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Lokalnachrichten

» Schwäbisch Gmünd | Sonntag, 03. August 2014

Auch das zweite Gmünder Holi-​Festival lockte am Samstag wieder Tausende in die „Krähe“

Galerie (2 Bilder)

Es war ein Event, das unter dem schlechten Wetter zu leiden schien. Weit gefehlt! Tausende kamen am Samstag in die Krähe, um ausgelassen das zweite Holi-​Festival zu feiern.


Von Marcus Menzel
SCHWÄBISCH GMÜND. Wettertechnisch schien das zweite Gmünder Holi-​Festival am Samstag zunächst unter keinen besonders guten Voraussetzungen zu starten. Zum Auftakt um 14 Uhr schüttete es aus Kübeln. Ein Stromkabel wurde unter Wasser gesetzt, was zu einem etwa halbstündigen Stromausfall führte. Nachdem das technische Problem jedoch beseitigt war, ließen es sich die insgesamt rund 2000 Besucher nicht nehmen, wie im letzten Jahr, das Festival bis in die Abendstunden ausgelassen zu feiern.
Sride Sriskandarajah, Gastronom aus Gmünd mit indischen Wurzeln, hatte im vergangenen Jahr die Idee, das Holi-​Festival nach Gmünd zu bringen. Dies wurde zum vollen Erfolg und bereits im Vorverkauf zeigte sich, dass auch 2014 die Zahl der Besucher über den Erwartungen liegen würde.
Das Holi-​Festival stammt ursprünglich aus Indien. An diesen Tagen wird dort mit Musik und buntem Farbpulver der Winter vertrieben und der Frühling begrüßt, im spirituellen hinduistischen Sinne werden der Sieg des Guten über das Böse und der Sieg des Frühlings über den Winter gefeiert. Das Besondere daran ist, dass die Menschen sich mit buntem, gefärbtem Puder — dem Gulal — bemalen und bewerfen. Kulturelle Vielfalt, Freude, gegenseitiger Respekt und Toleranz sind bezeichnend für das Holi-​Festival und machen es einzigartig und unvergesslich. Hierbei sind alle Menschen gleich, Unterschiede wie Herkunft, Religion, Kastenzugehörigkeit, Jung und Alt, Arm und Reich spielen keine Rolle mehr. Im TV bekannt wurde es durch die Werbung für ein Smartphone von Sony, den Weg nach Deutschland fand es 2012 durch eine Gruppe Berliner Initiatoren. Dort fand dann auch im Juli letzten Jahres das erste Festival statt.
In Gmünd wurde das Gelände erweitert, um genug Platz zu bieten. Trotz rund 2000 Besuchern gab es für die Johanniter aus Aalen nicht viel mehr zu tun als Augen auszuspülen, die etwas vom Farbpulver abbekommen hatten. Kenner hatten sich mit Mundschutz und Sonnenbrillen vorgesorgt. Auch in Gmünd war der „Spirit“ durch friedvollen Umgang miteinander geprägt. Dazu trug sicher bei, dass wer auf dem Festivalgelände war, dieses nicht mehr verlassen konnte. Wer dies tun wollte, musste noch einmal Eintritt bezahlen. Die Veranstalter wollten so „eine Parallelparty draußen vermeiden“. Für das leibliche Wohl war auf dem Gelände bestens gesorgt. Die Gastronomen wurden von den Handball-​Herren des TSB Gmünd unterstützt, die ihre Mannschaftskasse aufbesserten.
Auf dem Gelände selber heizte nicht nur das schwüle Wetter den Besuchern ein, sondern auch aus der Clubszene bekannte DJs brachten das Publikum in der Krähe zum Schwitzen und Abtanzen. Es legten auf: Mike D, Collins Duke, Doni Ross, Pat Morita, Nick Morena, Chris Fielding, Rockwel Noize, Dj P, Nils van Gogh, Sean Finn, Dj Serg und Djane Beat Kat. Einmal pro Stunde wurde von den DJs der Countdown zum kollektiven Farbbeutelwerfen angesagt – dann wurde die Luft über dem Gelände und den Besuchern bunt gefärbt.
Bis 22 Uhr wurde friedlich und vergnügt zu Elektro und Mixed Music Beats getanzt und eingefärbt. Die Veranstalter zeigten sich nach dem Event abermals höchst zufrieden.
 

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