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Handball, Württembergliga: Kölle-​Team verliert in Bietigheim mit 25:33

Ein wenig verwundert dürfte sich der mitgereiste TSB-​Anhang die Augen gerieben haben. Mit 25:33 unterlagen die Blau-​Gelben beim Tabellenschlusslicht Bietigheim. Wenig Elan, wenig Ehrgeiz, keine Punkte. Trainer Rolf Kölle hat die nächsten Tage einiges an Arbeit vor sich.

Montag, 26. Oktober 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
1 Minute 48 Sekunden Lesedauer

Mit Sicherheit hatte man sich beim TSB beim Auswärtsspiel in Bietigheim mehr ausgerechnet, zumal die Rollen vor dem Spiel bereits klar verteilt waren. Die Gmünder reisten als eines der besten Teams der Liga an, die Zweitliga-​Reserve Bietigheims teilte sich mit Großbottwar den letzten Tabellenplatz. Dass die Gastgeber dem TSB nicht den roten Teppich auslegen und die Punkte schenken würden, war klar. Doch dass es zu solch einer deutlichen Niederlage kam, hatten sich die Gäste selbst zuzuschreiben. Nicht nur Abteilungsleiter Steffen Alt zeigte sich enttäuscht von der gezeigten Leistung. Schade, so Alt, sei es vor allem um die mitgereisten Fans, die kein gutes Spiel geboten bekamen.
„Eigentlich lief alles für uns“, sagte Rolf Kölle. Jörg Henning, der im Laufe seiner Karriere schon in der zweiten Liga gespielt hatte, sah nach nur acht Minuten die rote Karte. Doch der TSB vergab auch beste sich bietende Gelegenheiten und konnte zu keiner Zeit in Führung gehen. „Wir konnten zu keiner Zeit an unser Spiel der letzten Wochen anknüpfen“, äußerte Kölle. Steffen Alt zeigte sich verwundert: „Eigentlich ist die Mannschaft, bis auf die Langzeitverletzten, in einer guten Verfassung.“
Doch in Bietigheim unterliefen den Gmünder Handballern viel zu viele technische Fehler. Auf die gegnerische Abwehr konnte der TSB keinen oder nur ungenügend Druck ausüben, die Zielstrebigkeit war dem Team völlig abhanden gekommen. Dass Rolf Kölle vor dem Spiel auf ein anderes Abwehrsystem umgestellt hatte, kann die Mannschaft nicht als Vorwand für die indiskutable Vorstellung nehmen. Die Ursachen für die Schlappe muss man bei sich selber suchen.
„Vielleicht haben wir im Training ein wenig zu viel Gas rausgenommen“, forschte Kölle nach Gründen. Der Trainer hatte das Tempo in den Übungseinheiten gedrosselt, um die Verletzten nicht zu verschleißen. Sicherlich wird das in den nächsten Tagen nicht der Fall sein — „die Intensität wird erhöht“. Das Team soll nun eine Reaktion zeigen. Ein Ausrutscher dürfe durchaus passieren, doch nun müsse man zeigen, dass die Niederlage in Bietigheim nur eine Eintagsfliege gewesen sei, so Steffen Alt. Am besten legt man sich da gleich am kommenden Donnerstag ins Zeug. Das Pokalspiel gegen Feldkirch, eine Klasse tiefer aktiv, bekommt nun eine neue Bedeutung. Lässigkeit ist jetzt erst recht nicht mehr angesagt.
TSB Gmünd: Neukamm, Fuss – S. Frey (4/​1), J. Frey (5), Schamberger (1), Czypull (1), B. Göth (3), S. Göth (2), M. Hieber (4), Tobias (1), Nothdurft (2), Boizesan (2), Steiner

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