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Prävention von Jugendlichen für Jugendliche an der Schillerschule Heubach und der Realschule Mutlangen

Schülermultiplikatorenseminare im Bereich Sucht haben sich bewährt. So fand im Schwarzhornhaus in Waldstetten zum wiederholten Male ein Drei-​Tages-​Seminar statt, an der Schüler der Schillerschule Heubach und der Realschule Mutlangen teilnahmen.

Dienstag, 17. November 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
1 Minute 30 Sekunden Lesedauer

HEUBACH /​MUTLANGEN (pm). Ziel dieses von dem Sozialarbeiter Andreas Dionyssiotis durchgeführten Seminars war es, Jugendliche zur Auseinandersetzung mit dem Thema Sucht zu sensibilisieren, Ursachen dieser Problematik herauszufinden und eigene Lösungsansätze zu entwickeln.
Beim Phänomen Sucht hat sich erwiesen, dass nur kontinuierliches Training von Lebenskompetenzen der Entstehung von Sucht erfolgreich vorbeugt. Aufklärung muss sein, aber Abschreckung wirkt kontraproduktiv. Es gilt, präventiv Selbstwert und kommunikative Fähigkeiten von der Kontakt– bis zur Konfliktfähigkeit zu stärken. Darum werden Gleichaltrige ausgebildet, um in Schule und Freizeit dafür zu werben, dass es bessere Lösungen als Suchtmittelkonsum gibt.
Mittelpunkt des Seminars ist die Überlegung, dass jeder Mensch einen inneren Tank hat, der für sein Wohlbefinden wichtige Bedürfnisse enthält. Ein Tank, der für das Selbstwertgefühl steht. Ist der Tank voll, fühlen wir uns gut. Suchtmittel haben keine Chance. Ist der Tank leer, steigt die Anfälligkeit, Drogen zu nehmen und anderen gegenüber aggressiver aufzutreten. Genau in diesem Fall brauchen wir „Tankstellen“ in Form von Aufmerksamkeit durch ein vertrauensvolles soziales Umfeld. Vertrauen übten die Schüler etwa auf dem Parcours des Hochseilgartens ein. Auch mussten Schüler mit Ideenreichtum und Verantwortungsübernahme innerhalb der Gruppe bestimme Aufgaben lösen.
Der Besuch des Suchttherapeuten Nikolas Danzinger von der Sozialberatung Schwäbisch Gmünd, der offene Fragen gründlich und ausführlich beantwortete, rundete das Seminar ab und war für die Schüler ein sehr wichtiger Baustein. Ein ehemaliger Drogenabhängiger, der derzeit eine einjährige Ausbildung zum Suchthelfer durchläuft und anderen dabei hilft, aus der Sucht herauszukommen, konnte aus seiner Sicht die Drogenproblematik mit all ihren negativen Auswirkungen sehr authentisch darlegen. So wurde die Thematik noch deutlicher und nachvollziehbarer.
Die Multiplikatoren werden ihre Erfahrungen und Erkenntnisse, gemeinsam mit ihrer Lehrerin Ronja Fenselau und der Schulsozialarbeiterin Sarah Schneller von der Realschule Mutlangen sowie dem Schulsozialarbeiter Andreas Dionyssiotis von der Schillerschule Heubach, an ihre Mitschüler weitergeben. Jugendlichen wird dadurch die Möglichkeit gegeben, eigenverantwortlich für sich und andere zu handeln und ihr unmittelbares Umfeld, die Schule, zu gestalten. Die Koordination der Schülermultiplikatorenseminare liegt beim Beauftragten für Suchtprophylaxe des Landratsamts Aalen, Berthold Weiß.

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