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Lokalnachrichten

Dienstag, 18. Februar 2014

Durlanger Steelcase-​Mitarbeiter sind zwar verzweifelt, aber sie kämpfen weiter für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze

Galerie (1 Bild)

Die Arbeitnehmer von Steelcase Werndl befinden sich in einer Sackgasse. Doch sie kämpfen weiter. „Bietet eurem Arbeitgeber die Stirn“, war der Rat den die IG-​Metall und die Mitglieder des Betriebsrates von TRW Automotive, Leicht und Pall SeitzSchenk gaben. Seitens Steelcase Werndl heißt es man wolle alles tun, um seine Mitarbeiter zu unterstützen.


DURLANGEN (fed). Die Gemüter sind erhitzt, die Arbeitnehmer verzweifelt. Sie wollen die geplante Werksschließung nicht einfach hinnehmen. Gestern trafen sich Geschäftsleitung, Betriebsrat und IG Metall zum achten Mal, um weitere konkrete Maßnahmen zu diskutieren, Doch auf der folgenden Demonstration machte Peter Yay-​Müller, zweiter Bevollmächtigte der IG Metall in Schwäbisch Gmünd, deutlich das der Kampf noch lange nicht vorbei ist. „Das Management kümmert sich nicht um seine Mitarbeiter“, rief er in das Megafon. Amerikanische Konzerne hätten keinerlei Ahnung über die Angst und Nöte der Angestellten. Aber wenn es um das Schicksal so vieler Leute gehe, müsse man sich mit ihnen zusammensetzen, Die Strategie in Tschechien billiger zu produzieren, seien mit großen Risiken und Gefahren für den gesamten Konzern verbunden.
Es ist geplant noch in diesem Jahr 15 Prozent der Mitarbeiter zu entlassen. Das sind 40 betroffene Stellen. Im August und September 2015 wolle man dann die 85 Prozent kündigen. Seit Januar erhalten sie 30 Prozent mehr Gehalt. „Steelcase möchte seine Mitarbeiter für ihren weiteren Berufsweg unterstützen, daher bieten wir Qualifikationsprogramme und Fortbildungskurse“, erklärt Monica Steilen, Pressesprechern von Steelcase Werndl.
Jetzt kämen stürmische Zeiten auf alle Betroffenen zu, rief Yay-​Müller weiter. „Wir müssen nun gemeinsam überlegen wann und wie die Arbeit niedergelegt wird. Es soll dem Management und seinen Kunden weh tun. Jetzt haben wir noch Zeit darüber nachzudenken, wie wir richtig Druck ausüben“. Wenn ein Unternehmen solch hochwertigen Produkte verkaufe, jedoch meint mit Dumpinglöhnen weiter produzieren zu können, dann laufe eindeutig etwas falsch. „Die beste Alternative für alle Beteiligten, ist im Standort Durlangen zu finden“ schloss Peter Yay-​Müller seine Ansprache.
Zu Gast waren auch Vorsitzende und ehemalige Mitglieder der Betriebsräte von Leicht, TRW Automotive und Pall SeitzSchenk. In ihren Ansprachen machten sie deutlich, dass auch sie die Schließung als großen Fehler betrachten.
„Es ist eine Sauerei die hier läuft. Keiner kann verstehen, weshalb man den den Standort schließen möchte, um in die Tschechei zu gehen. Hier hilft nur der politische Druck. Neben einem starken Betriebsrat ist auch eine starke Gewerkschaft notwendig, um Angriffe abzuwehren. Ich wünsche euch weiterhin sehr viel Glück“, motivierte Thorben Wengert vom Leicht-​Betriebsrat die Anwesenden. Zum Abschluss versuchte er allen Demonstranten Mut auf den Weg zu geben: „Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren.“

 

Lokalnachrichten

Dienstag, 18. Februar 2014

Durlanger Steelcase-​Mitarbeiter sind zwar verzweifelt, aber sie kämpfen weiter für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze

Galerie (1 Bild)

Die Arbeitnehmer von Steelcase Werndl befinden sich in einer Sackgasse. Doch sie kämpfen weiter. „Bietet eurem Arbeitgeber die Stirn“, war der Rat den die IG-​Metall und die Mitglieder des Betriebsrates von TRW Automotive, Leicht und Pall SeitzSchenk gaben. Seitens Steelcase Werndl heißt es man wolle alles tun, um seine Mitarbeiter zu unterstützen.


DURLANGEN (fed). Die Gemüter sind erhitzt, die Arbeitnehmer verzweifelt. Sie wollen die geplante Werksschließung nicht einfach hinnehmen. Gestern trafen sich Geschäftsleitung, Betriebsrat und IG Metall zum achten Mal, um weitere konkrete Maßnahmen zu diskutieren, Doch auf der folgenden Demonstration machte Peter Yay-​Müller, zweiter Bevollmächtigte der IG Metall in Schwäbisch Gmünd, deutlich das der Kampf noch lange nicht vorbei ist. „Das Management kümmert sich nicht um seine Mitarbeiter“, rief er in das Megafon. Amerikanische Konzerne hätten keinerlei Ahnung über die Angst und Nöte der Angestellten. Aber wenn es um das Schicksal so vieler Leute gehe, müsse man sich mit ihnen zusammensetzen, Die Strategie in Tschechien billiger zu produzieren, seien mit großen Risiken und Gefahren für den gesamten Konzern verbunden.
Es ist geplant noch in diesem Jahr 15 Prozent der Mitarbeiter zu entlassen. Das sind 40 betroffene Stellen. Im August und September 2015 wolle man dann die 85 Prozent kündigen. Seit Januar erhalten sie 30 Prozent mehr Gehalt. „Steelcase möchte seine Mitarbeiter für ihren weiteren Berufsweg unterstützen, daher bieten wir Qualifikationsprogramme und Fortbildungskurse“, erklärt Monica Steilen, Pressesprechern von Steelcase Werndl.
Jetzt kämen stürmische Zeiten auf alle Betroffenen zu, rief Yay-​Müller weiter. „Wir müssen nun gemeinsam überlegen wann und wie die Arbeit niedergelegt wird. Es soll dem Management und seinen Kunden weh tun. Jetzt haben wir noch Zeit darüber nachzudenken, wie wir richtig Druck ausüben“. Wenn ein Unternehmen solch hochwertigen Produkte verkaufe, jedoch meint mit Dumpinglöhnen weiter produzieren zu können, dann laufe eindeutig etwas falsch. „Die beste Alternative für alle Beteiligten, ist im Standort Durlangen zu finden“ schloss Peter Yay-​Müller seine Ansprache.
Zu Gast waren auch Vorsitzende und ehemalige Mitglieder der Betriebsräte von Leicht, TRW Automotive und Pall SeitzSchenk. In ihren Ansprachen machten sie deutlich, dass auch sie die Schließung als großen Fehler betrachten.
„Es ist eine Sauerei die hier läuft. Keiner kann verstehen, weshalb man den den Standort schließen möchte, um in die Tschechei zu gehen. Hier hilft nur der politische Druck. Neben einem starken Betriebsrat ist auch eine starke Gewerkschaft notwendig, um Angriffe abzuwehren. Ich wünsche euch weiterhin sehr viel Glück“, motivierte Thorben Wengert vom Leicht-​Betriebsrat die Anwesenden. Zum Abschluss versuchte er allen Demonstranten Mut auf den Weg zu geben: „Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren.“