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Lokalnachrichten

» Ostalbkreis | Sonntag, 22. Juni 2014

Rasse-​Zuchtschau für das Limpurger Rind auf dem Schechinger Marktplatz

Galerie (1 Bild)

Das Limpurger Rind, auch Leintäler genannt, geht auf das 17. Jahrhundert zurück und ist damit die älteste württembergische Rinderrasse. Am Samstag hat sich diese prächtige Rasse mit Bullen, Kühen und Kälber auf dem Schechinger Marktplatz einem breiten Publikum präsentiert.


Von Alfred Pradel
SCHECHINGEN. In den 80iger Jahren des vorigen Jahrhunderts galt das Limpurger Rind noch als ausgestorbene Rasse, wer die stattlichen Tiere am Samstag bei der Rasseschau auf dem Schechinger Marktplatz gesehen hat, kann es wahrscheinlich gar nicht glauben, dass sie keine Zukunft mehr haben sollte. Aber wie so oft gab es auch beim Limpurger Rind einige unentwegte Landwirte, denen die Liebe zu dieser ursprünglichen Rinderrasse galt. Heute sind die Leintäler, wie die Rasse einst auch hieß wieder auf annähernd hundert Höfen mit mehr als 500 Tieren vertreten.
Sowohl in der Doppelnutzung Fleisch und Milch als auch in der Fleisch-​Mast finden die Tiere, die vielfach noch ihre Hörner tragen dürfen, einen Markt. Die Tiere sind genügsam und haben eine hohe Futterdankbarkeit, das heißt, sie entwickeln sich auch bei geringerer Weidefutterqualität sehr gut.
Dass sich die Rasse wieder sehr gut im Bereich des alten Gmünder Oberamts und des Limpurger Landes etabliert hat, zeigt die Tatsache, dass die Qualitätsbe-​zeichnung „Weideochse vom Limpurger Rind“ seit 2013 eine geschützte Ursprungsbezeichnung der EU ist.
Am Samstag war Zuchtleiter Dieter Kraft mehr als zufrieden, 50 Tiere waren aufgetrieben und im Karee um den Schechinger Marktbrunnen aufgestellt. Es erinnerte an alte Zeiten, als die Tiere sich an solchen Brunnen zum Tränken sammelten, bevor es von der Weide kommend zurück in den Stall ging. Präsent waren auch prächtige Bullen, Vatertiere für zukünftige Limpurger-​Generationen. Am meisten angezogen haben jedoch zweifellos die kleinen Kälbchen, die vom Hofnachwuchs betreut, für die Rasseschau vorbereitet und in Schechingen im Ring geführt wurden. Der Vorsitzende der Züchtervereinigung Limpurger Rind zeigte sich begeistert, wie die jungen Damen und Herren den Limpurger Nachwuchs und sich selbst präsentierten. Denn bei der Vorstellung der Tiere bei Dieter Kraft und den anderen Richtern Martin Wolbert, Markus Werner und Steffi Nübel ging es nicht nur um die Bewertung der Tiere, deren Pflegezustand, Körperbau und wie die Tiere auf die Führung im Ring vorbereitet wurden. Nein, es wurde auch bewertet, wie sich der junge Landwirtsnachwuchs beim Interview zeigte, wie sie ihre Tiere vorstellten.
Ins Herz der Besucher haben sich auf Anhieb die beiden achtjährigen Karolin Munz und Jakob Gölz, die ihre Kälbchen Wolke und Wuppie souverän durch den Rind führten und beim Interview mit Dieter Kraft schon eine gute Figur machten.
Eine besondere Geschichte konnte der dreizehnjährige Raphael Georg Kruck erzählen, denn sein Kälbchen ist bei Arbeiten auf der Weide einfach ausgebüxt. Das kleine, im April geborene Limpurger konnte sich 14 Tage vor seinen Häschern verstecken und sich mit zartem Gras und Wasser am Leben erhalten. Dann entdeckte es ein Jäger und informierte die Krucks. Wieder eingefangen, erhielt der kleine Racker den Namen Bojana, die Kämpferin. Am Ende gab es sehr gute Bewertungen, Pokale und anerkennende Worte für eine tolle Arbeit mit den Tieren.
Hermit und Herswolf heißen die imposanten Bullen, die auf Besamungsstationen stehen und dort für Limpurger Nachwuchs der besten Art und Vererbung sorgen. Sie präsentierten sich ebenfalls in Schechingen dem Publikum. Die präsentierten Kühe kamen aus Neuler, Abts-​gmünd, Heuchlingen, aus Gschwend und Welzheim sowie der Wilhelma und der Vollzugsanstalt Kleinkomburg, wo die Tiere auch von Häftlingen betreut werden. Nahezu alle Tiere konnten mit besten Noten bewertet werden, so dass einem bei der Motivation der Züchter und Halter um diese schöne Rasse nicht mehr bange sein muss.

 

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Das Limpurger Rind, auch Leintäler genannt, geht auf das 17. Jahrhundert zurück und ist damit die älteste württembergische Rinderrasse. Am Samstag hat sich diese prächtige Rasse mit Bullen, Kühen und Kälber auf dem Schechinger Marktplatz einem breiten Publikum präsentiert.


Von Alfred Pradel
SCHECHINGEN. In den 80iger Jahren des vorigen Jahrhunderts galt das Limpurger Rind noch als ausgestorbene Rasse, wer die stattlichen Tiere am Samstag bei der Rasseschau auf dem Schechinger Marktplatz gesehen hat, kann es wahrscheinlich gar nicht glauben, dass sie keine Zukunft mehr haben sollte. Aber wie so oft gab es auch beim Limpurger Rind einige unentwegte Landwirte, denen die Liebe zu dieser ursprünglichen Rinderrasse galt. Heute sind die Leintäler, wie die Rasse einst auch hieß wieder auf annähernd hundert Höfen mit mehr als 500 Tieren vertreten.
Sowohl in der Doppelnutzung Fleisch und Milch als auch in der Fleisch-​Mast finden die Tiere, die vielfach noch ihre Hörner tragen dürfen, einen Markt. Die Tiere sind genügsam und haben eine hohe Futterdankbarkeit, das heißt, sie entwickeln sich auch bei geringerer Weidefutterqualität sehr gut.
Dass sich die Rasse wieder sehr gut im Bereich des alten Gmünder Oberamts und des Limpurger Landes etabliert hat, zeigt die Tatsache, dass die Qualitätsbe-​zeichnung „Weideochse vom Limpurger Rind“ seit 2013 eine geschützte Ursprungsbezeichnung der EU ist.
Am Samstag war Zuchtleiter Dieter Kraft mehr als zufrieden, 50 Tiere waren aufgetrieben und im Karee um den Schechinger Marktbrunnen aufgestellt. Es erinnerte an alte Zeiten, als die Tiere sich an solchen Brunnen zum Tränken sammelten, bevor es von der Weide kommend zurück in den Stall ging. Präsent waren auch prächtige Bullen, Vatertiere für zukünftige Limpurger-​Generationen. Am meisten angezogen haben jedoch zweifellos die kleinen Kälbchen, die vom Hofnachwuchs betreut, für die Rasseschau vorbereitet und in Schechingen im Ring geführt wurden. Der Vorsitzende der Züchtervereinigung Limpurger Rind zeigte sich begeistert, wie die jungen Damen und Herren den Limpurger Nachwuchs und sich selbst präsentierten. Denn bei der Vorstellung der Tiere bei Dieter Kraft und den anderen Richtern Martin Wolbert, Markus Werner und Steffi Nübel ging es nicht nur um die Bewertung der Tiere, deren Pflegezustand, Körperbau und wie die Tiere auf die Führung im Ring vorbereitet wurden. Nein, es wurde auch bewertet, wie sich der junge Landwirtsnachwuchs beim Interview zeigte, wie sie ihre Tiere vorstellten.
Ins Herz der Besucher haben sich auf Anhieb die beiden achtjährigen Karolin Munz und Jakob Gölz, die ihre Kälbchen Wolke und Wuppie souverän durch den Rind führten und beim Interview mit Dieter Kraft schon eine gute Figur machten.
Eine besondere Geschichte konnte der dreizehnjährige Raphael Georg Kruck erzählen, denn sein Kälbchen ist bei Arbeiten auf der Weide einfach ausgebüxt. Das kleine, im April geborene Limpurger konnte sich 14 Tage vor seinen Häschern verstecken und sich mit zartem Gras und Wasser am Leben erhalten. Dann entdeckte es ein Jäger und informierte die Krucks. Wieder eingefangen, erhielt der kleine Racker den Namen Bojana, die Kämpferin. Am Ende gab es sehr gute Bewertungen, Pokale und anerkennende Worte für eine tolle Arbeit mit den Tieren.
Hermit und Herswolf heißen die imposanten Bullen, die auf Besamungsstationen stehen und dort für Limpurger Nachwuchs der besten Art und Vererbung sorgen. Sie präsentierten sich ebenfalls in Schechingen dem Publikum. Die präsentierten Kühe kamen aus Neuler, Abts-​gmünd, Heuchlingen, aus Gschwend und Welzheim sowie der Wilhelma und der Vollzugsanstalt Kleinkomburg, wo die Tiere auch von Häftlingen betreut werden. Nahezu alle Tiere konnten mit besten Noten bewertet werden, so dass einem bei der Motivation der Züchter und Halter um diese schöne Rasse nicht mehr bange sein muss.

 

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