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Lokalnachrichten

» Schwäbisch Gmünd | Samstag, 28. Februar 2015

Es lebe der Altershumor Dekan Nau zur zweiten Auflage von „Hallo Opa“

Galerie (1 Bild)

„Hallo Opa” war 2006 Deutschlands erstes Bilderbuch für Senioren. So nachgefragt war das von zwei Gmünder Autoren verfasste Benefizbüchle, dass jetzt eine zweite Auflage aus dem Leben eines Großvaters erzählt, vom Morgenlamento bis zum Abendlied –„Schlaf, Opa, schlaf. Wenn nicht, dann zähl die Schaf. Betäube dich mit Baldrian, so schnell bricht nicht der Morgen an, Schlaf, Opa schlaf“; draußen galoppiert derweil eine Schafherde zwischen Mond und Sternen, ein schwarzes Schaft lugt durchs Fenster.

SCHWÄBISCH GMÜND (bt). Mit spitzer Feder von Reiner Reusch illustriert, übersteht Opa Einkäufe und Arztbesuche, die Brillensuche und das Chorsingen („O dass ich tausend Zungen hätte“, frohlockt der Kirchenchor. Der Opa singt bei der Motette, nur noch als einz’ger Mann Tenor). Und wie war das mit der Virenangst vor dem PC? Manfred Köhnleins kleine, feine Verse haben nichts von ihrem Charme verloren. Auch nicht an Aktualität: „Am Abend nach der Bundeswahl, steht Deutschland unter Schock: Das ist das Ende der Moral, durch Deutschland geht ein Rock“, ist da zu lesen, auch wenn die Kanzlerin bis heute lieber Hosen trägt.
Dekan Immanuel Nau, der am morgigen Sonntag verabschiedet wird, hat ein Vorwort geschrieben. Jede Lebensphase habe ihre eigenen Herausforderungen, sinniert er. Spätestens im Alter dürfe man sich aber erlauben, „einfach nur zu sein; da zu sein, sich selbst zu sein“. Hindernisse müssten nicht mehr weggeräumt oder abgearbeitet werden, höchstens verarbeitet, und das am besten mit Gelassenheit und Humor. Begriffe wie „Altersmilde“ und „Alterweisheit“ kommen nun ins Spiel. Reiner Reusch und Prof. Dr. Manfred Köhnlein, so der scheidende Dekan, hätten mit „Opas Bilderbuch“ den Altershumor geschaffen, eine Sichtweise aufs Leben, die auch denen helfe, die erst noch alt werden wollten.
Die beiden Autoren verzichten wieder auf Honorar; der Erlös kommt der Lebenshilfe-​Stiftung Sterntaler zu Gute.
 

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„Hallo Opa” war 2006 Deutschlands erstes Bilderbuch für Senioren. So nachgefragt war das von zwei Gmünder Autoren verfasste Benefizbüchle, dass jetzt eine zweite Auflage aus dem Leben eines Großvaters erzählt, vom Morgenlamento bis zum Abendlied –„Schlaf, Opa, schlaf. Wenn nicht, dann zähl die Schaf. Betäube dich mit Baldrian, so schnell bricht nicht der Morgen an, Schlaf, Opa schlaf“; draußen galoppiert derweil eine Schafherde zwischen Mond und Sternen, ein schwarzes Schaft lugt durchs Fenster.

SCHWÄBISCH GMÜND (bt). Mit spitzer Feder von Reiner Reusch illustriert, übersteht Opa Einkäufe und Arztbesuche, die Brillensuche und das Chorsingen („O dass ich tausend Zungen hätte“, frohlockt der Kirchenchor. Der Opa singt bei der Motette, nur noch als einz’ger Mann Tenor). Und wie war das mit der Virenangst vor dem PC? Manfred Köhnleins kleine, feine Verse haben nichts von ihrem Charme verloren. Auch nicht an Aktualität: „Am Abend nach der Bundeswahl, steht Deutschland unter Schock: Das ist das Ende der Moral, durch Deutschland geht ein Rock“, ist da zu lesen, auch wenn die Kanzlerin bis heute lieber Hosen trägt.
Dekan Immanuel Nau, der am morgigen Sonntag verabschiedet wird, hat ein Vorwort geschrieben. Jede Lebensphase habe ihre eigenen Herausforderungen, sinniert er. Spätestens im Alter dürfe man sich aber erlauben, „einfach nur zu sein; da zu sein, sich selbst zu sein“. Hindernisse müssten nicht mehr weggeräumt oder abgearbeitet werden, höchstens verarbeitet, und das am besten mit Gelassenheit und Humor. Begriffe wie „Altersmilde“ und „Alterweisheit“ kommen nun ins Spiel. Reiner Reusch und Prof. Dr. Manfred Köhnlein, so der scheidende Dekan, hätten mit „Opas Bilderbuch“ den Altershumor geschaffen, eine Sichtweise aufs Leben, die auch denen helfe, die erst noch alt werden wollten.
Die beiden Autoren verzichten wieder auf Honorar; der Erlös kommt der Lebenshilfe-​Stiftung Sterntaler zu Gute.
 

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