Rems-Zeitung - Täglich eine gute Zeitung
Rems-Zeitung - Täglich eine gute Zeitung

Anzeige

Lokalnachrichten

» Kultur | Dienstag, 12. Januar 2016

Emanuel Leutze kennenlernen

Galerie (3 Bilder)

Das Einhorn sieht Sterne – die aus der US-​Nationalflagge: „Gmünd Goes America“, so kündigt die Stadtverwaltung den Ausstellungs– und Veranstaltungsreigen zum Leutze-​Jahr 2016 an.

AUSSTELLUNG. In diesem Jahr, genauer: am 24. Mai, jährt sich der Geburtstag des Malers Emanuel Leutze zum 200. Mal. Einige seiner Historienbilder sind heute Bestandteil der amerikanischen Ikonographie bis hin zur Verwendung ihrer Motive in Karikaturen. Vor allem das Gemälde „Washington Crossing the Delaware“, heute im Metropolitan Museum in New York, ist so Bestandteil der Popkultur geworden. Dieses wie auch das Monumentalgemälde „Westward the Course of Empire Takes Its Way“ aus dem Kapitol bestimmen bis heute das Urteil von Kunstkritikern und –historikern, die an Leutzes Gemälden weniger die künstlerische Qualität schätzen als die „große Patrioten-​Maschinerie“ (so Robert Hughes) am Werk wähnen.
Darüber brauchen sich die Gmünder freilich weniger Gedanken zu machen – sie würdigen heuer vor allem den Sohn der Stadt, der als Kind mit seinen Eltern in die USA auswanderte, in den 1840er– Jahren in Düsseldorf und München studierte, um dann in die USA zurückzukehren. Emanuel Leutze starb 1868. Die Verbindung zu seiner Heimatstadt riss zeitlebens nicht ab, Leutze pflegte seine Freundschaft mit Julius Erhard, dem Mäzen und Sammler Gmünder Kunst und Altertümer, die den Kernbestand des Museums im Prediger bis heute ausmachen.
Leutzes 200. Geburtstag wird auch die Gelegenheit sein, die deutsch-​amerikanische Beziehung und die gemeinsamen westlichen, atlantischen Werte zu beschwören. Und noch ein gewichtiges Thema rückt in den Blick: die Auswanderung in die Neue Welt jenseits des Atlantiks und – in den USA selbst – die Migration der Siedler in den Westen. (Mehr in der Rems-​Zeitung vom 13. Januar.)
 

Aktuelle Beiträge im Ressort Kultur

Noch keine Kommentare vorhanden.

Neuen Kommentar hinzufügen

Lokalnachrichten

» Kultur | Dienstag, 12. Januar 2016

Emanuel Leutze kennenlernen

Galerie (3 Bilder)

Das Einhorn sieht Sterne – die aus der US-​Nationalflagge: „Gmünd Goes America“, so kündigt die Stadtverwaltung den Ausstellungs– und Veranstaltungsreigen zum Leutze-​Jahr 2016 an.

AUSSTELLUNG. In diesem Jahr, genauer: am 24. Mai, jährt sich der Geburtstag des Malers Emanuel Leutze zum 200. Mal. Einige seiner Historienbilder sind heute Bestandteil der amerikanischen Ikonographie bis hin zur Verwendung ihrer Motive in Karikaturen. Vor allem das Gemälde „Washington Crossing the Delaware“, heute im Metropolitan Museum in New York, ist so Bestandteil der Popkultur geworden. Dieses wie auch das Monumentalgemälde „Westward the Course of Empire Takes Its Way“ aus dem Kapitol bestimmen bis heute das Urteil von Kunstkritikern und –historikern, die an Leutzes Gemälden weniger die künstlerische Qualität schätzen als die „große Patrioten-​Maschinerie“ (so Robert Hughes) am Werk wähnen.
Darüber brauchen sich die Gmünder freilich weniger Gedanken zu machen – sie würdigen heuer vor allem den Sohn der Stadt, der als Kind mit seinen Eltern in die USA auswanderte, in den 1840er– Jahren in Düsseldorf und München studierte, um dann in die USA zurückzukehren. Emanuel Leutze starb 1868. Die Verbindung zu seiner Heimatstadt riss zeitlebens nicht ab, Leutze pflegte seine Freundschaft mit Julius Erhard, dem Mäzen und Sammler Gmünder Kunst und Altertümer, die den Kernbestand des Museums im Prediger bis heute ausmachen.
Leutzes 200. Geburtstag wird auch die Gelegenheit sein, die deutsch-​amerikanische Beziehung und die gemeinsamen westlichen, atlantischen Werte zu beschwören. Und noch ein gewichtiges Thema rückt in den Blick: die Auswanderung in die Neue Welt jenseits des Atlantiks und – in den USA selbst – die Migration der Siedler in den Westen. (Mehr in der Rems-​Zeitung vom 13. Januar.)
 

Aktuelle Beiträge im Ressort Kultur

Noch keine Kommentare vorhanden.

Neuen Kommentar hinzufügen