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» Schwäbisch Gmünd | Mittwoch, 08. April 2015

Mit dem bunten Sand verwoben: „Lebendiges Tibet“ — Erstellung und Auflösung eines Sandmandalas in der Stadtbibliothek

Sybille Bruckner-​Schmidt, Chefin der Stadtbiblitothek, und Patricia Bauer aus Eschach haben eine Woche lang ein Programm „Lebendiges Tibet“ organisiert, in dessen Rahmen Mönche des Klosters Ganden Shartse buddhistische Philosophie und ihre Rituale nach Gmünd brachten, ihre Kultur und ihre Traditionen. Am Mittwoch wurde das große Sandmandala vollendet und aufgelöst, dann der Rems übergeben.

SCHWÄBISCH GMÜND (bt). Vier Tage lang haben Mönche aus dem Kloster Ganden Shartse Sockpa Khangtsen in Südindien mit Mandalas, Kalligraphien und Horoskopen das „Lebendige Tibet“ in der Stadtbibliothek inszeniert. Sie boten an, Wissen, Traditionen und Kultur zu teilen – auf Spendenbasis; der Erlös ist für ihren Klosterneubau bestimmt.
Unter anderem war in vier Tagen ein exakt nach den Himmelsrichtungen ausgerichteter Sandpalast entstanden; das östliche, das weiße Tor verwies auf Gmünd. Nicht wenige Interessierte wie Lesly Wahl aus Waldstetten kamen jeden Tag, um zu sehen, wie in hochpräzisem Gemeinschaftwerk dieses große „Mandala der Erkenntnis und der Liebe“ entstand: Erkenntnis und Liebe mit dem Sand verwoben, auf dass sie dann in die Welt getragen werden konnten.
„Ein Wohlfühlplatz“ sei in der Bibliothek entstanden, so Lesly Wahl; „Hochenergetisches“, für jeden zu spüren, der sich die Zeit nehme. Am liebsten „seitenhoch in der Zeitung sehen“ wollten einige diese „Sandkunst gewordene Weisheit“, die viel zu sagen habe. Gerade mit Blick auf die Nepal– und Tibetreisenden im Publikum freute sich Sybille Bruckner-​Schmidt, Leiterin der Stadtbibliothek, über ein „sachkundiges, weltoffenes, interessiertes Gmünder Publikum“.
In Gmünd entschieden sich die Mönche für Manjushri, buddhistischer Bodhisattva, der für die Weisheit steht. Ausgestattet ist er mit Buch oder Schriftrolle – passend zur Umgebung –, und mit dem Schwert, das Verschleierungen durchtrennen soll, die Schleier des Ego, der Ignoranz und des Stolzes, die die natureigene Weisheit des Menschen verhüllten.
Auch Vergänglichkeit war Thema, als nämlich dieses Mandala unter Gesängen aufgelöst wurde. Seine Energien sollten an die Menschen im Lesesaal, in der Bibliothek, in der ganzen Stadt übergehen, dann der Rems als fließendem Wasser übergeben und in die Welt getragen werden – das geschah nach einem Stadtspaziergang am Remsstrand bei der Villa Hirzel. „Typisch Westler“, kommentierte eine Nepal-​Reisende den Versuch einiger Gäste, sich diese Energien später mittels kleiner sandgefüllter Phiolen zu sichern.
Die Mönche bedankten sich mit Geschenken beim Team der Stadtbibliothek und bei Daniela Seefeldt von der Stadtverwaltung, sowie bei Patricia Bauer aus Eschach, die, unterstützt von ihrer Familie – Klaus und die Töchter Paulina, Bernadette und Antonia –, diese Begegnung möglich gemacht hat. Patricia Bauer hat seit Jahren Verbindungen zu Tulku Lobsang, buddhistischer Meister und Schirmherr dieser Tournee des Vereins Nangten Menlang Deutschland.
 

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Mit dem bunten Sand verwoben: „Lebendiges Tibet“ — Erstellung und Auflösung eines Sandmandalas in der Stadtbibliothek

Sybille Bruckner-​Schmidt, Chefin der Stadtbiblitothek, und Patricia Bauer aus Eschach haben eine Woche lang ein Programm „Lebendiges Tibet“ organisiert, in dessen Rahmen Mönche des Klosters Ganden Shartse buddhistische Philosophie und ihre Rituale nach Gmünd brachten, ihre Kultur und ihre Traditionen. Am Mittwoch wurde das große Sandmandala vollendet und aufgelöst, dann der Rems übergeben.

SCHWÄBISCH GMÜND (bt). Vier Tage lang haben Mönche aus dem Kloster Ganden Shartse Sockpa Khangtsen in Südindien mit Mandalas, Kalligraphien und Horoskopen das „Lebendige Tibet“ in der Stadtbibliothek inszeniert. Sie boten an, Wissen, Traditionen und Kultur zu teilen – auf Spendenbasis; der Erlös ist für ihren Klosterneubau bestimmt.
Unter anderem war in vier Tagen ein exakt nach den Himmelsrichtungen ausgerichteter Sandpalast entstanden; das östliche, das weiße Tor verwies auf Gmünd. Nicht wenige Interessierte wie Lesly Wahl aus Waldstetten kamen jeden Tag, um zu sehen, wie in hochpräzisem Gemeinschaftwerk dieses große „Mandala der Erkenntnis und der Liebe“ entstand: Erkenntnis und Liebe mit dem Sand verwoben, auf dass sie dann in die Welt getragen werden konnten.
„Ein Wohlfühlplatz“ sei in der Bibliothek entstanden, so Lesly Wahl; „Hochenergetisches“, für jeden zu spüren, der sich die Zeit nehme. Am liebsten „seitenhoch in der Zeitung sehen“ wollten einige diese „Sandkunst gewordene Weisheit“, die viel zu sagen habe. Gerade mit Blick auf die Nepal– und Tibetreisenden im Publikum freute sich Sybille Bruckner-​Schmidt, Leiterin der Stadtbibliothek, über ein „sachkundiges, weltoffenes, interessiertes Gmünder Publikum“.
In Gmünd entschieden sich die Mönche für Manjushri, buddhistischer Bodhisattva, der für die Weisheit steht. Ausgestattet ist er mit Buch oder Schriftrolle – passend zur Umgebung –, und mit dem Schwert, das Verschleierungen durchtrennen soll, die Schleier des Ego, der Ignoranz und des Stolzes, die die natureigene Weisheit des Menschen verhüllten.
Auch Vergänglichkeit war Thema, als nämlich dieses Mandala unter Gesängen aufgelöst wurde. Seine Energien sollten an die Menschen im Lesesaal, in der Bibliothek, in der ganzen Stadt übergehen, dann der Rems als fließendem Wasser übergeben und in die Welt getragen werden – das geschah nach einem Stadtspaziergang am Remsstrand bei der Villa Hirzel. „Typisch Westler“, kommentierte eine Nepal-​Reisende den Versuch einiger Gäste, sich diese Energien später mittels kleiner sandgefüllter Phiolen zu sichern.
Die Mönche bedankten sich mit Geschenken beim Team der Stadtbibliothek und bei Daniela Seefeldt von der Stadtverwaltung, sowie bei Patricia Bauer aus Eschach, die, unterstützt von ihrer Familie – Klaus und die Töchter Paulina, Bernadette und Antonia –, diese Begegnung möglich gemacht hat. Patricia Bauer hat seit Jahren Verbindungen zu Tulku Lobsang, buddhistischer Meister und Schirmherr dieser Tournee des Vereins Nangten Menlang Deutschland.
 

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