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Lokalnachrichten

» Ostalb | Montag, 25. Februar 2013

Schneespektakel am Rande des Himmels

Es waren viele strahlende Gesichter, die einem am Samstagnachmittag auf der Marktwiese in Bartholomä entgegenblickten und beim Anblick dessen, was hier minütlich entstand, wunderte dies nicht. 159 Schneemänner und damit mehr als in den Vorjahren wurden beim dritten Sagenhaften Schneemann-​Cup gebaut.

Von Nicole Beuther
BARTHOLOMÄ. Die Bedingungen waren alles andere als ideal, der Schnee viel zu pulvrig. Doch eine dritte Absage des Schneemann-​Cups stand nicht zur Debatte und die örtliche Feuerwehr stellte flugs ein Wasserbassin mitten auf der Wiese auf. Ein Pistenbully wurde nicht benötigt – Schnee war dieses Mal reichlich vorhanden.
Schon vor dem offiziellen Startschuss hatten sich einige Interessierte am Rande der Marktwiese versammelt und während das Wasser gemächlich in das provisorisch aufgestellte Becken lief, Gießkannen und Eimer bereitgestellt wurden und fetzige Musik über die Marktwiese hallte, nutzten die Zuschauer die Zeit bis zum Startschuss, um sich bei Glühwein, Punsch und Kaffee aufzuwärmen und beim netten Plausch mit Freunden die eine oder andere Leckerei zu verschlingen.
Ab 14 Uhr gab es dann kein Halten mehr und von der ersten Minute an machten sich die Teilnehmer mit großem Eifer ans Werk, befüllten kleine Eimer mit Schnee und rannten minütlich zum Wasserbecken und mit gefüllten Gießkannen und Eimern wieder zurück zu ihrem „Claim“, das jedem Team zugeteilt wurde. Dass so mancher schon bald auf Pullover und Jacke verzichtete und lediglich mit einem T-​Shirt durch die Gegend rannte, war Beweis genug, dass es eine sehr schweißtreibende Arbeit war, die hier verrichtet wurde. Immer wieder wurde der Meterstab gezückt, schließlich durften die Schneemänner nicht kleiner als ein Meter sein. Eine zusätzliche Bedingung war es, die Schneemänner mit Mund, Nase, Schal und einem Hut auszustatten.
Mit großem Elan moderiert wurde das winterliche Spektakel von IG Metall-​Jugendsekretärin Cynthia Schneider und Joachim Ostowski, der zusammen mit Peter Hageneder (beide ostalb​.net) die Veranstaltung organisiert hatte.
Die Teams hatten zweimal 30 Minuten Zeit, um so viele Schneemänner wie möglich zu bauen. Deutlich zu sehen war, dass die IG Metall Jugend Aalen und Schwäbisch Gmünd bereits zum dritten Mal an dem Schneemann-​Cup teilnahm, denn die Jugendlichen gingen äußerst effizient vor und beschäftigten sich in der ersten Halbzeit erst gar nicht damit, für die notwendige Dekoration zu sorgen. Unter den Anfeuerungsrufen ihres „Trainers“ wurde in Windeseile ein Schneemann nach dem anderen gebaut und die Kräfte eingeteilt, indem jeweils zwei der Teilnehmer in regelmäßigem Turnus ausgetauscht wurden.
Wären die Schneemänner in der Lage gewesen, auf einer Trillerpfeife zu pfeifen, dann wäre es am Ende des Cups ganz schön laut geworden, denn jeder der Schneemänner bekam eine Gewerkschafts-​Trillerpfeife in den Mund gesteckt und es waren sage und schreibe 38 Schneemänner, die von der IG Metall-​Jugend gebaut wurden.
Mit 30 Schnee-​Taekwondo-​Männern landete das Taekwondo-​Team aus Zang, das sogar ein „Trainingslager“ absolviert hatte und mit einem Wassersprühgerät ausgestattet war, auf dem zweiten Platz. Das Team „ML 17“ aus Steinheim durfte sich über den dritten Platz freuen; sie hatten 26 Schneemänner gebaut. Sonderpreise der Gemeinde Bartholomä für die schönsten Schneemänner und Schneefrauen erhielten das Team „Bartholomä“, das sich kurzfristig am Freitagabend noch angemeldet hatte, und die Jugendinitiative Lautern. Für die Ministranten aus Böbingen gab es einen Trostpreis.
Auch Bürgermeister Thomas Kuhn durfte mitanpacken. So wurde in der Halbzeitpause – außer Konkurrenz – von der „Promi-​Mannschaft“ wieder der größte Schneemann gebaut und mit vereinten Kräften entstand das sagenumwobene Wentalweible.
Den Besuchern bereitete es große Freude, Thomas Kuhn und seinem Team zuzuschauen; sie hatten ebenso mit dem sehr pulvrigen Schnee zu kämpfen. Doch letzten Endes war es ein richtiges Kunstwerk, das Kuhn zusammen mit den Heubacher Stadträten Ellen Renz und Fritz Krauß, Marie-​Luise Zürn-​Frey aus Lautern sowie Manfred Abele aus Steinheim baute.
Später erhielt – sozusagen als Besenersatz – jeder Schneemann eine Fackel und angesichts dieses tollen Anblicks störte sich kaum einer an der Kälte.
Eine Fahrt nach Bartholomä lohnt sich allemal und sofern die kalten Temperaturen anhalten, können die Schneemänner noch einige Tage bewundert werden. Denn nachdem im vergangenen Jahr alle 130 Schneemänner zerstört wurden, wurde nun ein Sicherheitsunternehmen damit beauftragt, die „chinesische Terrakotta-​Armee“ zu bewachen.

 

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