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Lokalnachrichten

» Ostalbkreis | Donnerstag, 03. April 2014

Kreiskliniken in roten Zahlen

Galerie (1 Bild)

Die Kliniken des Ostalbkreises schreiben rote Zahlen. Das geht aus den Jahresergebnissen hervor, die die Klinikdirektoren dem Krankenhausausschuss des Kreistags vorgestellt haben.

Von Ulrich Geßler
OSTALBKREIS. Landrat Klaus Pavel machte deutlich, dass dies kein hausgemachtes Problem sei. Diese Entwicklung sei deutschlandweit zu beobachten. Insbesondere Krankenhäuser der Grund– und Regelversorgung seien betroffen. Ohne Hilfe schafften es diese Kliniken nicht, wieder auf die Beine zu kommen. Diesen Appell richtete der Landrat an den Bund. Noch diese Woche wird sich laut Pavel die baden-​württembergische Krankenhausgesellschaft mit dem Problem befassen. In der Sitzung des Kreistags in Ellwangen am kommenden Dienstag steht das Thema ebenfalls auf der Tagesordnung.
Mit einem Defizit in Höhe von 1,35 Millionen Euro beendet das Ostalb-​Klinikum das Jahr 2013. Das sei etwas besser als erwartet, sagte Krankenhausdirektor Axel Janischowski. Mit zum besseren Ergebnis beigetragen hat eine Krankenhaushilfe des Bundes in Höhe von 200 000 Euro. Die Klinik selbst hat mit 550 000 Euro zum besseren Ergebnis beigetragen. 2012 musste das Ostalb-​Klinikum noch ein Defizit in Höhe von 2,1 Millionen Euro verschmerzen.
Rot ist auch das Ergebnis der Sankt Anna-​Virngrund-​Klinik. Das Defizit ist trotz eigener Anstrengungen gegenüber 2012 von damals 728 000 Euro auf 863 000 Euro im vergangenen Jahr angewachsen. Da sind die 417 000 Euro bereits abgezogen, mit denen das Ellwanger Krankenhaus zur Kostensenkung beitrug. 100 000 Euro kamen als Hilfe aus Berlin.
Auch das Stauferklinikum in Mutlangen muss einen finanziellen Verlust verkrafte. Mit 450 000 Euro steht es aber besser da als die beiden anderen Kliniken. Zumal das Defizit der Stauferklinik 2012 noch bei über 1,8 Millionen Euro lag. Die Gmünder Klinik hat ebenfalls versucht zu sparen, und war ziemlich erfolgreich. 1,06 Millionen Euro trugen dazu bei, das Ergebnis deutlich zu verbessern, erläuterte Krankenhausdirektor Walter Hees. Dagegen nimmt sich die Krankenhaushilfe des Bundes mit 300 000 Euro mager aus.
 

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Die Kliniken des Ostalbkreises schreiben rote Zahlen. Das geht aus den Jahresergebnissen hervor, die die Klinikdirektoren dem Krankenhausausschuss des Kreistags vorgestellt haben.

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OSTALBKREIS. Landrat Klaus Pavel machte deutlich, dass dies kein hausgemachtes Problem sei. Diese Entwicklung sei deutschlandweit zu beobachten. Insbesondere Krankenhäuser der Grund– und Regelversorgung seien betroffen. Ohne Hilfe schafften es diese Kliniken nicht, wieder auf die Beine zu kommen. Diesen Appell richtete der Landrat an den Bund. Noch diese Woche wird sich laut Pavel die baden-​württembergische Krankenhausgesellschaft mit dem Problem befassen. In der Sitzung des Kreistags in Ellwangen am kommenden Dienstag steht das Thema ebenfalls auf der Tagesordnung.
Mit einem Defizit in Höhe von 1,35 Millionen Euro beendet das Ostalb-​Klinikum das Jahr 2013. Das sei etwas besser als erwartet, sagte Krankenhausdirektor Axel Janischowski. Mit zum besseren Ergebnis beigetragen hat eine Krankenhaushilfe des Bundes in Höhe von 200 000 Euro. Die Klinik selbst hat mit 550 000 Euro zum besseren Ergebnis beigetragen. 2012 musste das Ostalb-​Klinikum noch ein Defizit in Höhe von 2,1 Millionen Euro verschmerzen.
Rot ist auch das Ergebnis der Sankt Anna-​Virngrund-​Klinik. Das Defizit ist trotz eigener Anstrengungen gegenüber 2012 von damals 728 000 Euro auf 863 000 Euro im vergangenen Jahr angewachsen. Da sind die 417 000 Euro bereits abgezogen, mit denen das Ellwanger Krankenhaus zur Kostensenkung beitrug. 100 000 Euro kamen als Hilfe aus Berlin.
Auch das Stauferklinikum in Mutlangen muss einen finanziellen Verlust verkrafte. Mit 450 000 Euro steht es aber besser da als die beiden anderen Kliniken. Zumal das Defizit der Stauferklinik 2012 noch bei über 1,8 Millionen Euro lag. Die Gmünder Klinik hat ebenfalls versucht zu sparen, und war ziemlich erfolgreich. 1,06 Millionen Euro trugen dazu bei, das Ergebnis deutlich zu verbessern, erläuterte Krankenhausdirektor Walter Hees. Dagegen nimmt sich die Krankenhaushilfe des Bundes mit 300 000 Euro mager aus.
 

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