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Lokalnachrichten

» Schwäbisch Gmünd | Mittwoch, 04. November 2009

Bereits 100 Bürger haben sich dem neuen Salvator-​Freundeskreis angeschlossen

Das Interesse der Gmünder für Erhalt, Pflege und Restaurierung der Wallfahrtsstätte St. Salvator, verbunden mit Spenden– und Arbeitsbereitschaft, ist riesengroß. Etwa 100 besonders engagierte Leute trafen sich gestern Abend zur konstituierenden Versammlung des „Salvator-​Freundeskreises“.

Von Heino Schütte
SCHWÄBISCH GMÜND. „Wir wollen bewusst kein Verein sein, sondern der Münstergemeinde und der Münsterbauverein zuarbeiten“, brachte Initiator Herbert K. Mayer zum Ausdruck. Dies unter Hinweis auf die enormen anderen Aufgaben, die es gegenwärtig beim Erhalt der Sakralbauten und deren Kunstwerke zu bewältigen gelte. Wiederholt wurde hierbei die Johanniskirche genannt. „Der Salvator muss den Charme des Mystischen, des Antiquierten, ja die Würde des Endlichen beibehalten. Er soll aber in einen Zustand versetzt werden, der die Gmünder Seele berührt und die vielen auswärtigen Besucher, die er in den kommenden Jahren empfängt, in seiner Bedeutung beeindruckt“, so unterstrich Mayer, als er die Zielsetzung des neuen Freundeskreises unterstrich. Das Führungsamt als Sprecher teilt er sich mit Dipl.-Ing. Hans-​Georg Walter, dies in enger Abstimmung mit Münsterarchitekt Hermann Hänle. Sehr zielgerichtet trug Walter sogleich das Arbeits– und Spendenprogramm bis 2014 vor, um den restaurierten Salvator rechtzeitig zur Landesgartenschau den Besuchern aus dem ganzen Land präsentieren zu können. Benötigt werde insgesamt ein Betrag in Höhe von 200 000 Euro, allein etwa 40 000 Euro für die Konservierung der besonders bedrohten Ölbergszene in der oberen Felsenkapelle, die vor Jahrhunderten ja direkt aus dem dortigen Sandsteinblock gestaltet wurde.
Nicht nur direkt am den vielen Bildhauerarbeiten an Kreuzweg und in den Felsenkapellen des St. Salvator gibt es Restaurierungsbedarf, sondern am ganzen Wallfahrtsberg. Der müsse ganz dringend ausgeforstet, d.h. Baumpflegearbeiten durchgeführt werden. Viele Menschen vermissen den einst wunderbaren Panoramablick hinab auf die Stadt sowie hinüber zu den Bergen der Alb. Beispielsweise hat schon das Technische Hilfswerk Unterstützung bei den nicht einfachen Arbeiten angekündigt. Auch die Brunnenkapelle mit der dazugehörigen Quellfassung und Bachlauf sollten wieder instandgesetzt werden.
Immer wieder kam aber auch zum Ausdruck, dass die Münstergemeinde teils mit Hilfe von Spenden schon seit 20 Jahren sehr intensiv die einzelnen Stationen des Wallfahrtsberges pflege. Münsterarchitekt Hermann Hänle bedauerte, dass es leider sehr, sehr traurig sei, wenn beispielsweise Teile, ja ganze Gliedmaßen der Figuren mutwillig verschwinden oder zerstört werden. Angeregt wurde die Übernahme von Patenschaften für einzelne Bilder oder Figurengruppen, dies auch im Bestreben, auf die Wertigkeit und Würde der sakralen Kunstwerke hinzuweisen, damit die sozial-​ehrfürchtige Kontrolle zu verstärken.
Sitzungsleiter war gestern Münsterpfarrer Robert Kloker. Gleich zu Beginn hob er seine Freude darüber hervor, dass die Aktion für den Salvator durch das persönliche Engagement von Oberbürgermeister Richard Arnold einen „riesigen Schub“ bekommen habe. Kloker dankte allen bisherigen Spendern.
Dem schloss sich sogleich auch OB Arnold an. Er sei glücklich über diese tolle Verbundenheit der Gmünder mit diesem wichtigen Ort der Besinnung, des frommen Kunstsinns und der Geschichte. Weiterhin wolle, so übermittelte das Stadtoberhaupt, Herzogin Diane von Württemberg die Schirmherrschaft für das Gesamtprojekt übernehmen und werde bereits am 4. Dezember (Barbaratag) zu einem weiteren Besuch in Gmünd und auf dem Salvator verweilen, auch um einen Spendenscheck zu übergeben.

Ansprechpartner sind für den technischen Bereich und Arbeitsmaßnahmen Hans-​Georg Walter, Tel. 37187, für Öffentlichkeitsarbeit und Führungen Werner K. Mayer, Tel. 82886, und die Finanzen und Spendenabwicklung (Bescheinigungen) Klaus Knödler Tel. 10469032.
 

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