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» Ostalbkreis | Mittwoch, 20. November 2013

Landesliste für Bundesverkehrswegeplan: Mögglingen bleibt hinten

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Mögglingens Verkehrsmisere ist zwar jüngst bundesweit durch die Medien gegangen, aber bewirkt hat dies erst einmal nichts: Gestern gab die grün-​rote Landesregierung ihre Fernstraßen-​Priorisierungsliste bekannt. Mögglingen bleibt hinten.

MÖGGLINGEN (rw). Richtschnur seien angesichts eingeschränkter finanzieller Möglichkeiten Dringlichkeit und hoher Wirkungsgrad, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann bei der Vorstellung der Straßenbau-​Schwerpunkte am Mittwoch. Die Anmeldungen für den Bundesverkehrswegeplan 2015 wie auch die Maßnahmen im Generalverkehrsplan für die Landesstraßen seien nach objektiven und nachvollziehbaren Kriterien sortiert.
Anzunehmen, dass man dies in Mögglingen ganz anders einschätzt. Die Ortsumfahrung bleibt auf der Liste weit hinten, wie seit langem. Siebzehn baureife Projekte listet das Blatt aus dem Stuttgarter Verkehrsministerium in drei Gruppen auf; grün für Vorhaben ab 2014, gelb für die Jahre 2014/​2016 und sinnigerweise rot für eine Gruppe, die das Attribut „mittelfristig“ erhält – ohne Nennung irgendeiner Jahreszahl. Mittelfristig ist dehnbar. In die Schlusslicht-​Gruppe sind neun baureife Maßnahmen einsortiert, neben der eigenen B 29-​Ortsumfahrung auch das B 29-​Stück von Aalen bis Essingen.
„Meine Hoffnung war, dass wir weiter vorne stehen, wenn die neue Priorisierung kommt“, sagt Bürgermeister Ottmar Schweizer. Beim Besuch von Verkehrsminister Hermann in Mögglingen anlässlich der Einweihung des Landesstraßen-​Abschnitts nach Heuchlingen habe er ihn darauf angesprochen. Hermann habe geantwortet, dass er an den bekannten Kriterien und an der Gewichtung festhalten wolle. „Er hat mir keine Hoffnung gemacht, und das hat sich bestätigt. Alles andere hätte mich positiv überrascht.“
Von MdL Stefan Scheffold (CDU) traf am Abend eine Stellungnahme ein: „Die Priorisierung von Mögglingen ist verheerend. Jetzt droht nach der Tunneleröffnung am 25. November dort auf unabsehbare Zeit ein völliges Verkehrschaos.“ Die schlimme Situation Mögglingens sei in Stuttgart seit vielen Jahren bekannt.
Ottmar Schweizer denkt erst einmal bis nächsten Montag und zur Gmünder Tunneleinweihung: „Vielleicht kann ich da mit Bundesverkehrsminister Ramsauer und Hermann sprechen, wenn sie sich nicht bloß am Tunnel freuen wollen.“
 

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MÖGGLINGEN (rw). Richtschnur seien angesichts eingeschränkter finanzieller Möglichkeiten Dringlichkeit und hoher Wirkungsgrad, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann bei der Vorstellung der Straßenbau-​Schwerpunkte am Mittwoch. Die Anmeldungen für den Bundesverkehrswegeplan 2015 wie auch die Maßnahmen im Generalverkehrsplan für die Landesstraßen seien nach objektiven und nachvollziehbaren Kriterien sortiert.
Anzunehmen, dass man dies in Mögglingen ganz anders einschätzt. Die Ortsumfahrung bleibt auf der Liste weit hinten, wie seit langem. Siebzehn baureife Projekte listet das Blatt aus dem Stuttgarter Verkehrsministerium in drei Gruppen auf; grün für Vorhaben ab 2014, gelb für die Jahre 2014/​2016 und sinnigerweise rot für eine Gruppe, die das Attribut „mittelfristig“ erhält – ohne Nennung irgendeiner Jahreszahl. Mittelfristig ist dehnbar. In die Schlusslicht-​Gruppe sind neun baureife Maßnahmen einsortiert, neben der eigenen B 29-​Ortsumfahrung auch das B 29-​Stück von Aalen bis Essingen.
„Meine Hoffnung war, dass wir weiter vorne stehen, wenn die neue Priorisierung kommt“, sagt Bürgermeister Ottmar Schweizer. Beim Besuch von Verkehrsminister Hermann in Mögglingen anlässlich der Einweihung des Landesstraßen-​Abschnitts nach Heuchlingen habe er ihn darauf angesprochen. Hermann habe geantwortet, dass er an den bekannten Kriterien und an der Gewichtung festhalten wolle. „Er hat mir keine Hoffnung gemacht, und das hat sich bestätigt. Alles andere hätte mich positiv überrascht.“
Von MdL Stefan Scheffold (CDU) traf am Abend eine Stellungnahme ein: „Die Priorisierung von Mögglingen ist verheerend. Jetzt droht nach der Tunneleröffnung am 25. November dort auf unabsehbare Zeit ein völliges Verkehrschaos.“ Die schlimme Situation Mögglingens sei in Stuttgart seit vielen Jahren bekannt.
Ottmar Schweizer denkt erst einmal bis nächsten Montag und zur Gmünder Tunneleinweihung: „Vielleicht kann ich da mit Bundesverkehrsminister Ramsauer und Hermann sprechen, wenn sie sich nicht bloß am Tunnel freuen wollen.“
 

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