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» Ostalbkreis | Donnerstag, 20. März 2014

Regionale Großmaßnahme in Lorch

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Eingebunden in eine regionale Großfahndungsmaßnahme hat die Rems-​Zeitung am Mittwochabend Polizeieinheiten in Lorch und Waldhausen begleitet. Die uniformierten Polizeikräfte wurden dabei von einer zivilen Fahndungsgruppe unterstützt. Auch Kräfte der Reiter– und Hundestaffel sowie der Bereitschaftspolizei Göppingen waren integriert.

LORCH (hop). Zwar nicht gänzlich beunruhigende, aber auch nicht zu ignorierende Zahlen hat der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Aalen, Rudolf Biehlmaier, am Mittwochabend im Rahmen einer regionalen Fahndungsmaßnahme im Bereich der Wohnungseinbruchsdiebstähle vorgestellt. Besonders betroffen von den Einbrüchen ist eine Achse entlang der Rems, deshalb fand diese Schwerpunktmaßnahme gestern in Lorch und in Waldhausen statt. Vom 1. Januar bis zum 10. März 2014 wurden im Ostalbkreis 48, im Rems-​Murr-​Kreis 101 und im Landkreis Schwäbisch Hall 20 Wohnungseinbruchsdiebstähle registriert. Diese Kreise gehören nach der Polizeireform zum Präsidium Aalen. Im Bereich des Polizeirevieres Aalen wurden 21, in Schwäbisch Gmünd 22 Einbrüche bearbeitet.
Ziel der gestrigen regionalen Fahndungsmaßnahme war neben der Präsenz der Polizeikräfte in den Wohngebieten auch die Prävention. Anwohner wurden gezielt mit Flyern informiert und auch auf Gefahrenpotentiale bei gekippten Fenstern und Terrassentüren hingewiesen. Oftmals gibt es Fälle, da sitzen die Bewohner des Hauses im Garten beim Grillen, während die Diebe unbeobachtet rein und auch wieder raus marschieren, wie die Fahndungskräfte berichten.
Die Statistik weist in den vergangenen Jahren stetig steigende Zahlen aus. „Man müsste statistisch mehrere hundert Jahre alt werden, um dann nach dem Gesetz der Serie betroffen zu sein, die jetzigen Zahlen sollen auch keine Panik bewirken, aber man muss mit der präventiven Aufklärung näher an die Menschen heran, sie direkt im Wohnumfeld ansprechen“, sagt Pressesprecher Biehlmaier. Deshalb sei diese Maßnahme geplant und umgesetzt worden.
Und in der Tat, die jungen Damen auf ihren hübschen braunen Pferden, die Trupps der Hundestaffeln mit ihren belgischen und deutschen Schäferhunden werden beobachtet, direkt angesprochen. Damit ist ein erstes Ziel schon erreicht. Die Zivilfahnder fahren los, es wird Kontrollen von Personen, von Fahrzeugen geben, die Kollegen von der Bereitschaftspolizei werden sie ihnen zuführen, wie es in der Polizeisprache heißt.
Lorch Stadtgebiet: Polizeihauptkommissar Müller und Polizeihauptmeister Bay gehen mit ihren Hunden Aika und Loui die Straßen entlang, als in einem abgedunkelten Bereich ein Mann auffällt. Angesprochen, was er mache, erklärt er, dass er in der Nähe wohne und einen Spaziergang mache. Ausweisen kann sich der Mann nicht, außer seinem Handy und einem Hausschlüssel hat er nichts dabei. Also setzt sich der Trupp mit ihm in Bewegung. Zuhause kann er sich dann ausweisen, die Polizisten erläutern die Sachlage, danken für das Verständnis und wünschen einen schönen Abend. Mit der Presse sprechen will der Betroffene, der Verständnis äußert, dann aber doch nicht. Auf jeden Fall kann an dieser Stelle die vielleicht beobachtende Nachbarschaft beruhigt werden, es war nur eine Kontrolle. Die deutsche Schäferhündin Aika und der belgische Schäferhund Loui haben die Personenkontrolle in aller Ruhe begleitet und beobachtet. Wenn man die beiden wachsamen, schönen Hunde sieht, glaubt man nicht, dass sie in Bruchteilen einer Sekunde auch anders können. Zwischen Hundeführer und Hund entwickelt sich im Laufe der Ausbildung und des gemeinsamen Dienstes eine Bindung, die ein ganzes Hundeleben andauert. Vielfach dürfen diese speziell ausgebildeten Hunde dann ihren Ruhestand bei Herrchen oder Frauchen verbringen. In Lorch waren sowohl die Hunde als auch die Pferde wichtige Begleiter der Maßnahme. Hunde hören und riechen besser, und vom Rücken der Pferde aus kann man auch einmal über eine Hecke hinters Haus schauen.
Als es dunkel wird, verlassen wir die Trupps, die sich kreuz und quer durch ausgesuchte Wohnquartiere in Lorch und Waldhausen bewegen, schauen wer so unterwegs ist, den Autoverkehr durch die Wohngebiete beobachten, auf die Kennzeichen schauen. Die beiden Damen der Reiterstaffeln lassen ihre Pferde noch kurz ruhen, bevor sie die Tiere wieder in den Polizeipferdetransporter führen. Daheim im Stall warten Futter und Pflege. Die Polizeiführung wird die regionale Großfahndungsmaßnahme bewerten, darüber berichten, was nach Redaktionsschluss noch passiert ist. Und, so Pressesprecher Rudolf Biehlmaier, sicherlich wiederholen, zum Wohle der Menschen, die von der Polizei geschützt und beschützt werden.
Weil unsere Polizisten, insbesondere diejenigen, die verdeckt, zivil oder in Sondereinheiten ihren Dienst tun, auch Privatpersonen mit Familien, Familienleben und Freizeit sind, sie bei manchen Zeitgenossen nicht unbedingt beliebt sind, hat die Rems-​Zeitung außer beim Pressesprecher, der permanent in der Öffentlichkeit steht, die Vornamen oder die ganzen Namen weggelassen.

 

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Eingebunden in eine regionale Großfahndungsmaßnahme hat die Rems-​Zeitung am Mittwochabend Polizeieinheiten in Lorch und Waldhausen begleitet. Die uniformierten Polizeikräfte wurden dabei von einer zivilen Fahndungsgruppe unterstützt. Auch Kräfte der Reiter– und Hundestaffel sowie der Bereitschaftspolizei Göppingen waren integriert.

LORCH (hop). Zwar nicht gänzlich beunruhigende, aber auch nicht zu ignorierende Zahlen hat der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Aalen, Rudolf Biehlmaier, am Mittwochabend im Rahmen einer regionalen Fahndungsmaßnahme im Bereich der Wohnungseinbruchsdiebstähle vorgestellt. Besonders betroffen von den Einbrüchen ist eine Achse entlang der Rems, deshalb fand diese Schwerpunktmaßnahme gestern in Lorch und in Waldhausen statt. Vom 1. Januar bis zum 10. März 2014 wurden im Ostalbkreis 48, im Rems-​Murr-​Kreis 101 und im Landkreis Schwäbisch Hall 20 Wohnungseinbruchsdiebstähle registriert. Diese Kreise gehören nach der Polizeireform zum Präsidium Aalen. Im Bereich des Polizeirevieres Aalen wurden 21, in Schwäbisch Gmünd 22 Einbrüche bearbeitet.
Ziel der gestrigen regionalen Fahndungsmaßnahme war neben der Präsenz der Polizeikräfte in den Wohngebieten auch die Prävention. Anwohner wurden gezielt mit Flyern informiert und auch auf Gefahrenpotentiale bei gekippten Fenstern und Terrassentüren hingewiesen. Oftmals gibt es Fälle, da sitzen die Bewohner des Hauses im Garten beim Grillen, während die Diebe unbeobachtet rein und auch wieder raus marschieren, wie die Fahndungskräfte berichten.
Die Statistik weist in den vergangenen Jahren stetig steigende Zahlen aus. „Man müsste statistisch mehrere hundert Jahre alt werden, um dann nach dem Gesetz der Serie betroffen zu sein, die jetzigen Zahlen sollen auch keine Panik bewirken, aber man muss mit der präventiven Aufklärung näher an die Menschen heran, sie direkt im Wohnumfeld ansprechen“, sagt Pressesprecher Biehlmaier. Deshalb sei diese Maßnahme geplant und umgesetzt worden.
Und in der Tat, die jungen Damen auf ihren hübschen braunen Pferden, die Trupps der Hundestaffeln mit ihren belgischen und deutschen Schäferhunden werden beobachtet, direkt angesprochen. Damit ist ein erstes Ziel schon erreicht. Die Zivilfahnder fahren los, es wird Kontrollen von Personen, von Fahrzeugen geben, die Kollegen von der Bereitschaftspolizei werden sie ihnen zuführen, wie es in der Polizeisprache heißt.
Lorch Stadtgebiet: Polizeihauptkommissar Müller und Polizeihauptmeister Bay gehen mit ihren Hunden Aika und Loui die Straßen entlang, als in einem abgedunkelten Bereich ein Mann auffällt. Angesprochen, was er mache, erklärt er, dass er in der Nähe wohne und einen Spaziergang mache. Ausweisen kann sich der Mann nicht, außer seinem Handy und einem Hausschlüssel hat er nichts dabei. Also setzt sich der Trupp mit ihm in Bewegung. Zuhause kann er sich dann ausweisen, die Polizisten erläutern die Sachlage, danken für das Verständnis und wünschen einen schönen Abend. Mit der Presse sprechen will der Betroffene, der Verständnis äußert, dann aber doch nicht. Auf jeden Fall kann an dieser Stelle die vielleicht beobachtende Nachbarschaft beruhigt werden, es war nur eine Kontrolle. Die deutsche Schäferhündin Aika und der belgische Schäferhund Loui haben die Personenkontrolle in aller Ruhe begleitet und beobachtet. Wenn man die beiden wachsamen, schönen Hunde sieht, glaubt man nicht, dass sie in Bruchteilen einer Sekunde auch anders können. Zwischen Hundeführer und Hund entwickelt sich im Laufe der Ausbildung und des gemeinsamen Dienstes eine Bindung, die ein ganzes Hundeleben andauert. Vielfach dürfen diese speziell ausgebildeten Hunde dann ihren Ruhestand bei Herrchen oder Frauchen verbringen. In Lorch waren sowohl die Hunde als auch die Pferde wichtige Begleiter der Maßnahme. Hunde hören und riechen besser, und vom Rücken der Pferde aus kann man auch einmal über eine Hecke hinters Haus schauen.
Als es dunkel wird, verlassen wir die Trupps, die sich kreuz und quer durch ausgesuchte Wohnquartiere in Lorch und Waldhausen bewegen, schauen wer so unterwegs ist, den Autoverkehr durch die Wohngebiete beobachten, auf die Kennzeichen schauen. Die beiden Damen der Reiterstaffeln lassen ihre Pferde noch kurz ruhen, bevor sie die Tiere wieder in den Polizeipferdetransporter führen. Daheim im Stall warten Futter und Pflege. Die Polizeiführung wird die regionale Großfahndungsmaßnahme bewerten, darüber berichten, was nach Redaktionsschluss noch passiert ist. Und, so Pressesprecher Rudolf Biehlmaier, sicherlich wiederholen, zum Wohle der Menschen, die von der Polizei geschützt und beschützt werden.
Weil unsere Polizisten, insbesondere diejenigen, die verdeckt, zivil oder in Sondereinheiten ihren Dienst tun, auch Privatpersonen mit Familien, Familienleben und Freizeit sind, sie bei manchen Zeitgenossen nicht unbedingt beliebt sind, hat die Rems-​Zeitung außer beim Pressesprecher, der permanent in der Öffentlichkeit steht, die Vornamen oder die ganzen Namen weggelassen.

 

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