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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Rettungsaktion für den Salvator startet

Am Dienstag soll nun auch ganz offiziell ein Förder– und Freundeskreis für Rettung und Restaurierung des St. Salvator aus der Taufe gehoben werden. Schon im Vorfeld haben viele Menschen deutlich gemacht, dass es sich hierbei um ein Gmünder Herzensanliegen handelt.

Freitag, 30. Oktober 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
1 Minute 55 Sekunden Lesedauer

SCHWÄBISCH GMÜND (hs). Mit seinem „Salvator-​Spaziergang“ zusammen mit Herzogin Diane von Württemberg anlässlich seiner Amtseinsetzung hatte Oberbürgermeister Richard Arnold eine gewaltige Welle des Interesses an der altehrwürdigen Wallfahrtsstätte ausgelöst. Nachfolgende Führungen waren überfüllt: Förderer und Salvator-​Kenner Werner K. Mayer und sein Mitstreiter Johannes Zengerle sahen sich mit hunderten Interessenten konfrontiert.
Besonders bemerkenswert ist derzeit ja auch die Bautätigkeit unterhalb des uralten und sagenumwobenen Wallfahrtsbergs, wo im Nepperbergmassiv derzeit ja der modernste und auch teuerste Straßentunnel des Landes entsteht. So wurde auch die Idee geboren, die B-​29-​Fahrröhre zukünftig orts– und geschichtsverbunden Salvatortunnel zu nennen. Möglicherweise pflegten in den Sandsteinhöhlen am Nepperberg schon die Römer eine erste Kultstätte.
Organisationskreis hat erste Vorstellungen entwickelt
Auch erste spontane Spenden sind eingetroffen. Der Arbeitskreis Alt Gmünd, der Münsterbauverein als Träger historischer Sakralbauten, die Münstergemeinde und viele Privatleute haben sich angeboten, sich für die Sanierung einzusetzen. Nun galt es für die beiden Initiatoren, OB Arnold und Münsterpfarrer Robert Kloker, die zahlreichen Angebote an Hilfsbereitschaft zu bündeln. Daher wird am kommenden Dienstag, 3. November, um 16.45 Uhr im Franziskaner, Kleiner Festsaal (2. Stock), ein Förder– und Unterstützerkreis Salvator gegründet. Bei der Gründung werden sowohl der Münsterpfarrer als auch Oberbürgermeister Richard Arnold anwesend sein und zur Beteiligung aufrufen. Ein kleiner Organisationskreis hat im Vorfeld bereits Vorstellungen entwickelt, die an diesem Abend dargestellt werden sollen.
Dieser Organisationskreis wünscht sich eine rege Beteiligung all derer, denen der Salvator am Herzen liegt und die sich in irgendeiner Form einbringen möchten. Neben der finanziellen Hilfe ist vor allem an technische Hilfe, an Beteiligung bei Arbeitseinsätzen und auch der Organisation und Werbung gedacht. Es ist auch an Personen gedacht, die sich für Führungen oder Mitwirkung an Führungen, sei es historisch oder kunsthistorisch, theologisch, kultur– und landschaftsgeschichtlich einbringen wollen. Es gibt aber auch bereits eine Liste zur Übernahme von Patenschaften. Das können Engagements an einzelnen Kapellen, Figuren oder auch Teilen, wie zerstörte Finger, verwitterte Gliedmaßen und vieles anderes sein.
Es wäre schön, wenn möglichst viele Gmünder Bürger und Organisationen sich an der Gründung beteiligen würden. Der Salvator soll in den nächsten Jahren wieder zu einem eindrucksvollen und vorzeigbaren Ort der Besinnung und der Kraftquelle sein.
Leider droht insbesondere den direkt aus dem Sandstein gehauenen und gestalteten Kunstwerken ein zunehmender Zerfall durch Grundwasser-​, Umwelt– und auch Abgaseinflüsse. Viele Schäden sind bereits sichtbar. Auch Quellfassung und der kleine Bachlauf zum Herz-​Jesu-​Brünnlein müssen wieder hergerichtet, die einst aussichtsreiche Hangkante vom dichten Bewuchs befreit werden. Mitinitiator Werner K. Mayer hat schon einen ganzen Katalog an Maßnahmen formuliert (die Rems-​Zeitung berichtete bereits ausführlich).

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