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Lokalnachrichten

» Landesgartenschau | Montag, 05. Mai 2014

Schwäbisch-​Hällische Schweine im Schönblickwald

Galerie (1 Bild)

Die alte, fast ausgestorbene Rasse der Schwäbisch-​Hällischen Landschweine zu erhalten, dies ist das Ziel der Bäuer– lichen Erzeugergenossenschaft Schwäbisch Hall, die gestern zehn Schweine in den Schönblick-​Wald gebracht haben.

Von Alfred Pradel
HIMMELSGARTEN. Es war ein kleines Spektakel gestern unterhalb des Schönblicks, als die zehn Jungschweine den großen Anhänger verlassen sollten, mit dem sie die Anreise aus Schwäbisch Hall gemeistert hatten. Die ersten fünf waren sofort neugierig, die zweiten fünf der Schwäbisch-​Hällischen wollten gar nicht in ihre neue Waldheimat. Auch eine Besenmassage des Gmünder Oberbürgermeisters konnte die sturen Haller nicht bewegen, im Gegenteil, nun blieben sie erst recht liegen.
Mit gutem Zureden, auch von Michael Kraiß, dem vom OB zum Waldschwein-​Beauftragten ernannten Studenten der Politik– und Verwaltungswissenschaften, gelang es schließlich, alle zehn Schweine ins Gatter zu bugsieren. Michael Kraiß, der derzeit bei der Stadtverwaltung ein Praxissemester absolviert, hatte sich dem Thema angenommen, denn bis die Tiere in dieses Abenteuer entlassen werden konnten, stand viel Bürokratie auf dem Lehrplan. Waren früher viele Schweine im Wald gepfercht, insbesondere in der Mastzeit der Eicheln und anderer Waldfrüchte, so ist dies in der heutigen Zeit ein Novum, mit dem sich erst das Landwirtschafts– und das Veterinäramt beim Landkreis befassen musste. Insbesondere die Ausbreitung einer Art der Schweinepest ließ bei den Entscheidern höchste Vorsicht walten. Letztendlich gab es dann doch grünes Licht und wie so oft, musste das Gatter kurzfristig erstellt werden. Nachdem der vorgesehene Zaunbauer abgesprungen war, fand Michael Kraiß im „Grün-​Team“ einen Partner, der den Zaun rechtzeitig zum Bezug durch die Waldschweine fertigstellte. Oberbürgermeister Richard Arnold, der mithalf, die Waldschweine in ihre Ferienwohnung zu entlassen, freute sich sehr, dass es Landwirte in Erzeugergenossenschaften gebe, die nicht nur den Profit im Auge haben, sondern sich auch um den Erhalt alter Nutztierrassen wie dem Schwäbisch-​Hällischen Landschwein kümmern und diesen Erhalt mit der Zucht und der Vermarktung fördern. Damit legt die Landesgartenschau im Himmelsgarten in besonderer Weise das Augenmerk auf alte Sorten und Rassen, bei Obst und Gemüse sowie bei den Tieren.
Richard Arnold dankte dem Leiter des Schönblicks, Martin Scheuermann, dass er sofort zusagte, als ein geeignetes Waldstück für das Schweinegatter gesucht wurde. „Damit ist eine weitere Verzahnung des Gartenschaugeländes mit dem Schönblick gelungen, der Schönblick rückt noch näher an die Stadt heran.“
Martin Scheuermann gab den Dank zurück, er freute sich über die Gäste aus Schwäbisch Hall. „Ich werde die Entwicklung der Tiere beobachten und ich denke, sie werden sich bei uns wohlfühlen.“ Betreuen wird die Tiere für den Zeitraum ihres Aufenthaltes bei der Gartenschau Josef Weiß aus Wetzgau. Betreut wird das Abenteuer Waldschwein auch von Dr. Julia Eckert, Veterinärin beim Landkreis, die sich darüber freut, dass eine alte Haltungsart wieder versucht wird. Futter werden die Schweine im Wald finden, es wird aber auch ein Futtermix mit Eicheln zugefüttert.
Nachdem sich gestern die erste Aufregung gelegt hatte, konnte man sich sichtbar wohlfühlende Schweine anschauen
 

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Die alte, fast ausgestorbene Rasse der Schwäbisch-​Hällischen Landschweine zu erhalten, dies ist das Ziel der Bäuer– lichen Erzeugergenossenschaft Schwäbisch Hall, die gestern zehn Schweine in den Schönblick-​Wald gebracht haben.

Von Alfred Pradel
HIMMELSGARTEN. Es war ein kleines Spektakel gestern unterhalb des Schönblicks, als die zehn Jungschweine den großen Anhänger verlassen sollten, mit dem sie die Anreise aus Schwäbisch Hall gemeistert hatten. Die ersten fünf waren sofort neugierig, die zweiten fünf der Schwäbisch-​Hällischen wollten gar nicht in ihre neue Waldheimat. Auch eine Besenmassage des Gmünder Oberbürgermeisters konnte die sturen Haller nicht bewegen, im Gegenteil, nun blieben sie erst recht liegen.
Mit gutem Zureden, auch von Michael Kraiß, dem vom OB zum Waldschwein-​Beauftragten ernannten Studenten der Politik– und Verwaltungswissenschaften, gelang es schließlich, alle zehn Schweine ins Gatter zu bugsieren. Michael Kraiß, der derzeit bei der Stadtverwaltung ein Praxissemester absolviert, hatte sich dem Thema angenommen, denn bis die Tiere in dieses Abenteuer entlassen werden konnten, stand viel Bürokratie auf dem Lehrplan. Waren früher viele Schweine im Wald gepfercht, insbesondere in der Mastzeit der Eicheln und anderer Waldfrüchte, so ist dies in der heutigen Zeit ein Novum, mit dem sich erst das Landwirtschafts– und das Veterinäramt beim Landkreis befassen musste. Insbesondere die Ausbreitung einer Art der Schweinepest ließ bei den Entscheidern höchste Vorsicht walten. Letztendlich gab es dann doch grünes Licht und wie so oft, musste das Gatter kurzfristig erstellt werden. Nachdem der vorgesehene Zaunbauer abgesprungen war, fand Michael Kraiß im „Grün-​Team“ einen Partner, der den Zaun rechtzeitig zum Bezug durch die Waldschweine fertigstellte. Oberbürgermeister Richard Arnold, der mithalf, die Waldschweine in ihre Ferienwohnung zu entlassen, freute sich sehr, dass es Landwirte in Erzeugergenossenschaften gebe, die nicht nur den Profit im Auge haben, sondern sich auch um den Erhalt alter Nutztierrassen wie dem Schwäbisch-​Hällischen Landschwein kümmern und diesen Erhalt mit der Zucht und der Vermarktung fördern. Damit legt die Landesgartenschau im Himmelsgarten in besonderer Weise das Augenmerk auf alte Sorten und Rassen, bei Obst und Gemüse sowie bei den Tieren.
Richard Arnold dankte dem Leiter des Schönblicks, Martin Scheuermann, dass er sofort zusagte, als ein geeignetes Waldstück für das Schweinegatter gesucht wurde. „Damit ist eine weitere Verzahnung des Gartenschaugeländes mit dem Schönblick gelungen, der Schönblick rückt noch näher an die Stadt heran.“
Martin Scheuermann gab den Dank zurück, er freute sich über die Gäste aus Schwäbisch Hall. „Ich werde die Entwicklung der Tiere beobachten und ich denke, sie werden sich bei uns wohlfühlen.“ Betreuen wird die Tiere für den Zeitraum ihres Aufenthaltes bei der Gartenschau Josef Weiß aus Wetzgau. Betreut wird das Abenteuer Waldschwein auch von Dr. Julia Eckert, Veterinärin beim Landkreis, die sich darüber freut, dass eine alte Haltungsart wieder versucht wird. Futter werden die Schweine im Wald finden, es wird aber auch ein Futtermix mit Eicheln zugefüttert.
Nachdem sich gestern die erste Aufregung gelegt hatte, konnte man sich sichtbar wohlfühlende Schweine anschauen
 

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