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» Sport | Montag, 28. Oktober 2013

23. Albmarathon, 50 Kilometer: Interview mit dem neuen Rekordläufer Christian Seiler und der überlegenen Siegerin Anja Maurer

Galerie (2 Bilder)

14 Jahre lang hielt der Rekord des Abonnement-​Siegers Jürgen Wieser (3:12:48 Stunden), ehe ihn Christian Seiler mit einer Verbesserung um mehr als fünf Minuten auf 3:07:25 pulverisierte. Glanzvoll war auch der Sieg von Anja Maurer in 3:58:34.

Was haben Sie gedacht, als Sie im Ziel waren?
Christian Seiler: Das war ein überwältigendes Gefühl. Ich habe bei diesem schweren Rennen den Rekord deutlich überboten, gegen diese Zeit bin ich von Anfang an angelaufen. Diese 50 Kilometer haben mir alles abverlangt, ich bin einfach nur happy, es geschafft zu haben.
Anja Maurer: Damit habe ich nie gerechnet, hier gewinnen zu können. Ein Sieg beim ersten Ultramarathon in diesem Jahr war nicht zu erwarten. Vor allem, weil ich vor vier Wochen den Berlin-​Marathon gelaufen bin und mich kurzfristig entschlossen habe, hier mitzulaufen.
Haben Sie eine besondere Taktik gehabt?
Christian Seiler: Ich habe versucht, zunächst locker und kontrolliert zu laufen. Die erste Hälfte war schwer, im letzten Drittel ging es dann nur noch darum, im Hinblick auf den Rekord eine gute Zeit herauszulaufen. Die Hälfte der Strecke absolvierte ich in 1:36 Stunden, so wusste ich, dass ich im Plan bin. Der neue Streckenrekord war mein angestrebtes Ziel, ich habe meine Taktik gut umgesetzt.
Anja Maurer: Karin Kern ist das Rennen sehr flott angegangen, das war mir am Anfang einen Tick zu schnell. Ich habe sie erst einmal laufen lassen, um mich für die restlichen 40 Kilometer bewusst zu schonen. Ich bin locker weitergelaufen, habe mich während des weiteren Laufes gut gefühlt und bin gut ins Ziel gekommen.
Wie hat Ihnen das Streckenprofil gefallen, was ist das Spezielle am Alb-​Marathon?
Christian Seiler: Der Lauf hat von allem etwas. Es geht bergauf, bergab, ist aber auch flach. Die drei schwierigen Steigungen haben es in sich. Ich habe aber nicht unbedingt bergauf, sondern vor allem bergab das Tempo erhöht. Diese Strecke war für mich absolutes Neuland, weshalb ich zu 100 Prozent zufrieden bin. Das Profil ist aber ähnlich wie meine Trainingsstrecken in Thüringen. Der Alb-​Marathon ist ein klasse Lauf, der längst ein großes Renommee in der Läuferszene hat.
Anja Maurer: Die drei Berge und die vielen Höhenmeter sind schon sehr anstrengend. Die Landschaft macht natürlich viel aus. Nachdem man letztes Jahr wegen des Schnees und Nebels davon leider nicht viel mitbekommen hatte, musste ich nochmal herkommen, um mehr sehen zu können. Das Schöne im Vergleich zu anderen Landschaftsläufen ist, dass man hier auch durch die Stadt läuft.
Ihre Zeit war in Ordnung?
Christian Seiler: Ich hatte mir vorgenommen, etwa um die 3:05 Stunden zu laufen. Dass ich jetzt den Rekord um fünf Minuten unterboten habe, ist schon eine Überraschung.
Anja Maurer: Ich bin das erste Mal hier die 50 Kilometer gelaufen, davor waren es immer die 25 Kilometer. Deshalb hatte ich keine Zeit im Kopf, an der ich mich orientieren konnte oder die ich mir vorgenommen hatte. Ich bin unter vier Stunden geblieben, das ist eine Zeit, mit der ich zufrieden sein kann.
Welche Bedeutung hat dieser Sieg für Sie?
Christian Seiler: Das ist schon etwas Besonderes für mich. Ich bin vor allem sehr froh über den neuen Streckenrekord. Mein Saisonhöhepunkt war die Titelverteidigung beim Thüringer Rennsteiglauf, weshalb ich hier zum Saisonabschluss auch recht entspannt antreten konnte.
Anja Maurer: Ich freue mich riesig, hier gewonnen zu haben. Das ist ein Highlight für mich, weil ich einfach nicht damit gerechnet habe und die schöne Landschaft dieses Laufes heraussticht.
Werden Sie nächstes Jahr wieder nach Schwäbisch Gmünd kommen, um Ihren Titel zu verteidigen?
Christian Seiler: Vielleicht sehen wir uns hier nächstes Jahr wieder, vielleicht aber auch nicht, mal sehen. Ich plane die Rennen von Jahr zu Jahr und möchte immer wieder mal was Neues machen. Außerdem bin ich als Ingenieur in der Entwicklung beruflich sehr eingespannt und viel unterwegs. Das schränkt mich schon etwas ein.
Anja Maurer: Das kann gut sein, dass ich wieder hierher komme. Ich weiß es noch nicht sicher, weil ich noch keine Pläne für das nächste Jahr gemacht habe. Sicher ist nur: Ich möchte dort laufen, wo es mir besonders Spaß macht. Und hier in Schwäbisch Gmünd hat es mir in diesem Jahr sehr viel Spaß gemacht.

 
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23. Albmarathon, 50 Kilometer: Interview mit dem neuen Rekordläufer Christian Seiler und der überlegenen Siegerin Anja Maurer

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14 Jahre lang hielt der Rekord des Abonnement-​Siegers Jürgen Wieser (3:12:48 Stunden), ehe ihn Christian Seiler mit einer Verbesserung um mehr als fünf Minuten auf 3:07:25 pulverisierte. Glanzvoll war auch der Sieg von Anja Maurer in 3:58:34.

Was haben Sie gedacht, als Sie im Ziel waren?
Christian Seiler: Das war ein überwältigendes Gefühl. Ich habe bei diesem schweren Rennen den Rekord deutlich überboten, gegen diese Zeit bin ich von Anfang an angelaufen. Diese 50 Kilometer haben mir alles abverlangt, ich bin einfach nur happy, es geschafft zu haben.
Anja Maurer: Damit habe ich nie gerechnet, hier gewinnen zu können. Ein Sieg beim ersten Ultramarathon in diesem Jahr war nicht zu erwarten. Vor allem, weil ich vor vier Wochen den Berlin-​Marathon gelaufen bin und mich kurzfristig entschlossen habe, hier mitzulaufen.
Haben Sie eine besondere Taktik gehabt?
Christian Seiler: Ich habe versucht, zunächst locker und kontrolliert zu laufen. Die erste Hälfte war schwer, im letzten Drittel ging es dann nur noch darum, im Hinblick auf den Rekord eine gute Zeit herauszulaufen. Die Hälfte der Strecke absolvierte ich in 1:36 Stunden, so wusste ich, dass ich im Plan bin. Der neue Streckenrekord war mein angestrebtes Ziel, ich habe meine Taktik gut umgesetzt.
Anja Maurer: Karin Kern ist das Rennen sehr flott angegangen, das war mir am Anfang einen Tick zu schnell. Ich habe sie erst einmal laufen lassen, um mich für die restlichen 40 Kilometer bewusst zu schonen. Ich bin locker weitergelaufen, habe mich während des weiteren Laufes gut gefühlt und bin gut ins Ziel gekommen.
Wie hat Ihnen das Streckenprofil gefallen, was ist das Spezielle am Alb-​Marathon?
Christian Seiler: Der Lauf hat von allem etwas. Es geht bergauf, bergab, ist aber auch flach. Die drei schwierigen Steigungen haben es in sich. Ich habe aber nicht unbedingt bergauf, sondern vor allem bergab das Tempo erhöht. Diese Strecke war für mich absolutes Neuland, weshalb ich zu 100 Prozent zufrieden bin. Das Profil ist aber ähnlich wie meine Trainingsstrecken in Thüringen. Der Alb-​Marathon ist ein klasse Lauf, der längst ein großes Renommee in der Läuferszene hat.
Anja Maurer: Die drei Berge und die vielen Höhenmeter sind schon sehr anstrengend. Die Landschaft macht natürlich viel aus. Nachdem man letztes Jahr wegen des Schnees und Nebels davon leider nicht viel mitbekommen hatte, musste ich nochmal herkommen, um mehr sehen zu können. Das Schöne im Vergleich zu anderen Landschaftsläufen ist, dass man hier auch durch die Stadt läuft.
Ihre Zeit war in Ordnung?
Christian Seiler: Ich hatte mir vorgenommen, etwa um die 3:05 Stunden zu laufen. Dass ich jetzt den Rekord um fünf Minuten unterboten habe, ist schon eine Überraschung.
Anja Maurer: Ich bin das erste Mal hier die 50 Kilometer gelaufen, davor waren es immer die 25 Kilometer. Deshalb hatte ich keine Zeit im Kopf, an der ich mich orientieren konnte oder die ich mir vorgenommen hatte. Ich bin unter vier Stunden geblieben, das ist eine Zeit, mit der ich zufrieden sein kann.
Welche Bedeutung hat dieser Sieg für Sie?
Christian Seiler: Das ist schon etwas Besonderes für mich. Ich bin vor allem sehr froh über den neuen Streckenrekord. Mein Saisonhöhepunkt war die Titelverteidigung beim Thüringer Rennsteiglauf, weshalb ich hier zum Saisonabschluss auch recht entspannt antreten konnte.
Anja Maurer: Ich freue mich riesig, hier gewonnen zu haben. Das ist ein Highlight für mich, weil ich einfach nicht damit gerechnet habe und die schöne Landschaft dieses Laufes heraussticht.
Werden Sie nächstes Jahr wieder nach Schwäbisch Gmünd kommen, um Ihren Titel zu verteidigen?
Christian Seiler: Vielleicht sehen wir uns hier nächstes Jahr wieder, vielleicht aber auch nicht, mal sehen. Ich plane die Rennen von Jahr zu Jahr und möchte immer wieder mal was Neues machen. Außerdem bin ich als Ingenieur in der Entwicklung beruflich sehr eingespannt und viel unterwegs. Das schränkt mich schon etwas ein.
Anja Maurer: Das kann gut sein, dass ich wieder hierher komme. Ich weiß es noch nicht sicher, weil ich noch keine Pläne für das nächste Jahr gemacht habe. Sicher ist nur: Ich möchte dort laufen, wo es mir besonders Spaß macht. Und hier in Schwäbisch Gmünd hat es mir in diesem Jahr sehr viel Spaß gemacht.