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» Schwäbisch Gmünd | Freitag, 31. Januar 2014

Peter Heilig steht dem Europäischen Betriebsrat der ZFLS vor

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Europa – die unbestreitbaren Vorteile, aber auch die drohenden Gefahren für Arbeitnehmer sind direkt zu erleben. Um diese Entwicklung aktiv begleiten zu können, hat nun die ZFLS einen europäischen Betriebsrat gewählt – und den Gmünder Peter Heilig zum Vorsitzenden gewählt.

SCHWÄBISCH GMÜND (ZFLS). Warum die Bildung eines europäischen Betriebsrats dringend notwendig ist, zeigen, so Heilig, die jüngsten Entwicklungen in Ungarn. Vor allem aber wegen des Umgangs der Unternehmensseite mit diesem Thema: „Hier wird nämlich nicht mehr von einem Niedrigkostenstandort gesprochen, sondern es wird davon ausgegangen, dass durch den Aufbau eines neuen Produktionsstandorts in Maklàr, Ungarn, im globalen Produktmix, das Land am Rande des Balkans eine entscheidende Rolle spielen wird.“ Es sei deshalb wichtig, so Heilig, „dass sich die Interessenvertreter in den jeweiligen Ländern gegenseitig unterstützen und regelmäßig austauschen. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, angesichts der riesigen Herausforderungen.“
Nicht nur die Betriebe, sondern auch die Betriebsräte unter sich, müssten anhand eines europäischen Betriebsrates global vernetzt agieren und reagieren können. Der durchaus positive Europa-​Gedanke darf nämlich nicht dadurch in Gefahr geraten, weil womöglich die Arbeitnehmerinteressen in den einzelnen Ländern gegeneinander ausgespielt werden. Die Konstituierung des Europäischen Betriebsrates stand r noch aus. Diese fand nun im herrschenden Unternehmen, am Standort Schwäbisch Gmünd, statt. Dort befindet sich die Zentrale Leitung (ZL) Sie ist in der Entscheidungshierarchie die höchste europäische Leitungsebene des Unternehmens.
Hautnah erlebten die Betriebsräte gleich mit, welche Herausforderungen Europa schon anhand der verschiedenen Sprachen mit sich bringt. Um dieses Problem zu lösen, wurden die jeweiligen Sprachen simultan von Dolmetschern übersetzt. Als Vorsitzender des Europäischen Betriebsrats für die ZF Lenksysteme wurde einstimmig gewählt: Peter Heilig (Standort Schwäbisch Gmünd, ca. 5700 Beschäftigte); Stellvertreterin Nicole Bock — (Standort Berlin 650 Beschäftigte); Schriftführer Willy de Wit (Gmünd). Desweiteren wurde der Geschäftsführende Ausschuss des Europäischen Betriebsrates zusätzlich mit Iris Schnabl und Agnes Besson gewählt.
Einhellige Meinung am Ende der Tagung war, dass ein erstes Treffen des neugewählten EBR am Standort in Ungarn stattfinden sollte, um sich vor Ort ein näheres Bild über die Entwicklung der Ereignisse zu machen, die letztendlich in direkter Konkurrenz anderer ZFLS–Standorte des Unternehmens stehen könnten.
Heilig: Alleine schon damit ist klar, dass auf die europäischen Betriebsräte riesige Anstrengungen zukommen werden, die resolut, aber auch mit Erfahrung und Fingerspitzengefühl angepackt werden müssen.

 

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Europa – die unbestreitbaren Vorteile, aber auch die drohenden Gefahren für Arbeitnehmer sind direkt zu erleben. Um diese Entwicklung aktiv begleiten zu können, hat nun die ZFLS einen europäischen Betriebsrat gewählt – und den Gmünder Peter Heilig zum Vorsitzenden gewählt.

SCHWÄBISCH GMÜND (ZFLS). Warum die Bildung eines europäischen Betriebsrats dringend notwendig ist, zeigen, so Heilig, die jüngsten Entwicklungen in Ungarn. Vor allem aber wegen des Umgangs der Unternehmensseite mit diesem Thema: „Hier wird nämlich nicht mehr von einem Niedrigkostenstandort gesprochen, sondern es wird davon ausgegangen, dass durch den Aufbau eines neuen Produktionsstandorts in Maklàr, Ungarn, im globalen Produktmix, das Land am Rande des Balkans eine entscheidende Rolle spielen wird.“ Es sei deshalb wichtig, so Heilig, „dass sich die Interessenvertreter in den jeweiligen Ländern gegenseitig unterstützen und regelmäßig austauschen. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, angesichts der riesigen Herausforderungen.“
Nicht nur die Betriebe, sondern auch die Betriebsräte unter sich, müssten anhand eines europäischen Betriebsrates global vernetzt agieren und reagieren können. Der durchaus positive Europa-​Gedanke darf nämlich nicht dadurch in Gefahr geraten, weil womöglich die Arbeitnehmerinteressen in den einzelnen Ländern gegeneinander ausgespielt werden. Die Konstituierung des Europäischen Betriebsrates stand r noch aus. Diese fand nun im herrschenden Unternehmen, am Standort Schwäbisch Gmünd, statt. Dort befindet sich die Zentrale Leitung (ZL) Sie ist in der Entscheidungshierarchie die höchste europäische Leitungsebene des Unternehmens.
Hautnah erlebten die Betriebsräte gleich mit, welche Herausforderungen Europa schon anhand der verschiedenen Sprachen mit sich bringt. Um dieses Problem zu lösen, wurden die jeweiligen Sprachen simultan von Dolmetschern übersetzt. Als Vorsitzender des Europäischen Betriebsrats für die ZF Lenksysteme wurde einstimmig gewählt: Peter Heilig (Standort Schwäbisch Gmünd, ca. 5700 Beschäftigte); Stellvertreterin Nicole Bock — (Standort Berlin 650 Beschäftigte); Schriftführer Willy de Wit (Gmünd). Desweiteren wurde der Geschäftsführende Ausschuss des Europäischen Betriebsrates zusätzlich mit Iris Schnabl und Agnes Besson gewählt.
Einhellige Meinung am Ende der Tagung war, dass ein erstes Treffen des neugewählten EBR am Standort in Ungarn stattfinden sollte, um sich vor Ort ein näheres Bild über die Entwicklung der Ereignisse zu machen, die letztendlich in direkter Konkurrenz anderer ZFLS–Standorte des Unternehmens stehen könnten.
Heilig: Alleine schon damit ist klar, dass auf die europäischen Betriebsräte riesige Anstrengungen zukommen werden, die resolut, aber auch mit Erfahrung und Fingerspitzengefühl angepackt werden müssen.

 

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