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» Schwäbisch Gmünd | Mittwoch, 13. August 2014

Baldungkreuzung: Sechs harte Wochen

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Im Prinzip gab es zwei Möglichkeiten für den Umbau der Baldungkreuzung zum Kreisverkehr: Sechs Monate Bauzeit bei mittleren Behinderungen oder sechs Wochen mit starken Einschränkungen des Verkehrs. Man hat sich für die zweite Lösung entschieden.

SCHWÄBISCH GMÜND (ml). Dem Beschluss für diese Variante gingen ausführliche Beratungen voraus: Mit dem Gemeinderat und vor allem mit dem Handels– und Gewerbeverein. Vorgeschlagen hatte sie die Firma Georg Eichele aus Untergröningen, die als günstigster Bieter die Ausschreibung gewonnen hatte.
Wenn man die bisherige Baldungkreuzung über sechs Wochen komplett dicht machen könne, bestehe die Möglichkeit, mit vier Baukolonnen gleichzeitig zu arbeiten und das Projekt bis zum 14. November abzuschließen. Der Umbau der Pfitzerkreuzung kann ohnehin erst erfolgen, wenn der Rohbau des Modeparks Röther so weit fortgeschritten ist, dass auf der B 298 wieder alle Fahrspuren zur Verfügung stehen.
„Die Gesamtmaßnahme ist sehr komplex, weil dort eine Vielzahl von Versorgungsleitungen im Boden liegen, ausgewechselt, verlegt oder entfernt werden müssen“, erläutert Tiefbauamtsleiter Jupp Jünger. Angefangen wird am 25. August; bis Mitte September werden zunächst Maßnahmen durchgeführt, die nur kleinere, lokale Verkehrsbehinderungen mit sich bringen.
Ab Mitte September wird die Vordere Schmiedgasse für den Individualverkehr geschlossen. Dort kann – mit Einschränkungen – nur noch der ÖPNV fahren. Hier müssen besonders aufwändig Leitungen verlegt werden.
Spannend wird es dann zum Monatswechsel. Ab Anfang Oktober ist eine Vollsperrung der Baldungkreuzung für den Kreisverkehr-​Umbau vorgesehen. Nur der ÖPNV bleibt weitestgehend gewährleistet. „In den sechs Wochen, die das dauert, wird es eng und hart“, ist sich Jupp Jünger bewusst. Die bei der Vollsperrung entstehenden Vorteile würden jedoch die Nachteile überwiegen:
„Bauzeit und damit Verkehrsbehinderungen werden um rund ein halbes Jahr verkürzt. Eine klar kommunizierbare Verkehrsumleitung wird während der gesamten Zeit eingerichtet und muss nicht monatelang fast jede Woche geändert werden, so dass kein Verkehrsteilnehmer mehr durchblickt. Und für den HGV war es natürlich ein großes Argument, dass damit das Weihnachtsgeschäft ohne Verkehrsbehinderungen laufen kann“, so der Tiefbauamtsleiter.
Man ist sich bei der Stadt darüber im Klaren, dass durch diese Sperrung auf die umliegenden Strecken Mehrbelastungen zukommen. Besonders auf der Graf-​von-​Soden-​Straße könnte es eng werden. Andererseits können Verkehrsteilnehmer aus den nördlichen und östlichen Stadtteilen inzwischen ja den Tunnel benutzen und die Innenstadt von Westen her anfahren, wenn sie die Baldungkreuzung umgehen müssen. Und durch die verkürzte Bauzeit spart die Stadt auch bares Geld.
Nicht nur, dass der eigentliche Bau etwas günstiger wird, auch der ständige Wechsel von Umleitungsstrecken und Signalisierungsplänen und –phasen fällt weg. Und der Winterdienst kann ohne Beeinträchtigungen durchgeführt werden, wie sie bei einer halbjährigen phasenweisen Sperrung unweigerlich aufgetreten wären. Auf rund 100 000 Euro beziffert das Tiefbauamt diese Ersparnis. Das Gesamtprojekt schlägt mit 1,7 Millionen Euro zu Buche, von denen 300 000 die Stadtwerke für ihre Leitungen tragen.
 

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Im Prinzip gab es zwei Möglichkeiten für den Umbau der Baldungkreuzung zum Kreisverkehr: Sechs Monate Bauzeit bei mittleren Behinderungen oder sechs Wochen mit starken Einschränkungen des Verkehrs. Man hat sich für die zweite Lösung entschieden.

SCHWÄBISCH GMÜND (ml). Dem Beschluss für diese Variante gingen ausführliche Beratungen voraus: Mit dem Gemeinderat und vor allem mit dem Handels– und Gewerbeverein. Vorgeschlagen hatte sie die Firma Georg Eichele aus Untergröningen, die als günstigster Bieter die Ausschreibung gewonnen hatte.
Wenn man die bisherige Baldungkreuzung über sechs Wochen komplett dicht machen könne, bestehe die Möglichkeit, mit vier Baukolonnen gleichzeitig zu arbeiten und das Projekt bis zum 14. November abzuschließen. Der Umbau der Pfitzerkreuzung kann ohnehin erst erfolgen, wenn der Rohbau des Modeparks Röther so weit fortgeschritten ist, dass auf der B 298 wieder alle Fahrspuren zur Verfügung stehen.
„Die Gesamtmaßnahme ist sehr komplex, weil dort eine Vielzahl von Versorgungsleitungen im Boden liegen, ausgewechselt, verlegt oder entfernt werden müssen“, erläutert Tiefbauamtsleiter Jupp Jünger. Angefangen wird am 25. August; bis Mitte September werden zunächst Maßnahmen durchgeführt, die nur kleinere, lokale Verkehrsbehinderungen mit sich bringen.
Ab Mitte September wird die Vordere Schmiedgasse für den Individualverkehr geschlossen. Dort kann – mit Einschränkungen – nur noch der ÖPNV fahren. Hier müssen besonders aufwändig Leitungen verlegt werden.
Spannend wird es dann zum Monatswechsel. Ab Anfang Oktober ist eine Vollsperrung der Baldungkreuzung für den Kreisverkehr-​Umbau vorgesehen. Nur der ÖPNV bleibt weitestgehend gewährleistet. „In den sechs Wochen, die das dauert, wird es eng und hart“, ist sich Jupp Jünger bewusst. Die bei der Vollsperrung entstehenden Vorteile würden jedoch die Nachteile überwiegen:
„Bauzeit und damit Verkehrsbehinderungen werden um rund ein halbes Jahr verkürzt. Eine klar kommunizierbare Verkehrsumleitung wird während der gesamten Zeit eingerichtet und muss nicht monatelang fast jede Woche geändert werden, so dass kein Verkehrsteilnehmer mehr durchblickt. Und für den HGV war es natürlich ein großes Argument, dass damit das Weihnachtsgeschäft ohne Verkehrsbehinderungen laufen kann“, so der Tiefbauamtsleiter.
Man ist sich bei der Stadt darüber im Klaren, dass durch diese Sperrung auf die umliegenden Strecken Mehrbelastungen zukommen. Besonders auf der Graf-​von-​Soden-​Straße könnte es eng werden. Andererseits können Verkehrsteilnehmer aus den nördlichen und östlichen Stadtteilen inzwischen ja den Tunnel benutzen und die Innenstadt von Westen her anfahren, wenn sie die Baldungkreuzung umgehen müssen. Und durch die verkürzte Bauzeit spart die Stadt auch bares Geld.
Nicht nur, dass der eigentliche Bau etwas günstiger wird, auch der ständige Wechsel von Umleitungsstrecken und Signalisierungsplänen und –phasen fällt weg. Und der Winterdienst kann ohne Beeinträchtigungen durchgeführt werden, wie sie bei einer halbjährigen phasenweisen Sperrung unweigerlich aufgetreten wären. Auf rund 100 000 Euro beziffert das Tiefbauamt diese Ersparnis. Das Gesamtprojekt schlägt mit 1,7 Millionen Euro zu Buche, von denen 300 000 die Stadtwerke für ihre Leitungen tragen.
 

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