Sonntag, 26. Juni 2016

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Lokalnachrichten

» Ostalbkreis | Montag, 07. Mai 2012

Historische Feuerwehrübung zur Rettung der Durlanger „Krone“ im Rahmen des Jubiläums

Galerie (3 Bilder)

Das war perfektes Timing. Zuerst hatte der Regen am Samstagnachmittag aufgehört, dann hieß es beim Durlanger Feuerwehrfest „Wasser marsch“, bevor es dann nach einer spannenden und fröhlichen Löschaktion wieder gewaltig von oben herab kübelte.

 
Von Brigitte Düppe
DURLANGEN. Jetzt weiß man endlich, woher dieser Ausdruck „wie in Kübeln“ kommt. Anschaulich zeigte diese historische Übung der Wehren Täferrot, Spraitbach und Ruppertshofen, dass kein einziger Tropfen Wasser früher verspritzt werden konnte, ohne dass der Spritzenwagen nicht ständig mit Kübeln aufgefüllt werden musste. Und da waren oft lange Kübel-​Menschenketten nötig, um von den Brunnen oder dem Feuersee für Nachschub zu sorgen. Heiße, trockene Sommer und eisige Winter taten ihr Übriges, um es den Feuerwehrmännern schwer zu machen. Wenn diese Wagen erzählen könnten! Erst seit 1932 gibt es in Durlangen das Leitungswassernetz.
„S’brennt, s’ brennt, aufgeregt rannte der Dorfbüttel alias ehemaliger Kommandant Adolf Gottwald mit der Glocke durch die Kronengasse. Das Wirtshaus galt es zu retten. Im Nu hatten sich die Spritzenwagen – von Hand gezogen – in Stellung gebracht.
Aber vor dem Spritzen kam das Pumpen. Davon, dass das ganz schön kräfte– zehrend sein kann, überzeugten sich auch interessierte oder dazu „verdonnerte“ Zuschauer. Eine Person musste außerdem aus dem Obergeschoss mit einer Leiter aus dem Jahr 1930 gerettet werden. Alles wurde vom stellvertretenden Kommandanten Wilfried Kramer sachkundig kommentiert. Am Ende war die Krone gerettet und die Wagen aus den Jahren 1844 (Täferrot), 1889 (Spraitbach) und 1893 (Ruppertshofen) samt Mannschaften hatten hervorragend funktioniert.
Von 18821932 hatte es eine Pflichtfeuerwehr gegeben, erst danach wurde sie freiwillig, wobei Durlangen heute mit 57 Aktiven, 15 in der Jugend und 10 in der Abteilung der Älteren richtig gut aufgestellt ist. Außerdem ist es inzwischen auch für Mädchen und junge Frauen richtig cool, bei der Feuerwehr zu sein.
Innerhalb des Festprogramm zu 125 Jahren Feuerwehr und 650 Jahren Durlangen war diese historische Schau eine klitschnasse Riesengaudi, sowohl für die Aktiven als auch für so manchen der zahlreichen Zuschauer.
 

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Das war perfektes Timing. Zuerst hatte der Regen am Samstagnachmittag aufgehört, dann hieß es beim Durlanger Feuerwehrfest „Wasser marsch“, bevor es dann nach einer spannenden und fröhlichen Löschaktion wieder gewaltig von oben herab kübelte.

 
Von Brigitte Düppe
DURLANGEN. Jetzt weiß man endlich, woher dieser Ausdruck „wie in Kübeln“ kommt. Anschaulich zeigte diese historische Übung der Wehren Täferrot, Spraitbach und Ruppertshofen, dass kein einziger Tropfen Wasser früher verspritzt werden konnte, ohne dass der Spritzenwagen nicht ständig mit Kübeln aufgefüllt werden musste. Und da waren oft lange Kübel-​Menschenketten nötig, um von den Brunnen oder dem Feuersee für Nachschub zu sorgen. Heiße, trockene Sommer und eisige Winter taten ihr Übriges, um es den Feuerwehrmännern schwer zu machen. Wenn diese Wagen erzählen könnten! Erst seit 1932 gibt es in Durlangen das Leitungswassernetz.
„S’brennt, s’ brennt, aufgeregt rannte der Dorfbüttel alias ehemaliger Kommandant Adolf Gottwald mit der Glocke durch die Kronengasse. Das Wirtshaus galt es zu retten. Im Nu hatten sich die Spritzenwagen – von Hand gezogen – in Stellung gebracht.
Aber vor dem Spritzen kam das Pumpen. Davon, dass das ganz schön kräfte– zehrend sein kann, überzeugten sich auch interessierte oder dazu „verdonnerte“ Zuschauer. Eine Person musste außerdem aus dem Obergeschoss mit einer Leiter aus dem Jahr 1930 gerettet werden. Alles wurde vom stellvertretenden Kommandanten Wilfried Kramer sachkundig kommentiert. Am Ende war die Krone gerettet und die Wagen aus den Jahren 1844 (Täferrot), 1889 (Spraitbach) und 1893 (Ruppertshofen) samt Mannschaften hatten hervorragend funktioniert.
Von 18821932 hatte es eine Pflichtfeuerwehr gegeben, erst danach wurde sie freiwillig, wobei Durlangen heute mit 57 Aktiven, 15 in der Jugend und 10 in der Abteilung der Älteren richtig gut aufgestellt ist. Außerdem ist es inzwischen auch für Mädchen und junge Frauen richtig cool, bei der Feuerwehr zu sein.
Innerhalb des Festprogramm zu 125 Jahren Feuerwehr und 650 Jahren Durlangen war diese historische Schau eine klitschnasse Riesengaudi, sowohl für die Aktiven als auch für so manchen der zahlreichen Zuschauer.
 

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