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Lokalnachrichten

» Schwäbisch Gmünd | Dienstag, 19. Januar 2016

Morgenohr und Leihoma oder Leihopa — Projekte des Gmünder Seniorennetzwerks

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Das „Morgenohr“, oder auch Leihoma und Leihopa sind neue Begriffe für die älteste Sache der Welt: Menschen achten aufeinander. Das Seniorennetzwerk in Gmünd trägt mit einigen Projekten dazu bei, dass das Altwerden in der Stadt vielleicht schöner wird, ein bisschen angenehmer in jedem Fall.

Als ein älterer Gmünder nach einer Woche noch immer kein Lebenszeichen gegeben hatte, wurden Birgit Schmidt und Nicole Knödler informiert, die sich ihrerseits an die Polizei wandten. In diesem Fall war alles gut gegangen, der Mann hatte sich in Kurzzeitpflege begeben und vergessen, Bescheid zu geben, aber es macht wieder einmal deutlich, wie viele alleinlebende Menschen immer mehr vereinsamen und durch körperliche Gebrechen ohnehin kaum in der Lage sind, das Haus zu verlassen. Rollläden, die tagelang nicht hochgezogen werden, sind in vielen Nachbarschaften kein Grund, nachzufragen, und ein Sturz oder ein Schlaganfall können im schlimmsten Fall dazu führen, dass nur noch ein Toter geborgen wird.
Da ist die Herlikoferin, die am zweiten Tag Stillschweigen bei ihrer Freundin an der Fassade hochkletterte und diese tatsächlich bewusstlos auf dem Schlafzimmerboden liegen sah. Oder der Lindacher, der bei der Nachbarin mit überquellendem Briefkasten raffiniert arrangierte Hindernisse vor die Tür legte, die unverändert blieben. So alarmierte er schließlich die Polizei und rettete der Frau damit das Leben. Das Ganze nennt sich „sorgende Gemeinschaft“, und es wird immer weniger gelebt, vor allem seit Familien oft durch große räumliche Distanz getrennt sind. Im Projekt Morgenohr rufen Ehrenamtliche nun jeden Morgen bei einem älteren Menschen an, einfach um zu hören, ob es ihm oder ihr gut geht.
Die RZ stellt dieses Projekt am Dienstag ebenso vor, wie das auf Gegenseitigkeit basierende Konzept der Leihoma oder des Leihopas.
 

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