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Trial: Deutsche Meisterschaft im Geländewagen-​Fahren am 3. Oktober im Gschwender Quarzsandwerk

Bevor der große Lärm auf den Hängen und in der Grube des Quarzsandwerks „Lang“ in Gschwend beginnt, herrscht am Feiertag, 3. Oktober, Punkt neun, erst einmal Mucksmäuschenstille, wenn die Fahrerbesprechung vor dem letzten Lauf zur Deutschen Meisterschaft stattfindet. Alle wollen zur EM. Von Giovanni Deriu

Donnerstag, 01. Oktober 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
2 Minuten 25 Sekunden Lesedauer

Und die findet im kommenden Jahr, 2010, in Schweden statt. Der Weg der talentiertesten Geländewagen-​Fahrer nach Schweden führt somit am Samstag nur über Gschwend. Umgeben vom Wäldchen, findet im Quarzsandwerk „Lang“ der siebte Lauf, und damit die Endrunde, „das Finale“, zur deutschen Meisterschaft statt. Mit dabei (und irgendwie doch nicht), der Offroad-​Club (ORC), Night-​Hunter“ aus Spraitbach. Die Elite Deutschlands gibt sich ihr Stelldichein in der tiefen Quarzsandgrube. Der ORC und seine „Night-​Hunter“ war auch in dieser Renn– und Geschicklichkeits-​Saison der Geländewagenspezialisten immer unter den besten Fahrern (samt ihrer Co-​Piloten) dabei. Was bedeutet, dass am Abend, wenn die berühmt „berüchtigte“ After-​Race-​Party beginnt, ein ORC-​Fahrer auf alle Fälle bei der Siegerehrung dabei sein wird: Andreas Riethmüller und seine „Cinderella“ (ein umgebauter Suzuki). Riethmüller und sein Beifahrer Tim Müller stehen bereits als Deutsche® Meister im Pro-​modified-​Wettbewerb fest – und das, obwohl Riethmüller, wie alle anderen ORC-​Fahrer auch, am letzten Lauf gar nicht antreten wird. So verlangt es das Reglement, dass der Gastgeber als Ausrichter des Laufs nicht teilnimmt. Was der Stimmung und Attraktion im „Lang“ aber keinen Abbruch tut – die Zuschauer, ORC-​Vorsitzender Uwe Wirtz rechnet mit „zwischen 1 500 und 2000“, kommen dennoch auf ihre Kosten. Auch der andere Vize-​Europameister, Michael Gereke (er gewann jüngst wie Riethmüller den Vize-​Titel in Eisenberg/​Pfalz) hat noch Chancen aufs Siegertreppchen zu steigen. Ob als Meister, bleibt offen. Riethmüller ist uneinholbar vorn, Gereke dagegen muss hoffen, „was der Samstag bringt“, und wie die anderen fahren. Favorit der Modified-​Klasse ist der führende Torsten Fuchs, und auch hinter Gereke lauern noch andere Fahrer. In der Klasse Gerekes fährt zudem Thomas Altvater (5. Rang, die ersten Vier sind in Schweden dabei), beide müssen der Dinge verharren, und geben einen guten Gastgeber, so Wirtz. Der gesamte ORC helfe mit, die Sektionen zu stecken – den Geschicklichkeits-​Parcours. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt – könne man da nicht die Sektionen „extra-​schwer“ einrichten, um sich die anderen Fahrer vom Leibe zu halten? Uwe Wirtz, ein fairer Sportsmann lacht und meint: „Nein, nein, aber wir sorgen schon für ein Euro-​Trial-​Niveau“. Was den Fahrern und den Zuschauern zu Gute kommt. Die Piloten in ihren Geländewagen mit „Überrollbügel“ erhalten dann alle mehr Punkte, und den Zuschauern wird „Spektakuläres“ geboten. Dass ein paar ORCler nach Schweden dürfen, steht fest. Außerdem steht auch der Junior– und -“FunCup“ an, letzterer ist eine lizenzfreie „Einsteigerserie“, hier, so Wirtz kann der Umgang mit einem Geländewagen „gefahrenlos“ erprobt werden. Welcher kleine Junge, aber auch Papa hat noch nicht davon geträumt, selbst ein bisschen „Staub“ aufzuwirbeln?
Der Eintritt bleibt frei, nichtsdestotrotz sammelt der Veranstalter ein bisschen für „einen guten Zweck“. Von einer Spende soll später das „Notfall-​Team“ in Gschwend profitieren, so ORC-​Vorstand Uwe Wirtz. Dass der ORC einen guten Gastgeber für den Endlauf abgeben wird, darin sind sich alle sicher. Alles wird vorab bestens organisiert und die ORC-​Mitglieder helfen mit. Auch die Verpflegung am „Tag der Deutschen Einheit“ wird vom Feinsten sein und nicht zu kurz kommen. Neben der „klassischen“ heißen Roten, steht auch die schwäbische Küche mit Maultaschen auf dem Programm. Die „Tickets“ zur EM nach Schweden sollten die schwäbischen Fahrer aus Gschwend und Spraitbach am Samstagabend dann auch einstecken können.
Die Klassen: Trialklasse O (Originalfahrzeuge), S (Standard), M (Modified), PM (Pro-​Modified), P (Prototypen).

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