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Lokalnachrichten

» Ostalbkreis | Freitag, 16. Mai 2014

Glaskunst-​Schau mit 12000 Besuchern: Freundeskreis Kloster Lorch vergab erstmals zwei Publikumspreise

Galerie (2 Bilder)

Die dritte Glaskunst-​Ausstellung im Kloster Lorch ist zu Ende. 205 Kunstwerke von 26 Glaskünstlern waren gut vier Wochen lang in der Freianlage und in den Räumen des Klosters zu sehen.


LORCH (mew). Manfred Schramm, Vorsitzender des Freundeskreis Kloster Lorch staunt: 12 000 Besucher wurden seit dem 13. April gezählt. Jetzt, am 15. Mai, gab es zum Abschluss jede Menge Preise.
Der wichtigste: der Publikumspreis. Vergeben wird er von den Ausstellungsbesuchern. Sie konnten unter den 205 klein– und großformatigen Arbeiten, aus den bunten oder einfarbigen, den figürlichen oder abstrakten wählen. Und 800 beteiligten sich. Weil zwei Kunstwerke auf die gleiche Stimmenzahl kamen hat der Veranstalter der Ausstellung, der Freundeskreis Kloster Lorch, zwei Preise vergeben. Ramona Nix aus Bergisch-​Gladbach erhielt den Preis für ihre Arbeit: „Es gibt ein Wiedersehen nach dem Tod“. Nix übernimmt die philosophische, quantenphysikalische Idee der Seele und versucht anschaulich zu machen, was sie beim Tod ihrer Mutter empfunden hat. Das Verlassen der Seele und deren Übergang in eine unfassbare Existenz stellt sie auf graviertem Glas dar. Dieses ist eingerahmt durch die Baumscheibe einer uralten Eiche, die zum Zeitpunkt des Fällens innen hohl war. Dieser Hohlraum, so Ramona Nix, steht für die durch Flucht und Vertreibung verlorene Verwurzelung in der Heimat und den Verlust der Jugend ihrer Mutter.
Hermann Ritterswürden aus Zwiesel im Bayerischen Wald erhielt den Publikumspreis für seine Fischhändlerinnen. Das sind filigrane Kunstwerke aus „vor der Lampe“ geformte Glasplättchen, die mit Hilfe von Stahlträgern und Draht zu lebhaften, lebendigen Figuren zusammengesetzt werden.
Dass die Besucher der Glaskunstausstellung nicht nur aus der Umgebung kommen, macht Jürgen Koch, Initiator der Ausstellung, deutlich. Das zeigen auch die Teilnehmer am Publikumspreis. Unter allen Teilnehmern wurden sechs Preise ausgelost. Diese gingen nach Ludwigshafen, Dornstadt, Hermsdorf, Weinstadt, Amstetten und Lorch.
Besonders vergnüglich der vom Glaskünstler Jörg Zimmermann ausgelobte Schätzpreis. Zimmermann hatte eine unfertige Glasplastik vor das Westtor der Klosterkirche gestellt. Geschätzt werden sollte, wie hoch die anfangs 1,5 Meter hohe Stelle am Ende der Ausstellung sein würde. Sie wurde 2,25 Meter hoch. Geschätzt hatten die Besucher Höhen zwischen eineinhalb und 33 Metern. Am nächsten gekommen ist ein Besucher aus Stuttgart, der 2,22 Meter auf seinen Zettel geschrieben hatte. 2,18 Meter hatte Herbert Bühlmaier aus Lorch geschätzt. Er erhielt als zweiten Preis eine gläserne Kleinplastik von Jörg Zimmermann.
 

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Die dritte Glaskunst-​Ausstellung im Kloster Lorch ist zu Ende. 205 Kunstwerke von 26 Glaskünstlern waren gut vier Wochen lang in der Freianlage und in den Räumen des Klosters zu sehen.


LORCH (mew). Manfred Schramm, Vorsitzender des Freundeskreis Kloster Lorch staunt: 12 000 Besucher wurden seit dem 13. April gezählt. Jetzt, am 15. Mai, gab es zum Abschluss jede Menge Preise.
Der wichtigste: der Publikumspreis. Vergeben wird er von den Ausstellungsbesuchern. Sie konnten unter den 205 klein– und großformatigen Arbeiten, aus den bunten oder einfarbigen, den figürlichen oder abstrakten wählen. Und 800 beteiligten sich. Weil zwei Kunstwerke auf die gleiche Stimmenzahl kamen hat der Veranstalter der Ausstellung, der Freundeskreis Kloster Lorch, zwei Preise vergeben. Ramona Nix aus Bergisch-​Gladbach erhielt den Preis für ihre Arbeit: „Es gibt ein Wiedersehen nach dem Tod“. Nix übernimmt die philosophische, quantenphysikalische Idee der Seele und versucht anschaulich zu machen, was sie beim Tod ihrer Mutter empfunden hat. Das Verlassen der Seele und deren Übergang in eine unfassbare Existenz stellt sie auf graviertem Glas dar. Dieses ist eingerahmt durch die Baumscheibe einer uralten Eiche, die zum Zeitpunkt des Fällens innen hohl war. Dieser Hohlraum, so Ramona Nix, steht für die durch Flucht und Vertreibung verlorene Verwurzelung in der Heimat und den Verlust der Jugend ihrer Mutter.
Hermann Ritterswürden aus Zwiesel im Bayerischen Wald erhielt den Publikumspreis für seine Fischhändlerinnen. Das sind filigrane Kunstwerke aus „vor der Lampe“ geformte Glasplättchen, die mit Hilfe von Stahlträgern und Draht zu lebhaften, lebendigen Figuren zusammengesetzt werden.
Dass die Besucher der Glaskunstausstellung nicht nur aus der Umgebung kommen, macht Jürgen Koch, Initiator der Ausstellung, deutlich. Das zeigen auch die Teilnehmer am Publikumspreis. Unter allen Teilnehmern wurden sechs Preise ausgelost. Diese gingen nach Ludwigshafen, Dornstadt, Hermsdorf, Weinstadt, Amstetten und Lorch.
Besonders vergnüglich der vom Glaskünstler Jörg Zimmermann ausgelobte Schätzpreis. Zimmermann hatte eine unfertige Glasplastik vor das Westtor der Klosterkirche gestellt. Geschätzt werden sollte, wie hoch die anfangs 1,5 Meter hohe Stelle am Ende der Ausstellung sein würde. Sie wurde 2,25 Meter hoch. Geschätzt hatten die Besucher Höhen zwischen eineinhalb und 33 Metern. Am nächsten gekommen ist ein Besucher aus Stuttgart, der 2,22 Meter auf seinen Zettel geschrieben hatte. 2,18 Meter hatte Herbert Bühlmaier aus Lorch geschätzt. Er erhielt als zweiten Preis eine gläserne Kleinplastik von Jörg Zimmermann.
 

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