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Lokalnachrichten

» Schwäbisch Gmünd | Sonntag, 23. Juni 2013

Gmünder ART: Harter Beat, kraftvoller Jazz

Galerie (5 Bilder)

Es war ein Uhr in der Nacht, als sich die Kirchentür der Johanniskirche hinter Pianist Edmund Elsässer und Damir Culjak, Gesang, und zahlreichen Besuchern endgültig schloss.

KONZERT (brd). Ton– und Bildmalereien vor nach Luft schnappenden gotischen Wasserspeiern, gestapelten Malerkübeln und einem tief-​blau angestrahlten Apsis-​Gerüst hatten eine ganz eigene Atmosphäre geschaffen. Zu jenem Zeitpunkt war die „Gmünder ART“ gerade mal sieben Stunden alt gewesen und müde waren die meisten noch lange nicht.
Auch am zweiten Tag, am Samstag, waren die meisten Veranstaltungen hervorragend besucht. Man musste schon Prioritäten setzen, um nichts zu verpassen, denn die Besucher durften auf ihrem großen Flyer aus einer Vielzahl von Veranstaltungen aussuchen, die von den Projektleitern Nani Angstenberger, Svend Renkenberger und dem Team vom Kulturbüro vorbereitet worden waren. An dieser Gmünder ART wird sich die nächste messen lassen müssen. Eine wahrlich hohe Messlatte.
Manchmal mussten sich Familien und Freundeskreise auch trennen. Der Platz vor dem Sandlabor im Freudental war immer ein besonders heißes Pflaster, vor allem für junge Leute. Da ging echt die Post ab. Und man sah, wie ein sonst unscheinbarer Platz vor allem in der Nacht durch die Lichtinstallation fast italienisches Flair versprühen konnte. Meditatives Sandmalen, knallharter Beat, und wieselflinke „Plattenleger“ sorgten dafür, dass sogar inzwischen abgewanderte Großstädter sich die Augen rieben mit der Bemerkung: „Do isch ja echt was los!“
Der Auftritt der Musical Kids auf dem Johannisplatz vereinte die Familien dann wieder. Extra für diesen Anlass gab es neue Ausschnitte aus „Alice im Wonderland“. Außerdem sorgten Songs aus „Mary Poppins“ und aus „Songs for a New World“ aus dem gleichnamigen Musical für große Begeisterung. Die Kids sind seit 16 Jahren zu einer festen Größe in Gmünd geworden. Sie stellen sich immer neuen Herausforderungen und die einhundert Mädchen und Jungen, die sich für das 2014-​Projekt „Icecream“ zum Casting angemeldet haben, zeugen von der Attraktivität dieser Truppe.
Der voll besetzte große Saal im Prediger bewies, dass Ludmila Schnell mit ihren klassischen und modernen Tanzbeiträgen alles richtig gemacht hatte. Besonders berührend die Hommage an den verstorbenen Stephan Kirchenbauer, „God is love“. Inzwischen hatten aber bereits Karren Forster und der Cellist und Komponist Peter Nickel alles für ihre Performance im Prediger-​Innenhof vorbereitet. Kontrastreicher hätte es nicht sein können. Im Lebenskampf um Halten und Loslassen, um Ups und Downs, um Qual und Erlösung zeigten die Tänzerinnen zu den herausfordernden Celloklängen ihr großes Können.
Bevor der römische Schlagzeuger Simone Prattico mit dem französischen Jazzpianisten William Lecomte und dem brasilianischen Bassisten Acelino de Paula internationales Flair verbreiteten, bezauberten Kristina Mateescu mit ihrer Mutter Natalie Prokop am Flügel ihre zahlreichen Zuhörer auf der Johannisplatz-​Bühne. Mit ausgereifter und doch ganz ungekünstelter Stimme gelangen der jungen Sängerin ihre romantischen russischen Balladen gleichermaßen wie deutsche und englische Songs. Dazwischen verwöhne Natalie Brokop mit teilweise selbst komponierten Klavierwerken wie „Gedanken der Herzen“. Sie sind sicher angekommen .
Gmünd hat schon viele gute Jazzmusiker erlebt. Einen so dynamischen, energiegeladenen Jazz hat man jedoch selten gehört. Vor lauter Kraft und Virtuosität hielt es William Lecomte manchmal gar nicht mehr auf seinem Stuhl. Er jagte über die Tasten, Prattico holte dazu aus seinen Fellen alles heraus, was sie hergaben und zwischen den beiden verarbeitet Acelino di Paula all diese Energieblitze zu einem Jazzspektakel allergrößter Güte.
Das Kulturbüro, alle Künstler und auch nicht unerheblich das Wetter haben den Gmündern die Kunst zu leben auf ihre® Art leichter gemacht. Dickes Danke!
 

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Gmünder ART: Harter Beat, kraftvoller Jazz

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Es war ein Uhr in der Nacht, als sich die Kirchentür der Johanniskirche hinter Pianist Edmund Elsässer und Damir Culjak, Gesang, und zahlreichen Besuchern endgültig schloss.

KONZERT (brd). Ton– und Bildmalereien vor nach Luft schnappenden gotischen Wasserspeiern, gestapelten Malerkübeln und einem tief-​blau angestrahlten Apsis-​Gerüst hatten eine ganz eigene Atmosphäre geschaffen. Zu jenem Zeitpunkt war die „Gmünder ART“ gerade mal sieben Stunden alt gewesen und müde waren die meisten noch lange nicht.
Auch am zweiten Tag, am Samstag, waren die meisten Veranstaltungen hervorragend besucht. Man musste schon Prioritäten setzen, um nichts zu verpassen, denn die Besucher durften auf ihrem großen Flyer aus einer Vielzahl von Veranstaltungen aussuchen, die von den Projektleitern Nani Angstenberger, Svend Renkenberger und dem Team vom Kulturbüro vorbereitet worden waren. An dieser Gmünder ART wird sich die nächste messen lassen müssen. Eine wahrlich hohe Messlatte.
Manchmal mussten sich Familien und Freundeskreise auch trennen. Der Platz vor dem Sandlabor im Freudental war immer ein besonders heißes Pflaster, vor allem für junge Leute. Da ging echt die Post ab. Und man sah, wie ein sonst unscheinbarer Platz vor allem in der Nacht durch die Lichtinstallation fast italienisches Flair versprühen konnte. Meditatives Sandmalen, knallharter Beat, und wieselflinke „Plattenleger“ sorgten dafür, dass sogar inzwischen abgewanderte Großstädter sich die Augen rieben mit der Bemerkung: „Do isch ja echt was los!“
Der Auftritt der Musical Kids auf dem Johannisplatz vereinte die Familien dann wieder. Extra für diesen Anlass gab es neue Ausschnitte aus „Alice im Wonderland“. Außerdem sorgten Songs aus „Mary Poppins“ und aus „Songs for a New World“ aus dem gleichnamigen Musical für große Begeisterung. Die Kids sind seit 16 Jahren zu einer festen Größe in Gmünd geworden. Sie stellen sich immer neuen Herausforderungen und die einhundert Mädchen und Jungen, die sich für das 2014-​Projekt „Icecream“ zum Casting angemeldet haben, zeugen von der Attraktivität dieser Truppe.
Der voll besetzte große Saal im Prediger bewies, dass Ludmila Schnell mit ihren klassischen und modernen Tanzbeiträgen alles richtig gemacht hatte. Besonders berührend die Hommage an den verstorbenen Stephan Kirchenbauer, „God is love“. Inzwischen hatten aber bereits Karren Forster und der Cellist und Komponist Peter Nickel alles für ihre Performance im Prediger-​Innenhof vorbereitet. Kontrastreicher hätte es nicht sein können. Im Lebenskampf um Halten und Loslassen, um Ups und Downs, um Qual und Erlösung zeigten die Tänzerinnen zu den herausfordernden Celloklängen ihr großes Können.
Bevor der römische Schlagzeuger Simone Prattico mit dem französischen Jazzpianisten William Lecomte und dem brasilianischen Bassisten Acelino de Paula internationales Flair verbreiteten, bezauberten Kristina Mateescu mit ihrer Mutter Natalie Prokop am Flügel ihre zahlreichen Zuhörer auf der Johannisplatz-​Bühne. Mit ausgereifter und doch ganz ungekünstelter Stimme gelangen der jungen Sängerin ihre romantischen russischen Balladen gleichermaßen wie deutsche und englische Songs. Dazwischen verwöhne Natalie Brokop mit teilweise selbst komponierten Klavierwerken wie „Gedanken der Herzen“. Sie sind sicher angekommen .
Gmünd hat schon viele gute Jazzmusiker erlebt. Einen so dynamischen, energiegeladenen Jazz hat man jedoch selten gehört. Vor lauter Kraft und Virtuosität hielt es William Lecomte manchmal gar nicht mehr auf seinem Stuhl. Er jagte über die Tasten, Prattico holte dazu aus seinen Fellen alles heraus, was sie hergaben und zwischen den beiden verarbeitet Acelino di Paula all diese Energieblitze zu einem Jazzspektakel allergrößter Güte.
Das Kulturbüro, alle Künstler und auch nicht unerheblich das Wetter haben den Gmündern die Kunst zu leben auf ihre® Art leichter gemacht. Dickes Danke!
 

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