erzieherinnen.
An Schüler richten sich die seit vielen Jahren an der PH Schwäbisch Gmünd durchgeführten und mit hohen Drittmitteln geförderten Mercator-​Projekte zur Integration durch Bildung. In diesem Programm konnten schon viele hundert Studierende zu Förderlehrerinnen und –lehrern ausgebildet werden, wovon gerade die Region sehr profitiert, wie Leiterin der Abteilung Cultural Studies und Studiengangsleiterin im internationalen Doppelmasterprogramm Interkulturalität und Integration Prof. Dr. Maria Brunner berichtete. Aus der Begleitforschung sind bereits verschiedene Doktorarbeiten hervorgegangen. Eine aktuelle Promotion befasst sich mit dem Aspekt Deutsch als Zweitsprache.
In der abschließenden Präsentation machte Dekanin Prof. Dr. Marita Kampshoff ein differenziert durchdachtes Angebot zur wissenschaftlichen Begleitforschung an der PH Schwäbisch Gmünd zum Thema Gemeinschaftsschulen im Ostalbkreis. Das neue Vorhaben der Landesregierung hat viele Emotionen geweckt und erfordert gerade deshalb eine neutrale wissenschaftliche Begleitung. Die PH Schwäbisch Gmünd hat dafür die Expertise und bietet sich auch vor dem Hintergrund, dass sich mehrere Modellschulen in der Nähe befinden, besonders dafür an.
Dr. Mentrup zeigte sich sehr interessiert und beeindruckte durch seinen tiefen Einblick in die verschiedenen Themen, insbesondere bei der Sprachförderung. Mentrup betonte: „Die Sprach– und Sprechentwicklung eines jeden Kindes ist aufs engste mit einer guten Sprachförderung im Alltagsgeschehen verbunden und sollte daher so ganzheitlich wie möglich geschehen. Die motorische, soziale und sprachliche Entwicklung stehen dabei in einem untrennbaren Zusammenhang.“
Von dem Besuch konnte er die Erkenntnis mitnehmen, dass an der PH Schwäbisch Gmünd eine interessante und vorbildliche Expertise vorhanden ist und engagierte Kolleginnen und Kollegen zur Kooperation zur Verfügung stehen. Auch auf Grund der bereits vorhandenen lokalen und regionalen Vernetzung und der enormen Bedeutung der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd als Hochschule außerhalb der Ballungsgebiete für die Bildungs– und Wissenschaftsversorgung bietet sie sich als erfahrene und solide Kooperationspartnerin in aktuellen Vorhaben und den wichtigen Zukunftsfeldern an. Weitere Gespräche zur Vertiefung der Kooperationsideen folgen in den nächsten Monaten.

 

Lokalnachrichten

» Schwäbisch Gmünd | Mittwoch, 08. Februar 2012

Staatssekretär Dr. Frank Mentrup diskutiert an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd über aktuelle Projekte

Staatssekretär Dr. Frank Mentrup, MdL, vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-​Württemberg, besuchte auf Einladung der Rektorin Prof. Dr. Astrid Beckmann die Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von der PH präsentierten Mentrup und seiner persönlichen Referentin, der Sprachwissenschaftlerin Dr. Dorothee Schlegel, aktuelle Projekte und Projektideen zu wichtigen aktuellen Bildungsfragen in Bereichen wie Sprachförderung, Bildungs-​Netzwerke, Integration durch Bildung und Gemeinschaftsschule und diskutierten mit dem Staatssekretär sowie dem Gmünder Bürgermeister Dr. Joachim Bläse und dem Leiter des Amtes für Bildung und Sport, Klaus Arnholdt, Möglichkeiten zur kooperativen Lösung der anstehenden Herausforderungen.
Die Stadt und die PH arbeiten hier bereits eng zusammen, häufig in Kooperation mit anderen Einrichtungen und Kommunen Ostwürttembergs. In einem Modellvorhaben, dem Projekt „Ressourcenorientierte Bildungs-​Netzwerke für Familien mit jungen Kindern im sozialen Nahraum“, versuchen PH und Stadt ein Bildungs-​Netzwerk einzurichten, um vorhandene Angebote sinnvoll zu bündeln und die Erreichbarkeit von Familien, die bisher noch keine Förderangebote angenommen haben, zu verbessern. Prof. Dr. Dagmar Kasüschke erläuterte, dass sich durch das Netzwerk eine hohe Attraktivität des Ostalbkreises für Familien mit Kindern durch eine gute Infrastruktur in Bezug auf Familie und Arbeit ergeben würde. Sie legte ein Konzept zur wissenschaftlichen Begleitung von der Entwicklung über die Umsetzung bis zur Evaluation vor. Da koordinierte Bildungs-​Netzwerkarbeit bisher die Ausnahme ist, besitzt das Projekt wichtigen Modellcharakter für andere Regionen.
Anknüpfend an einen Besuch des Staatssekretärs im Kinderhaus Kunterbunt (dei RZ berichtete bereits), stellte die Akademische Mitarbeiterin Heidi Schertel-​Helf das von ihr entwickelte Sprachförderkonzept vor, nach dem im Regionalverbund Sprachförderung mit den Städten Schwäbisch Gmünd, Aalen und Heidenheim gearbeitet wird. Kernpunkte sind die Unterstützung des Erst– und Zweitspracherwerbs und Prävention von Spracherwerbsschwierigkeiten mit den langfristigen Zielen der Entfaltung der Person, Chancenvergleichbarkeit und Integration. Grundlage des Konzepts ist die alltagsintegrierte Sprachförderung, d.h. eine Sprachförderung, die im normalen Kindergartenalltag stattfindet.
Das Sprachfördermodell wird laufend anhand der neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse weiterentwickelt. Gertrud Kern, Mitarbeiterin im Regionalverbund, der als Vorreitermodell bezeichnet werden kann, leitet das auf dem Modell aufbauende Zertifikatsstudium für Erzieherinnen und gab einen Einblick in die Umsetzung. Neben den theoretischen Themen zu Spracherwerb, Sprachstandsbestimmung und Sprachförderung, Schriftspracherwerb, phonologische Bewusstheit usw. spielen die praktische Arbeit mit Kindern und regelmäßige Treffen des Lenkungskreises Sprachpädagogik eine wichtige Rolle in der Qualifizierung der Erzieherinnen.
An Schüler richten sich die seit vielen Jahren an der PH Schwäbisch Gmünd durchgeführten und mit hohen Drittmitteln geförderten Mercator-​Projekte zur Integration durch Bildung. In diesem Programm konnten schon viele hundert Studierende zu Förderlehrerinnen und –lehrern ausgebildet werden, wovon gerade die Region sehr profitiert, wie Leiterin der Abteilung Cultural Studies und Studiengangsleiterin im internationalen Doppelmasterprogramm Interkulturalität und Integration Prof. Dr. Maria Brunner berichtete. Aus der Begleitforschung sind bereits verschiedene Doktorarbeiten hervorgegangen. Eine aktuelle Promotion befasst sich mit dem Aspekt Deutsch als Zweitsprache.
In der abschließenden Präsentation machte Dekanin Prof. Dr. Marita Kampshoff ein differenziert durchdachtes Angebot zur wissenschaftlichen Begleitforschung an der PH Schwäbisch Gmünd zum Thema Gemeinschaftsschulen im Ostalbkreis. Das neue Vorhaben der Landesregierung hat viele Emotionen geweckt und erfordert gerade deshalb eine neutrale wissenschaftliche Begleitung. Die PH Schwäbisch Gmünd hat dafür die Expertise und bietet sich auch vor dem Hintergrund, dass sich mehrere Modellschulen in der Nähe befinden, besonders dafür an.
Dr. Mentrup zeigte sich sehr interessiert und beeindruckte durch seinen tiefen Einblick in die verschiedenen Themen, insbesondere bei der Sprachförderung. Mentrup betonte: „Die Sprach– und Sprechentwicklung eines jeden Kindes ist aufs engste mit einer guten Sprachförderung im Alltagsgeschehen verbunden und sollte daher so ganzheitlich wie möglich geschehen. Die motorische, soziale und sprachliche Entwicklung stehen dabei in einem untrennbaren Zusammenhang.“
Von dem Besuch konnte er die Erkenntnis mitnehmen, dass an der PH Schwäbisch Gmünd eine interessante und vorbildliche Expertise vorhanden ist und engagierte Kolleginnen und Kollegen zur Kooperation zur Verfügung stehen. Auch auf Grund der bereits vorhandenen lokalen und regionalen Vernetzung und der enormen Bedeutung der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd als Hochschule außerhalb der Ballungsgebiete für die Bildungs– und Wissenschaftsversorgung bietet sie sich als erfahrene und solide Kooperationspartnerin in aktuellen Vorhaben und den wichtigen Zukunftsfeldern an. Weitere Gespräche zur Vertiefung der Kooperationsideen folgen in den nächsten Monaten.