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Handball, Württembergliga: Die über weite Strecken ausgeglichene Partie gewann der TSB 35:33

„Puh“, der TSB mutet seinem Anhang allerhand zu. Obwohl über weite Strecken in Überzahl agierend, blieb es bis zum Schluss spannend. Auch dank einer tadellosen Leistung von Torwart Philipp Neukamm reichte es zum doch verdienten 35:33-Sieg. Von Giovanni Deriu

Montag, 05. Oktober 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
2 Minuten 17 Sekunden Lesedauer

Gleich mehrmals, besonders in den letzten sieben Spielminuten, als der TSB mal mit drei, mal mit vier Toren Vorsprung in Front lag, hallte es in der Großsporthalle von den 350 Fans hinunter: „Hebet’s! – Hebet’s!“ – letztendlich ging dann doch nichts mehr in die Hosen. Die Blau-​Gelben gewannen die ausgeglichene Partie gegen die Turnerschaft Göppingen dann doch verdient mit 35:33. Ein ganzes Stück Arbeit war es bis dahin. Gut anderthalb Minuten vor der Schlusssirene bat TSB-​Coach Rolf Kölle doch noch einmal um eine Aus-​, man könnte auch formulieren, um eine Bedenkzeit. Da stand das Endresultat bereits fest, aber ganz geheuer war dem Cheftrainer die Führung wohl nicht. Rolf Kölle nach dem Spiel erleichtert: „Ich wollte nochmals die volle Konzentration auf die Restminute lenken“, gab er zu, es galt, so Kölle weiter „die Spannung oben zu halten“, und außerdem gab er auch noch die Taktik oder „Marschroute“ für die letzten 80 Sekunden aus. Leistungsträger Paul Boizesan erklärte sie später so: „Wir sollten den Ball sicher halten, wenn wir ihn verlieren, müssen alle Mann zurück.“ Es fielen keine TSB-​Treffer mehr, und das TSB-​Team bedankte sich anschließend artig bei seinem Tormann Philipp Neukamm, der Sebastian Fabian im Tor hervorragend vertrat. Doch, wie sagte Rolf Kölle im Vorfeld der Saison, bei beiden Keeper würde wohl „auch die Tagesform“ entscheiden. Fabian ist derzeit leicht angeschlagen, Neukamm glänzte und war am Samstagabend „der Rückhalt“.
Die Göppinger des ehemaligen Bundesligaspielers Lars-​Henrik Walther versteckten sich nicht, und zeigten, dass man als „Underdog“ beim Favoriten (TSB) „mithalten“ wollte, so Trainer Walther nach dem Match. Das gelang der Turnerschaft aus Göppingen recht gut, dreimal führte das Team früh, doch auch Kölle behielt die Ruhe, wohlwissend, dass die Blau-​Gelben alles wett machten. Dennoch, auf der Tribüne wurden die Fans ungeduldig, weil nach 18 Minuten stets die „TS“ vorn lag, 12:11, dann 13:11, immerhin sorgten der agile Paul Boizesan und, einmal mehr Johannes Frey für den zwischenzeitlichen Ausgleich, 13:13. Zeitweise wirkte das TSB-​Spiel zu linkslastig, auf der rechten Seite verkümmerte Sebastian Göth. Dann wurde doch die rechte Seite von Michael Hieber belebt, Göth wirbelte, und beide sorgten für das 14:13 – der Ausgleich fiel aber postwendend, Boizesan und Göth, jeweils per Siebenmeter machten das 16:15. Schon zu diesem Zeitpunkt hatte Philipp Neukamm seinen TSB per Brust, Hand und Fuß vor weiteren Treffern bewahrt. Göppingen kam heran, meist mit Tempogegenstöße, und führte zur Halbzeit 19:18. Von der äußersten Hallen-​Ecke begab sich Abteilungsleiter Steffen Alt nah an die Team-​Bank, „die nächsten Minuten werden entscheidend sein“, Alt behielt Recht. Druckvoll und konsequent sorgte „Hannes“ Frey immer wieder, genial eingesetzt von Michael Hieber und Göth, für die Führung(en). Erst 22:20, dann 24:22, Göppingens Molitor traf aber auch noch. Der Rest ist bekannt, der TSB brachte den Sieg nach Hause. Johannes Frey: „Eine tolle Mannschaftsleistung.“ Kölle dachte auch an die Reservespieler, deren Zeit bestimmt noch „kommen wird.“ Und auch Torwart Neukamm gab die Blumen ans Team weiter. TSB Gmünd: Neukamm – S. Frey (4), M. Hieber (3), Boizesan (11/​1), B. Göth, S. Göth (3), Schmeiser, Tobias (1), Czypull, Nothdurft, J. Frey (12), A. Hieber (1), Schamberger

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