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» Schwäbisch Gmünd | Montag, 02. Juni 2014

120 Meter hoher Messmast steht bereits: Gutachten für größten Windpark des Landes nahe des Bernhardus /​Realisierung bereits 2015?

Galerie (2 Bilder)

Die Realisierung des bislang größten zusammenhängenden Windparks des Landes Baden-​Württemberg in Sichtweite vor allem der beiden Stadtteile Weiler und Degenfeld auf Markung Lauterstein rückt näher. Bereits im kommenden Winter könnte mit Erschließungsarbeiten begonnen werden.


SCHWÄBISCH GMÜND/​LAUTERSTEIN (hs). Unübersehbar begleitet nun seit einigen Tagen ein 120 Meter hoher Windmessmast die Wanderer und Radfahrer im weitläufigen Wald am Falkenteichgebiet (unweit der Falkenhöhle), ziemlich genau in der Mitte des Albtrauf-​Dreiecks zwischen Bartholomä, Weißenstein und Weiler in den Bergen gelegen. Der Gittermast liefert mit meteorologischen Messgeräten Grundlagen für Wirtschaftlichkeitsberechnungen des geplanten Betriebs von 22 Windkraftanlagen, die auf dieser Hochfläche vorgesehen sind. Grundlage dafür war eine Festlegung des Verbands Region Stuttgart, der in diesem in den Ostalbkreis hinein reichenden Winkel einen idealen Standort für die landespolitisch gewollte Windkraft-​Entwicklung (Stichwort Energiewende) fand.
Der projektierte Windpark Lauterstein stößt nicht nur im Kreis Göppingen auf reges Interesse der Bürger, sondern auch im Gmünder Raum. Denn die 200 Meter hohen Windräder werden die Silhouette der Schwäbischen Alb oberhalb von Degenfeld und Weiler verändern. Wie neuerdings Plakate im Wald auf dem Wallfahrtsberg Bernhardus zeigen, gibt es durchaus auch kritische Stimmen zur Windparkplanung, hinter der als Realisierer und Betreiber die international engagierte Firma wpd steht.
Breite Akzeptanz in der Bürgerschaft durch klare Informationspolitik
Bürgermeister Michael Lenz aus Lauterstein gehört zu den Fürsprechern des Projekts. Wie er im Gespräch mit der Rems-​Zeitung wiederholt zum Ausdruck bringt, sei es einer guten, bürgernahen und offenen Informationspolitik zu verdanken, dass dieser Windpark in der Bevölkerung auf Akzeptanz stoße. Er erinnert auch an zahlreiche Bürgerversammlungen, unter anderem auch auf Gmünder Seite.
Bei objektiver Betrachtung, so zeigt sich Michael Lenz überzeugt, handle es sich bei diesem Windparkstandort um den idealsten, den man sich in der dichtbesiedelten Region denken könne. So ergebe sich beispielsweise zu Degenfeld und Weiler ein Abstand von jeweils fast 1700 m und zudem ein Höhenunterschied von bis zu 300 m. Auch betont er einen Abstand zur Wallfahrtskapelle auf dem Bernhardus von mehr als 1000 m. Zudem werde es sich auch um Anlagen der neuesten Generationen mit sogenannten Schwachwindrotoren handeln. Bei Besichtigungen entsprechender Anlagen seien alle Beteiligten überrascht gewesen, dass von diesen Windrädern mit ihren neu geformten Rotorblättern vor allem in einem Waldgebiet schlichtweg nichts mehr zu hören sei, weil selbst in unmittelbarer Nähe natürliche Geräusche wie Blätterrauschen die Wahrnehmung solcher Windkraftanlagen überdecke.
Ideal sei auch der Standort aufgrund des bereits gut ausgebauten Wegenetzes in diesem Nutzwald. Allenfalls Kurvenradien müssten für die Anlieferung von Kränen und Bauteilen vergrößert werden, um die Bauflächen zu erreichen. Nicht mal ein Prozent des Waldgebietes am Falkenberg werde auf einem „Rundkurs“ unmittelbar von Rodungs– oder Aushubarbeiten für die Fundamente betroffen sein.
Im Augenblick befinde sich das Projekt in der Antrags– und Gutachterphase. „Auf Herz und Nieren wird jeder einzelner Standort untersucht“, erklärt Bürgermeister Lenz weiter. Es gehe hierbei um exakte Immissionsdarstellungen zu etwaigen Schall– und Schattenwurfauswirkungen sowie um Natur– und Tierschutzgutachten, wobei Abläufe und Empfehlungen für die Erschließung festgelegt werden. Auch hierzu werde es wieder Bürgeranhörungen im Laufe des Jahres geben.
Die Genehmigung durch das Landratsamt Göppingen vorausgesetzt, können laut Einschätzung des Lautersteiner Bürgermeisters die ersten Erschließungsarbeiten bereits kommenden Winter starten, so dass im Verlauf des nächsten Jahres auch schon die Windkraftanlagen errichtet werden. Er freue sich, dass auch schon mit den Segelfliegern vom Hornberg Einigung hinsichtlich der Festlegung neuer Platzrunden erzielt worden sei, die auf den Windpark östlich des Flugplatzes Rücksicht nehmen.
 

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120 Meter hoher Messmast steht bereits: Gutachten für größten Windpark des Landes nahe des Bernhardus /​Realisierung bereits 2015?

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Die Realisierung des bislang größten zusammenhängenden Windparks des Landes Baden-​Württemberg in Sichtweite vor allem der beiden Stadtteile Weiler und Degenfeld auf Markung Lauterstein rückt näher. Bereits im kommenden Winter könnte mit Erschließungsarbeiten begonnen werden.


SCHWÄBISCH GMÜND/​LAUTERSTEIN (hs). Unübersehbar begleitet nun seit einigen Tagen ein 120 Meter hoher Windmessmast die Wanderer und Radfahrer im weitläufigen Wald am Falkenteichgebiet (unweit der Falkenhöhle), ziemlich genau in der Mitte des Albtrauf-​Dreiecks zwischen Bartholomä, Weißenstein und Weiler in den Bergen gelegen. Der Gittermast liefert mit meteorologischen Messgeräten Grundlagen für Wirtschaftlichkeitsberechnungen des geplanten Betriebs von 22 Windkraftanlagen, die auf dieser Hochfläche vorgesehen sind. Grundlage dafür war eine Festlegung des Verbands Region Stuttgart, der in diesem in den Ostalbkreis hinein reichenden Winkel einen idealen Standort für die landespolitisch gewollte Windkraft-​Entwicklung (Stichwort Energiewende) fand.
Der projektierte Windpark Lauterstein stößt nicht nur im Kreis Göppingen auf reges Interesse der Bürger, sondern auch im Gmünder Raum. Denn die 200 Meter hohen Windräder werden die Silhouette der Schwäbischen Alb oberhalb von Degenfeld und Weiler verändern. Wie neuerdings Plakate im Wald auf dem Wallfahrtsberg Bernhardus zeigen, gibt es durchaus auch kritische Stimmen zur Windparkplanung, hinter der als Realisierer und Betreiber die international engagierte Firma wpd steht.
Breite Akzeptanz in der Bürgerschaft durch klare Informationspolitik
Bürgermeister Michael Lenz aus Lauterstein gehört zu den Fürsprechern des Projekts. Wie er im Gespräch mit der Rems-​Zeitung wiederholt zum Ausdruck bringt, sei es einer guten, bürgernahen und offenen Informationspolitik zu verdanken, dass dieser Windpark in der Bevölkerung auf Akzeptanz stoße. Er erinnert auch an zahlreiche Bürgerversammlungen, unter anderem auch auf Gmünder Seite.
Bei objektiver Betrachtung, so zeigt sich Michael Lenz überzeugt, handle es sich bei diesem Windparkstandort um den idealsten, den man sich in der dichtbesiedelten Region denken könne. So ergebe sich beispielsweise zu Degenfeld und Weiler ein Abstand von jeweils fast 1700 m und zudem ein Höhenunterschied von bis zu 300 m. Auch betont er einen Abstand zur Wallfahrtskapelle auf dem Bernhardus von mehr als 1000 m. Zudem werde es sich auch um Anlagen der neuesten Generationen mit sogenannten Schwachwindrotoren handeln. Bei Besichtigungen entsprechender Anlagen seien alle Beteiligten überrascht gewesen, dass von diesen Windrädern mit ihren neu geformten Rotorblättern vor allem in einem Waldgebiet schlichtweg nichts mehr zu hören sei, weil selbst in unmittelbarer Nähe natürliche Geräusche wie Blätterrauschen die Wahrnehmung solcher Windkraftanlagen überdecke.
Ideal sei auch der Standort aufgrund des bereits gut ausgebauten Wegenetzes in diesem Nutzwald. Allenfalls Kurvenradien müssten für die Anlieferung von Kränen und Bauteilen vergrößert werden, um die Bauflächen zu erreichen. Nicht mal ein Prozent des Waldgebietes am Falkenberg werde auf einem „Rundkurs“ unmittelbar von Rodungs– oder Aushubarbeiten für die Fundamente betroffen sein.
Im Augenblick befinde sich das Projekt in der Antrags– und Gutachterphase. „Auf Herz und Nieren wird jeder einzelner Standort untersucht“, erklärt Bürgermeister Lenz weiter. Es gehe hierbei um exakte Immissionsdarstellungen zu etwaigen Schall– und Schattenwurfauswirkungen sowie um Natur– und Tierschutzgutachten, wobei Abläufe und Empfehlungen für die Erschließung festgelegt werden. Auch hierzu werde es wieder Bürgeranhörungen im Laufe des Jahres geben.
Die Genehmigung durch das Landratsamt Göppingen vorausgesetzt, können laut Einschätzung des Lautersteiner Bürgermeisters die ersten Erschließungsarbeiten bereits kommenden Winter starten, so dass im Verlauf des nächsten Jahres auch schon die Windkraftanlagen errichtet werden. Er freue sich, dass auch schon mit den Segelfliegern vom Hornberg Einigung hinsichtlich der Festlegung neuer Platzrunden erzielt worden sei, die auf den Windpark östlich des Flugplatzes Rücksicht nehmen.
 

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