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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Runder Tisch des Stadtteil-​Gremiums auf dem Hardt

Eine große Runde mit etlichen neuen Gesichtern konnte Herrmann Schoell, Sprecher des Großen Runden Tisches Hardt, bei der Herbstsitzung des Stadtteil-​Gremiums begrüßen.

Samstag, 10. Oktober 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
2 Minuten 32 Sekunden Lesedauer

SCHWÄBISCH GMÜND (pm). Burkhard Fichtner, maßgeblicher Mitbegründer des Runden Tisches vor 15 Jahren, konnte gleich seinen Nachfolger Wolfgang Frei, an dessen erster Arbeitstag in dieses Gremium einführen. Begrüßen konnte Schoell auch als weiteren Neuling in dieser für die gesamte Entwicklung der Hardtsiedlung bedeutenden Runde den neuen Rektor der Uhlandschule, Bernd Schlecker und Ismail Öztürk, Vertreter der türkisch-​islamischen Gemeinde, Schwäbisch Gmünd. „Der Große Runde Tisch ist für uns auf dem Hardt das politische Gremium, in dem die Siedlungsinteressen zusammengeführt und gegenüber der Stadt laut zur Sprache gebracht werden können“, so Schoell in seiner Einführung. Im Fokus der Sitzung standen die Nachbetrachtungen der Stadtteil-​Gespräche von OB Richard Arnold.
Erst zwei Wochen zuvor stattete der OB dem Stadtteil einen Besuch ab, der auf große Resonanz in der Bevölkerung stieß. Dass seitdem eine Menge Planungsarbeiten auf dem Rathaus zusammen gelaufen sind, darüber konnten die Stadtvertreter das Gremium informieren. Fünf wesentliche Punkte einer Belebungsstrategie stellte Dieter Lehmann, Leiter des Amtes für Familie und Soziales vor: ein Willkommensschild, Spielplatzerneuerung, Belebung der Markttage, Überlegungen zum Siedlungsmittelpunkt Falkenbergplatz sowie die Wiedereinrichtung eines Geldautomaten durch die Kreissparkasse. „Der Stadt gehe es dabei vor allem darum, die Eigenkräfte auf dem Hardt zu aktivieren“, betonte Lehmann. So seien die Marktmeister schon intensiv auf der Suche nach weiteren Marktbeschickern. „Vielleicht gibt es neben dem Metzger bald auch einen Obst– und Gemüsehändler oder Fischverkäufer, wir arbeiten dran“, so Lehmann mit leichtem Optimismus. Dass die Anregungen etlicher junger Familien beim Stadtteilgespräch, den arg vernachlässigten Spielplatz an der Ecke Falkenberg-​/​Albstraße aus dem Dornröschenschlaf zu holen, so schnell Gehör bei der Stadtverwaltung finden sollte, war eine weitere Überraschung bei der Sitzung. Schon am 9. Oktober um 11 Uhr wird das „Vogelnest“, ein bei Kindern sehr beliebtes Spielgerät, das derzeit noch Attraktion auf dem „temporären“ Spielplatz vor dem Rathaus ist, seinen endgültigen Standort auf dem Hardt bekommen. Die Holzfirma Heinzmann aus Degenfeld verlängert um vier Wochen die Leihgabe des Holzzuges, so dass das Bähnle noch eine Weile Station auf dem Hardt machen wird. „Bei dieser Übergabe werden vor allem die vielen Kinder auf dem Hardt Spalier stehen und die Spielgeräte gleich in Beschlag nehmen“, dies haben schon mal die Leiterinnen der Kindergärten signalisiert. Die Vision des „Falkenbergplatz“ als Siedlungsmittelpunkt bekommt langsam Konturen. Alexander Krämer vom Stadtplanungsamt konnte hierzu erste Planskizzen vorlegen. Ihm ging es vor allem darum, die Vorstellung der Hardtbewohner kennenzulernen, die in erste Planentwürfe münden sollen. „Wohnen, Leben, Arbeiten, Bildung und Einkaufen auf dem Hardt besitzt Charme und Attraktivität“, dies sollen zwei Willkommensschilder an der Oberbettringer Straße den Autofahrern signalisieren. Spontaner Zuspruch vom Runden Tisch erntete August Ströbele, der die Entwürfe für ein Begrüßungsschild vorstellte. Darin enthalten ist auch ein Beschriftungsfeld, das die Aufmerksamkeit für die Ladenpassage, die Markttage und Feste auf dem Hardt lenken soll.
„Herzlich Willkommen auf Gmünds Sonnenhügel“, dieser Slogan trifft das Gefühl der Hardtbewohner. Der Blick Richtung „Dreikaiserberge“ und die Aussicht übers Remstal hinweg Richtung Schwäbischer Wald, sei schon markant für Besucher des Hardt, wie für die Bewohnerschaft, war sich das Gremium einig. Jetzt soll noch an Details gefeilt werden. Vor allem werden freiwillige Gartenfreunde gesucht, die sich dauerhaft um die Pflege des Blumenschmuckes rund um die Willkommensschilder kümmern sollen. Interessierte können sich an Waldtraud Burkhard, ein „Urgestein auf dem Hardt“, und Vertreterin der Friedenskirchengemeinde, wenden.
Dass all die Ideen zur Verbesserung der Lebensqualität und Sicherung der Nahversorgung nur durch eine entsprechende Bürgerbewegung aus dem Stadtteil ihre Wirkungen entfalten kann, dies war schon beim OB-​Besuch klar. In Kürze wird daher zur Gründung einer „Initiative Zukunft Falkenbergplatz“ eingeladen. Über 30 Interessierte haben sich schon in die Liste eingetragen.

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