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Lokalnachrichten

» Kultur | Mittwoch, 15. Mai 2013

Straßentheater aus Faenza bezauberte mit „Carosello“ auf Gmünds Plätzen

Galerie (1 Bild)

„Buona sera e mille grazie“, auch Erster Bürgermeister Dr. Joachim Bläse hatte sich anstecken lassen von der italienischen Leichtigkeit des Seins der Truppe „Teatro Due Mondi“.

Von Brigitte Düppe
THEATER. Mit Hilfe von Annabella Akcal war es möglich geworden, die Städtepartnerschaft um eine weitere Ebene zu bereichern, die des Kulturaustausches. Und so war es zwar keine laue Maiennacht, aber bei so viel Fröhlichkeit und Spielwitz der Akteure waren die kühlen Temperaturen schnell vergessen.
Akrobatisch auf Stelzen, teilweise sogar „einstelzig“ balancierten und musizierten die sechs Schauspieler auf Gmünds Kopfsteinpflaster vom Spitalinnenhof über den Marktplatz bis zum Buhlgässle. Zu den köstlich kostümierten Bremer Stadtmusikanten Esel, Hund, Katze und Hahn gesellten sich noch eine Gans und ein völlig entkräfteter Storch mit einem Baby. Lieferadresse: Madame Europe, Hospitalstraße 8.
Nach dem anfänglichen Kinderlied „Auf unsrer Wiese gehet was, watet durch die Sümpfe“ kam damit Dramatik ins Geschehen. Wo nur war die Mama zu finden? Ein lustiger Zug machte sich auf die Suche durch die Innenstadt. Tat sich da nicht ein Fenster auf beim Rufen nach Madame? Stand man doch vor einem „F-​l-​Europ-​Haus“! Schade, der freundliche Herr schien doch nicht der Vater zu sein. „Allez“ und weiter ging‘s.
Italienisch, französisch, deutsch, englisch, ein viersprachiges, quirliges Durcheinander.
„Der Hahn ist tot“ auf Melodien von „Oh, when the Saints“ oder „Mackie Messer“, im Original als Kanon mit Publikumsunterstützung, alles war mit „per favore“ möglich an diesem Abend.
Die zwar schon verschlossenen Krämermarktstände taten ein Übriges für die fast mittelalterliche Stimmung und vor dem echten Karussell am oberen Marktplatz ließ es sich trefflich spielen.
Auch Oberbürgermeister Richard Arnold schaute vorbei, um dann mit fröhlicher und entspannter Miene zu seinem nächsten Termin zu eilen. Letzte Station war das Buhlgässle. In einem „finale furioso“ war Madame nach einer knappen Stunde endlich gefunden – eine Gmünderin! Die Zuschauer waren beglückt.
Einige Schüler des Hans-​Baldung-​Gymnasiums durften sich außerdem auf zwei Tage Workshop freuen mit dem Regisseur der Truppe, Alberto Grilli. Europa lebt – zumindest in Schwäbisch Gmünd und Faenza, „o bello mondo“.
 

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Von Brigitte Düppe
THEATER. Mit Hilfe von Annabella Akcal war es möglich geworden, die Städtepartnerschaft um eine weitere Ebene zu bereichern, die des Kulturaustausches. Und so war es zwar keine laue Maiennacht, aber bei so viel Fröhlichkeit und Spielwitz der Akteure waren die kühlen Temperaturen schnell vergessen.
Akrobatisch auf Stelzen, teilweise sogar „einstelzig“ balancierten und musizierten die sechs Schauspieler auf Gmünds Kopfsteinpflaster vom Spitalinnenhof über den Marktplatz bis zum Buhlgässle. Zu den köstlich kostümierten Bremer Stadtmusikanten Esel, Hund, Katze und Hahn gesellten sich noch eine Gans und ein völlig entkräfteter Storch mit einem Baby. Lieferadresse: Madame Europe, Hospitalstraße 8.
Nach dem anfänglichen Kinderlied „Auf unsrer Wiese gehet was, watet durch die Sümpfe“ kam damit Dramatik ins Geschehen. Wo nur war die Mama zu finden? Ein lustiger Zug machte sich auf die Suche durch die Innenstadt. Tat sich da nicht ein Fenster auf beim Rufen nach Madame? Stand man doch vor einem „F-​l-​Europ-​Haus“! Schade, der freundliche Herr schien doch nicht der Vater zu sein. „Allez“ und weiter ging‘s.
Italienisch, französisch, deutsch, englisch, ein viersprachiges, quirliges Durcheinander.
„Der Hahn ist tot“ auf Melodien von „Oh, when the Saints“ oder „Mackie Messer“, im Original als Kanon mit Publikumsunterstützung, alles war mit „per favore“ möglich an diesem Abend.
Die zwar schon verschlossenen Krämermarktstände taten ein Übriges für die fast mittelalterliche Stimmung und vor dem echten Karussell am oberen Marktplatz ließ es sich trefflich spielen.
Auch Oberbürgermeister Richard Arnold schaute vorbei, um dann mit fröhlicher und entspannter Miene zu seinem nächsten Termin zu eilen. Letzte Station war das Buhlgässle. In einem „finale furioso“ war Madame nach einer knappen Stunde endlich gefunden – eine Gmünderin! Die Zuschauer waren beglückt.
Einige Schüler des Hans-​Baldung-​Gymnasiums durften sich außerdem auf zwei Tage Workshop freuen mit dem Regisseur der Truppe, Alberto Grilli. Europa lebt – zumindest in Schwäbisch Gmünd und Faenza, „o bello mondo“.
 

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