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Lokalnachrichten

» Schwäbisch Gmünd | Montag, 15. September 2014

Bosch übernimmt ZFLS komplett

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Was die Rems-​Zeitung bereits am 6. August vermutete, ist eingetreten. Die Bosch-​Gruppe übernimmt die bisherige „ZF Lenksysteme“ zum Frühjahr 2015. komplett. Damit endet die seit über 75 Jahren währende Geschichte der ZF in Schwäbisch Gmünd.

Von Manfred Laduch SCHWÄBISCH GMÜND. Gut 15 Jahre nach dem letzten massiven Einschnitt gibt es beim größten Arbeitgeber in Schwäbisch Gmünd erneut eine große Änderung. Damals, am 1. Januar 1999, verkaufte die ZF Friedrichshafen AG die Hälfte ihres Gmünder Geschäftsbereichs Lenkungstechnik an die Bosch-​Gruppe. Der Hauptgrund war damals, elektronisches Know-​How für die Entwicklung der Elektrolenkung zu gewinnen. Nun folgt der zweite Schritt. In einer Telefon-​Pressekonferenz erläuterten gestern der Vorsitzende der Bosch-​Geschäftsführung, Dr. Volkmar Denner, und der Sprecher des Unternehmensbereichs Kraftfahrzeugtechnik, Wolf-​Henning Scheider, die Beweggründe für den Kauf. Laut Denner sei die Komplett-​Übernahme eine gute Ergänzung für Bosch. Schließlich sei ZFLS Technologieführer im Zukunftsfeld Lenkungstechnik. Alle Mitarbeiter und Standorte werden übernommen Die Bedeutung der Elektrolenkung werde weiter steigen. Denner sprach zum Beispiel das Potenzial der E-​Lenkung an, den Verbrauch von Fahrzeugen zu senken. Außerdem biete die E-​Lenkung im Verbund mit weiteren Fahrer-​Assistenzsystemen, die Bosch anbiete, enorme Vorteile im Feld der Fahrsicherheit. Bosch arbeite darüber hinaus intensiv am automatischen Fahren; auch dies gehe nur mit der Elektrolenkung. Der Bosch-​Chef hob die hohe F&E-Quote der ZFLS hervor: 5,8 Prozent vom Umsatz werde für Forschung und Entwicklung ausgegeben. In den vergangenen Jahren habe das Unternehmen Marktanteile gewonnen und habe das Zeug dazu, das auch weiterhin zu tun. Er gehe davon aus, dass das Geschäft im Frühjahr 2015 abgeschlossen werden könne, wenn alle rechtlichen und besonders die kartellrechtlichen Fragen geklärt seien. Gespräche über die künftige Eigentümerstruktur der ZFLS gebe es zwischen den beiden bisherigen Gesellschaftern schon seit Monaten, erläuterte Volkmar Denner. Da es zwischen den bisherigen Tätigkeitsfeldern von Bosch und der ZFLS keine Überschneidungen gebe, müsse auch niemand um seinen Arbeitsplatz fürchten. Man übernehme das komplette Personal und alle 20 Standorte. Schließlich beweise auch der Markterfolg der ZFLS–Produkte, dass bisher mit 50-​prozentiger Beteiligung von Bosch die richtigen Entscheidungen getroffen worden seien. Die von einem Journalisten vorgetragene Überlegung, dass Anpassungsmaßnahmen aufgrund der gegenüber einer hydraulischen Lenkung geringeren Wertschöpfung der Elektrolenkung notwendig sein könnten, bezeichnete der Bosch-​Chef als zu kurz gedacht. Zum einen gebe es in jedem Unternehmen ständig Anpassungsprozesse – und an denen bei ZFLS sei Bosch als 50:50-Partner seit 15 Jahren beteiligt. Zum anderen steige für eine reine Bosch-​Gesellschaft die Wertschöpfung, da sie ja elektronische Komponenten bei der Konzernmutter beziehe. Natürlich wurde auch die Frage erörtert, welchen Namen das Gmünder Tochterunternehmen künftig tragen wird. Diese Überlegungen, so Volkmar Denner, werde man in den Monaten anstellen, während derer die kartellrechtliche Überprüfung der Komplett-​Übernahme abgewickelt wird. „Aber Sie können davon ausgehen, dass der Name einer Firma, die Bosch gehört, nicht mit ZF beginnen wird“. Er gehe davon aus, dass der Übernahmeprozess bis zum Frühjahr 2015 abgeschlossen werden könne, so der Bosch-​Vorstandsvorsitzende abschließend. Über den Kaufpreis für die 50Prozent der Anteile hätten beide Partner striktes Stillschweigen vereinbart.
 

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